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Montag, 17. Juni 2013
schnappschuss: sonnenaufgang in bochum.
Drei Tage Hitze stehen uns bevor. Ein dramatischer Sonnenaufgang läutet sie ein. Geht es ruhig an und macht langsam.
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Dienstag, 11. Juni 2013
fundstück von zuhause: willy brandt und hans piontek in bochum.
Damals war die Welt noch in Ordnung. Da konnte man Politikern noch ganz nahe kommen. Sogar anfassen ging. Weil sie vor Ort auftauchten. Ohne Gummistiefel und wenn Not am Mann ist. Jedenfalls in Bochum, irgendwann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Meinem Vater ist das passiert, als Willy Brandt, warum auch immer, nach Bochum kam. Darauf brauchte mein Papa erst mal ein Bier.
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Montag, 11. Juli 2011
in eigener sache: neues zuhause in bochum gesucht.
Ruhiges Akademikerpaar (nämlich mein Mann und ich), ohne Kinder, sucht ab 1.9.2011 oder 1.10.2011 eine Wohnung zur Miete oder ein Haus zur Miete in Bochum. Die Wohnung zur Miete in Bochum oder das Haus zur Miete in Bochum sollte mindestens 100 qm und 4,5 Zimmer haben, darf auch gerne größer sein. Eine Wohnküche (ab 15 qm), ein nicht zu kleiner Balkon oder eine Terrasse mit ein wenig Garten, ein Bad mit Badewanne (lieber noch ein Gäste-WC dazu) und eine Garage (mit Stromanschluss) sind ebenfalls wichtig. Wir möchten niemanden über uns wohnen haben, der uns auf dem Kopf rumtrampelt. Wir möchten ruhig, aber zentral (nicht direkt an einer Hauptverkehrsstraße) wohnen und eine gute Anbindung an ÖPNV haben.
Die Zusammenfassung für die Wohnung zur Miete/Mietwohnung oder das Haus zur Miete/Miethaus in Bochum:
Wichtig:
- 4,5 Zimmer, gerne mehr (ab 100 qm)
- Bad mit Badewanne, gerne Fenster im Bad
- Wohnküche (ab 15 qm)
- Großzügiger Balkon/Terrasse (muss nicht Südseite sein, gerne Westen/Nordwesten)
- Fußläufige Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
- Infrastruktur fußläufig erreichbar
- Keller/Abstellflächen/Speisekammer/Hauswirtschaftsraum
- Garage mit Strom
Gerne:
- Ungewöhnlich und individuell
- Altbau
- Hinterhaus
- Gewerbeobjekt (mit Eisenträgern)
- Loft/Halle
- Ehemaliger Betrieb/Handwerksbetrieb
- Über mehrere Etagen
- Wohnung mit separatem Büro/Werkstatt
- Reihenendhaus
- Doppelhaushälfte
- Renovierungsbedürftig (Planung/Umbau/Renovierung, weil mein Mann Architekt ist und wir beide was können)
Geht gar nicht:
- Laminat in der gesamten Wohnung
- Hellhörig, dünne Wände und Decken
- Übermäßig hässliche Holzpaneele an Decken und Wänden
- Laute, feierfreudige Nachbarn
- Eine reine Maisonette- oder Dachwohnung, wo nur Dachschrägen vorhanden sind
- Wohnung komplett zu Hauptverkehrsstraße gelegen
- Eine Kirche nebenan, eine Kneipe im Haus, ein Spielplatz vorm Haus
- Hochhaus, nicht mehr als 3 Etagen ohne Aufzug
- Luxusobjekte mit Chichi, Blingbling und ganz viel Komfort
- Ein Reihenmittelhaus
- Makler und Courtage
Bevorzugte Stadtteile:
- Innenstadt/Innenstadtnähe
- Altenbochum
- Wiemelhausen
- Stadtpark
- Grumme
Auf keinen Fall Langendreer, Werne, Wattenscheid, Stiepel oder sonstige Stadtteile, die weit vom Schuss liegen.
Wann:
Ab September/Oktober 2011
Bitte telefonisch unter 0234 51 646 18 bei mir melden oder gerne auch via E-Mail unter info(at)wortfeiler.de.
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Donnerstag, 23. Dezember 2010
wortfeiler, weihnachten & wünsche.
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| Foto: Pierino Cerliani |
Liebe Kunden, Kollegen, Netzwerkpartner und Freunde!
Ich wünsche Ihnen, Euch und Dir angenehme und entspannte Feiertage, die ebenso individuell nach Wunsch verlaufen mögen wie das neue Jahr.
Ihnen, Euch und Dir möchte ich danken: für spannende Projekte, erfolgreiche Aufträge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Machen wir was draus, aus 2011!
wortfeilchen
PS. Die Wortfeilerei ist übrigens bis zum 10.01.2011 geschlossen.
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Montag, 15. November 2010
die sache mit den angeboten.
Es ist ein Thema. Nicht nur für mich, sondern für fast alle Selbstständigen, die ich kenne. Das Thema heißt Angebote. Ein brisantes Thema, denn man spricht nicht darüber. Alle sind erfolgreich und kompetent. Nun, wenn ich mich mit diesem Artikel in die Nesseln setzen sollte, so nehme ich das in Kauf.
Das Schreiben von Angeboten gehört zum Tagesgeschäft und ist (grundsätzlich) erfreulich. In einem Angebot zähle ich nicht lapidar meine Leistungen und Preise auf, ich schlage Ideen vor, nenne Fakten, berate und konzipiere. Kurz gesagt: Meine Angebote sind ausführlich und hilfreich. Sie erfordern Zeit, bedeuten Aufwand - und bringen Nutzen. Ich setze mich persönlich und detailliert mit der jeweiligen Anfrage auseinander.
Fast immer geht ein schriftliches Angebot aus einem persönliches Gespräch hervor, es ist quasi eine Zusammenfassung, eine Bestätigung. Ich finde dieses Vorgehen optimal, denn auch ein Telefonat klärt recht schnell, ob die Chemie stimmt und die Anforderungen zueinanderpassen.
Auf etwa 80 Prozent der rausgeschickten Angebote erhalte ich nicht nur eine Rückmeldung, sondern auch einen Auftrag. Mir ist klar, dass ich vergleichsweise viel positives Feedback erhalte, aber ich denke, es liegt auch der Qualität meiner Angebote. Denn nicht die Anzahl der verschickten Angebote macht den Unterschied, sondern die Wertschätzung, die ich dem (potentiellen) Kunden durch mein aussagekräftiges Angebot entgegenbringe.
Unschön, eigentlich unhöflich ist es, wenn aber gar keine Rückmeldung, keine Antwort kommt. Natürlich fragt man im Normalfall nach, aber oftmals erhält man auch dann keine Antwort, wurde vergessen, der mögliche Kunden wusste nicht, dass er sich auf das Angebot melden sollte oder er hat sich für einen Mitbewerber entschieden, der einfach günstiger, aber unter Umständen in diesem Fall auch kompetenter ist.
Und dann geht es noch mal anders: Denn es gibt sie da draußen, die Sammler von Angeboten. Und es gibt sie, die kurzen Anfragen per Mail, die sich nicht für Inhalte und Leistungen interessieren, sondern lediglich für den Preis. Das zeigt: Manchmal macht man eben nichts falsch und erhält den Auftrag dennoch nicht.
Ich werde auch in Zukunft nicht haufenweise langweilige Angebote verschicken. So arbeite ich nicht. Ich behandel mein Gegenüber genau so, wie ich es mir von ihm auch wünsche. Und bevor ich ein Angebot schreibe, frage ich nach. Ich rufe an oder maile nachfragend zurück - denn so profitieren beide, die Kunden und ich.
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Montag, 8. November 2010
schweiz. zürich. herbstfarben. 2010.
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| ©Pierino Cerliani |
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| ©Pierino Cerliani |
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| ©Pierino Cerliani |
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| ©Pierino Cerliani |
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Dienstag, 2. November 2010
Sonntag, 24. Oktober 2010
schweizimpression: die naturhaarfarbe
Auf Wunsch und Nachfragen präsentiere ich die Naturhaarfarbe und mein Haupthaar in aller Pracht. Dazu in Farbe. Und in Zürich. Mit Blick auf die Limmat.
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| Foto: Pierino Cerliani |
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Dienstag, 12. Oktober 2010
comfort food & soulfood. seelenfutter.
Bevorzugt im Falle von seelischer Unterernährung überfällt sie uns: Die Sehnsucht nach bestimmten Gerichten, Zutaten und Lebensmitteln, die das Herz erfreuen, die Seele wärmen, einfach Trost und ein Quäntchen Glück spenden. Diese Gelüste tauchen unerwartet auf. Auch wenn man nicht schwanger ist.
Frustfressen ist so ein Ausdruck, der sofort durchschimmert. Ich neige nicht zu Fressattacken, wenn es mir schlecht geht oder ich krank bin. Ich will dann Nahrung für die Seele: Omas Grießpudding, Papas Bratkartoffeln (im Ruhrgebiet heißen sie Bratskartoffeln), Mamas Hühnersuppe oder ihr Sauerbraten, Earl Grey und selbstgebackene Kekse (Plätzken in den heimischen Gefilden), warmer Milchreis mit Zucker und Zimt oder auch Pasta, denn die geht immer. Ein Milchsüppchen mit Bandnudeln zum Beispiel. So richtig heiß, mit ein wenig Vanille, einem Hauch Muskat und leckeren Bandnudeln. Oder Königsberger Klopse, Grünkohl, Risotto vom Liebsten - meine Bandbreite ist groß, aber die Basis ist immer gleich: Ich kenne es meist aus meiner Kindheit und es ist immer liebevoll selbstgemacht.
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| Foto: Barbara Piontek |
Viele schwören auf Schokolade in allen Variationen, die nachweislich glücklich macht. Andere stopfen Chips in sich oder Fastfood. Ich denke, Seelenfutter spiegelt sich häufig aus Erfahrungen und Wohltaten der Kindheit. Vielleicht schlicht der Herkunft. Gefühle und Vorlieben gehören sicherlich auch dazu.
Wie sieht das bei Euch aus? Esst doch mal wieder Dinge, die Euch lächeln lassen!
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Donnerstag, 7. Oktober 2010
gedankenkosmos. seelenbruder.
Es kommt selten vor. Dabei liebe ich es. Aber heute wurde ich belohnt, sehr sogar. In meinem Briefkasten, zwischen KSK-Meldung, KVA und Rechnung versteckt, lag eine Postkarte. Eine handgeschriebende, anfassbare, echte Postkarte. Meine liebste Freundin Anja weilt gerade auf Samos und schreibt mir ab und an eine Urlaubskarte, was mich immer sehr freut. Das Motiv allerdings passt nicht zu Anja.
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| Gruß vom Sandmännchen |
Das Sandmännchen gab es damals in den 70ern nämlich gar nicht bei uns. Sesamstraße, Sendung mit der Maus, Rappelkiste, Plumpaquatsch, Muppetshow, Catweazle, Neues aus Uhlenbusch etc. schon, aber kein Sandmännchen. Schade eigentlich.
Die Karte rasch umgedreht. Auch die Schrift erinnert an Anja, selbst die ersten Zeilen des Textes, aber recht schnell wurde mir klar: Nein, es kann nicht Anja sein.
So viele schöne Worte, eigentlich reine Komplimente lese ich dort - und bin erfreut und gerührt. Und dann geht mir ein Licht auf. Ich weiß, wer der Absender ist, der mir großzügig und mit liebevollen Worten so ein schönes Geschenk macht: Herr Gedankenkosmos!
Irgendwann letztes Jahr fiel er mir bei Twitter auf. Seine Worte, seine Gedanken, seine sensible Art, sein Humor, sein Temperament, seine Ehrlichkeit und seine Offenheit begeistern mich. Seitdem haben wir so manche Nacht an unterschiedlichen Orten zusammen verbracht. Lachend, nachdenklich, plappernd, überdreht, schweigend, weise, übermüdet, hellwach und immer wunderbar. Danke, einfach danke, lieber Gedankenkosmos.
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PS. Jaja, das Internet ist nur virtueller Scheißdreck.
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Mittwoch, 29. September 2010
aus gründen: wortfeilchen ihre haarfarbe.
Ich verstehe es nicht so ganz. Eigentlich ist es mir völlig unverständlich, aber meine Haarfarbe scheint ein enorm wichtiges Thema zu sein. In reichlich vielen Ecken der Welt fragt man sich anscheinend, welche Haarfarbe ich habe. Ich denke, es gibt wichtigere Dinge, aber wenn es für Euch so relevant ist, bitteschön:
Die Natur, die Gene oder wer auch immer es im Endeffekt war, hat mich großzügig beschenkt, denn ich nenne drei (in den letzten Jahren sogar vier) Haarfarben mein Eigen. Feine hellblonde Härchen gesellen sich zu lapidaren mittelblonden und mittendrin leuchten kupferrote, drahtähnliche Pferdehaare auf. Das Ganze changiert je nach Lichteinfall prächtig, anmutig und facettenreich wie die eigenen Augenfarben, die ein Thema für sich wären, das ich aber nicht ausweiten möchte. Daran ändern auch die in den letzten Jahren nachwachsenden grauen Haare wenig, denn diese unterscheiden sich kaum sichtbar von den hellblonden auf meinem Kopf. Offiziell nennt sich diese Haarfarbe Honigblond bzw. Hellblondkupfer. Oder so.
Manchmal, eigentlich sogar öfter mal, ist mir langweilig und ich ändere die Haarfarbe mittels wirksamer Chemie. Die Ergebnisse variieren in Blond- und Rottönen.
Momentan sieht es auf meinem Kopf so aus:
Und wer von Euch an dieser Stelle noch nicht eingeschlafen ist und Langeweile hat, kann sich nun auch gerne noch überlegen, ob die Farbe echt ist oder eben nicht.
wortfeilchen
PS. Der Herr des Hauses hat übrigens eine, wie ich finde, sehr viel schönere Haarfarbe, die aber eher selten Anlass für (übertriebenen) Gesprächsstoff gibt.
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Dienstag, 14. September 2010
das abenteuer üetliberg. als flachländerin.
Weilt man in der Schweiz, so weilt man in den Bergen. Ein wenig unheilvoll und ein bisschen bedrohlich sieht man sie überall um sich herum. Das ist halt so, denkt man, und zuckt mit den Schultern. Immerhin kommt man aus einer Stadt, die gerade mal 100 Meter über Normalnull liegt. Man mag die Niederlande. Oder auch Dänemark. Halt flaches Land und ebene Länder.
Dann ist man öfter mal in Zürich. Aus Gründen. Mag den See, die Flüsse und äugt ein wenig misstrauisch (und zumeist desinteressiert) auf die Berge, die rundherum zu sehen sind.
Dann kommt der weltbeste und herzallerliebste Mann auf die Idee, mir genau so einen Berg zu zeigen. Von oben wohlgemerkt. Der Grund ist mir nicht ganz klar, denn das Erklimmen von Bergen liegt mir sehr sehr sehr fern. Ich verstehe einfach nicht, warum man das macht. Zurück zum Thema, mein Mann wollte mit mir auf so ein Ding, einen Berg. Und zwar den Hausberg Zürichs, der sich Uetli- oder Üetliberg schimpft. So ganz einig über den Namen sind sie sich nicht. Für mich klingt beides reichlich mittelhochdeutsch.
Bevor ich lautstark protestieren kann (Ich steige doch nicht im Hochsommer auf Berge! Ich steige überhaupt nicht auf irgendeinen Berg!) und an seinem Geisteszustand zu zweifeln vermag, erklärt er mir, dass Europas steilste normalspurige Adhäsionsbahn (im Endeffekt eine handelsübliche S-Bahn) dort hoch fährt und ich die Erste-Hilfe-Ausrüstung, Notrationen und Steigeisen zu Hause lassen kann. Erleichterung macht sich breit!
Vom Hauptbahnhof Zürich geht die muntere Fahrt bergauf los. Unterwegs knacken mir Flachländerin bereits die Ohren, wie ich es lediglich aus dem Flugzeug kenne. Der Zugführer nuschelt unterdes merkwürdige Namen von Haltestellen, mein Liebster erklärt mir dies und das und so langsam wird mir etwas mulmig - ich sehe Baumwipfel - von oben!!
Die letzte Haltestelle ist der Bahnhof Uetliberg/Üetliberg, von dem kleine Wege in die bewaldete Landschaft führen. Gut, sage ich mir, höchstens 2 Minuten gemütlich spazieren, dann bin ich auf der Aussichtsplattform und alles ist gut.
Leider nicht! Der Weg führt endlos und zermürbende Ewigkeiten über holprige Schotterwege (es gibt übrigens Asphalt, liebe Schweizer!), durch enge Serpentinen enorm und übertrieben steil (gefühlte 80 % Steigung) den vermaledeiten Berg hoch. Erwartungsgemäß trage ich unpassende Schuhe und fluche unziemlich, wie es nur ein übellauniger Rohrspatz aus Ruhrgebiet kann. Der Planetenweg wurde wahrscheinlich nur eingerichtet, um erbarmungswürdige Touristen wie mich mitleidig von Drangsal und Misere abzulenken. (Was übrigens in keinster Weise auch nur im Ansatz funktioniert!)
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| Foto: Pierino Cerliani |
Kurz vor dem Ziel, dem ich mutig mit hochrotem Kopf und schweißgebadet entgegenstapfe, will es der Berg noch mal wissen und haut mir drei Dinge direkt auf den Kopf:
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| Foto: Pierino Cerliani |
- Ich bin viel zu weit oben für eine Flachländerin.
- Ich soll diese Strapazen noch weitere 2, gefühlte 20 Minuten ertragen.
- Korrekte Rechtschreibung ist auch hier nicht das Maß der Dinge, sonst würde dort Herzlich willkommen stehen.
Oben angekommen lasse ich mich völlig entkräftet auf die nächstbeste Bank fallen. Immerhin entschädigt mich die Aussicht reichlich.
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| Foto: Pierino Cerliani |
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| Foto: Pierino Cerliani |
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| Foto: Pierino Cerliani |
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PS: Der nächste Urlaub geht in gaaanz flache Gefilde und unendliche Ebenen. Oder ich lass mich fahren.
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Freitag, 3. September 2010
waffenausbeute für frau sturmfels im landesmuseum zürich.
Ich habe mich bereits ausführlich darüber ausgelassen, dass im Landesmuseum Zürich viel zu wenige Waffen ausgestellt werden. Dabei haben sie sicherlich ganz viele martialische Kampfgeräte und Kriegswerkzeuge in ihrer Waffenkammer.
Mein Plan sah vor, der geschätzen Frau Sturmfels mindestens eine schicke Hellebarde oder einen hübschen Morgenstern zu überreichen. Akribisch durchforsteten mein geliebter Schweizer und ich das komplette Museum, aber erst im Museumsshop, dem Andenkenladen wurden wir halbwegs fündig.
Zuerst mussten Pierino und ich die Rüstungen und Waffen natürlich anprobieren und testen:
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| Foto: Pierino Cerliani |
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| Foto: Pierino Cerliani |
Dann haben wir zumindest einen Brustharnisch, der zum Helm von Frau Sturmfels passt, gefunden:
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| Quelle: Postkarte Schweizerisches Nationalmuseum |
An der Kasse entdeckte ich endlich eine Waffe zum Mitnehmen und bin nun - wie jeder gute Schweizer - ordentlich gewappnet:
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Mittwoch, 1. September 2010
nicht immer schön: leben & arbeiten in der innenstadt von bochum.
Heute gebe ich Euch mal den Nestbeschmutzer und mecker über meine geliebte Heimatstadt, in der auch nicht alles so vorbildlich läuft wie man denkt.
Es ist verständlich und normal, dass es mitten in der Stadt ein wenig lauter ist. Aber was man mir seit ein paar Jahren bietet, überschreitet das Maß gehörig - und treibt mich in die Flucht.
Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll bei Veranstaltungen auf dem großspurig benannten Boulevard Bochum die Innenstadt zu meiden - zumindest wenn man Anwohner dort ist. Warum? Ist doch so schön, macht viel Spaß und sehr praktisch ist es doch auch, so nah dran zu sein.
Es ist nicht mit der jeweiligen Veranstaltung getan; der Aufbau, die Anlieferungen, der tägliche sowie der abschließende Abbau sind das Problem, so dass man täglich von 5 bis 2 Uhr, also fast rund um die Uhr, Spaß hat. Lautsprecher hängen an alle Laternenmasten und übertragen zwischen 11 und 23 Uhr den lokalen Radiosender in unignorierbarer Lautstärke. Dieses Jahr bekam ich nur den Aufbau mit - bevor ich und viele meiner Nachbarn - flüchtete. Es gab eine Neuerung, denn die Lautsprecher wurden zusätzlich auf den Vordächern der Geschäfte platziert.
Diesen Donnerstag beginnt der Bochumer Musiksommer. An sich kein Problem, sollte man denken, aber die Aufbauarbeiten, die alles nur nicht leise sind, begannen bereits am Dienstag - und zogen sich bis 23 Uhr. Der Mittwoch ging im gleichen Stil munter weiter, dazu kam allerdings, dass man doch einen ausgiebigen Soundcheck durchführen muss - in höchstmöglicher Lautstärke und zwischen 20 und (bis weit nach) 22 Uhr. Ich mag nicht wirklich wissen, was mir ab Donnerstag und bis Sonntag blüht, aber ich kann davon ausgehen, dass die Nacht von Sonntag auf Montag mit dem lautstarken Abbau der Feierlichkeiten wie im Fluge vergeht.
Warum ich mich wegen ein paar hundert Menschen aufrege, nicht an die vielen Besucher und damit verbundenen Einnahmen denke und einfach umziehe?
Weil es viel zu einfach und verdammt kurzsichtig wäre!
Vielleicht sollte sich die Stadt Bochum einfach mal überlegen, was wichtiger und sinnvoller ist? Zahlende Besucher und Gäste kurzzeitig nach Bochum einladen oder den eigenen Bürgern ein angenehmes Leben bieten?
Fakt ist, die Innenstadt stirbt. Vielleicht nicht ganz, denn 1-Euro-Shops, Billigbäcker, Handyshops und weitere kurzlebige Geschäfte findet man reichlich, aber ein Kaufhaus? Fehlanzeige. Immerhin haben wir die Auswahl zwischen drei Supermärkten, deren Auswahl allerdings ein wenig eingeschränkt ist. Einkaufen in der City? Leider nicht vorgesehen, das macht man auf der grünen Wiese weit außerhalb, wo man zum Beispiel als Rentner hervorragend hinkommt und ebenso gerne die Einkäufe per Bus und Bahn nach Hause schleppt. Einkaufen in Bochum - ohne Auto keine schöne Sache, das wäre ein Slogan, der zu Bochum passt.
Darf ich noch ein paar Beispiele nennen?
Der so genannte rote Teppich, der das kleine Wegstück zwischen Bahnhof und Innenstadt markiert, ist auch so eine Sache, die kaum jemand versteht, denn sind wir mal ehrlich: Zu gemütlichen Shopping eignet sich Bochum doch eher weniger, da fährt man halt nach Essen oder Dortmund. Was soll das Teil, außer Geldverschwendung? Die zahlreichen Feierfreudigen finden das Bermudadreieck auch ohne die Farbveränderung unter ihren Füßen zu bemerken.
Eigentlich könnte ich an dieser Stelle gleich ein paar Zitate bringen, die Jochen Malmsheimer zur Eröffnung der Zeltfestivals im August passenderweise anbrachte. Worte, die direkt, offen, ehrlich und reichlich angebracht waren - und die der Oberbürgermeistern von Bochum gar nicht gefielen.
Der Boulevard Bochum wird von Malmsheimer so beschrieben:
Die ohnehin leeren Gesichter der Innenstädte werden, wenn sie nicht, wie bei uns, zu einer aseptischen und marmorgekachelten Sturmschneise verkommen, die dann in der immer gleichen, miefigen Bochumer Großmannssucht „Boulevard“ getauft wird, aber eher an eine längs halbierte Schuttrutsche erinnert und die in winterlicher Vereisung das Oberschenkelhalsbruchrisiko für alle oberhalb der 50 Lebensjahre in den Rang einer Gewißheit erhebt ...
Danke, keine Einwände oder Anmerkungen und was wahr ist, ist eben wahr.
Wertewandel ist an sich ja nichts Schlimmes oder gar Verwerfliches, im Gegenteil, es ist ein Zeichen für Entwicklung. Aber das Entscheidende bei einer Entwicklung ist nicht die Tatsache, daß es sie gibt sondern welche Richtung sie nimmt. Und davon gibt es zwei. Das Mittelalter etwa hatte die Hochkultur der Antike vollkommen vergessen. Für über 500 Jahre. Es gibt also durchaus Grund zu erheblicher Sorge. Doch nicht in dieser Stadt.
Wie wir alle wissen, leidet die jeweilige Obrigkeit dieser Stadt, wohlgemerkt nur die Obrigkeit, das aber seit Gründung der Gemeinde, also seit über 900 Jahren, unter der Tatsache, daß Bochum nicht Dortmund ist. Oder Essen. Selbst zu Witten hat es nicht gereicht. Und das nagt. Und bohrt. Und frißt. Und ätzt. Und löchert. Und brennt. Und dann, in einem dieser schwarzen, sauren Momente finsterster Niedergeschlagenheit, muß irgendjemand auf der Suche nach irgendetwas Besonderem durch Zufall das Buch im Bochumer Stadtwappen entdeckt haben. Ein Buch!
Das stimmt zunächst, wiewohl es wichtig ist, zu wissen, daß es sich bei der Herleitung des Emblemes im Jahre 1381 aus dem Namen der Stadt „Bukhem“ schon damals um das Ergebnis eines Übersetzungsfehlers oder schlichter Unkenntnis gehandelt hat, bedeutet „Bukhem“ doch nicht „Bücherheim“ sondern wohl eher „Heim unter Buchen“. Doch das focht vor siebenhundert Jahren niemanden an und tut es heute immer noch nicht, womit eine offensichtlich zentrale Eigenschaft der Bochumer Verwaltung, nämlich das durch keinerlei Sachverstand angekränkelte oder gar durch Recherche getrübte, wider jede Vernunft betonierte Verrharren im Irrtum, sehr schön herausgearbeitet ist.
Aus dem recht dürren Faktum der Anwesenheit eines Buches im Stadtwappen wird hierzustadt flugs die Nähe der Gemeinde zur Literatur gefolgert, was in der Bezeichnung „Stadt des Buches“ gipfelt. Bochum. Stadt des Buches. Ein Buch im Wappen kann aber doch alles mögliche bedeuten: Von einem Hinweis auf das hier blühende Buchbinderhandwerk, über das hohe Vorkommen wackelnder Tische, die erst durch das Unterschieben eines Buches zur Ruhe kommen, bis zu der Tatsache, daß man hiererorts die über der Scheiße in den Häusern kreisenden Fliegen ausschließlich mit Folianten erschlägt oder daß diese Gemeinde vielleicht das Oberzentrum gefinkelter Buchprüfung darstellt, eines Gewerbes also, welches, ganz anders, als Literatur, gänzlich ohne Phantasie auskommt und dergleichen mehr.
Dies ist die Stadt, die trotz der Mahnungen und Warnungen vieler, nicht nur der Fachleute sondern auch vieler ihrer Einwohner, ihre Kanalisation mitsamt der Scheiße an die Amerikaner verkaufte und den ganzen Rotz jetzt verlustreich zurücknehmen mußte, weil selbst der Amerikaner mit Scheiße aus Bochum nichts anfangen kann. Vielleicht hätte man die Verwaltung verkaufen und die Scheiße behalten sollen ...
Dies ist die Stadt, die eine Image-Kampagne in Auftrag gab, und die dann, nach Vergabe dieser Schwachsinnsidee ausgerechnet an eine, wie es scheint mental, wie handwerklich erloschene Essener Agentur, dem erbrüteten Slogan „Bochum macht jung!“ in paradigmatischer Gedankenarmut auch noch die Zustimmung erteilte, anstatt diesen als leuchtendes Beispiel für die Generalabsens von Intellekt und Verstand und für die geradezu erschütternde und maßlose Dumpfbichelei und Geschmacklosigkeit der sogenannten Werbetreibenden auf die Halde arschdummer Gesichtsfurzereien zu werfen, und, die dann die ganze Sache nicht wegen ihrer stupenden Blödigkeit einstellte, sondern weil es bei der Auftragsvergabe auch noch zusätzlich nicht mit rechten Dingen zugegangen war ...
... dies ist die Stadt, die vollmundig, um nicht zu sagen: großmäulig, die Notwendigkeit zur Installation eines vollkommen unnützen Konzerthauses verkündet, ohne einen Bedarf dafür zu haben und die Kosten des laufenden Betriebes decken zu können, und das alles in einem Kulturraum, der inzwischen über mehr nicht ausgelastete Konzerthäuser verfügt, als er Orchester unterhält, und die das alles dann doch nicht hinkriegt, weil der Regierungspräsident zum Glück solchen und ähnlichen Unfug einer Gemeinde untersagt hat, die ihre Rechnungen in einer Größenordnung im Keller verschlampt, die unsereinen für Jahre in den Knast brächte und die finanziell noch nicht mal in der Lage ist, die Frostschäden des letzten Winters im Straßennetz zu beseitigen ...
Apropos Bildung: Und natürlich ist das auch die Stadt, die ohne mit der Wimper zu zucken und auf das langjährige Betreiben eines gescheiterten ehemaligen Schülers ein seit Generationen über die Grenzen dieser Stadt wirkendes Haus humanistischer Bemühungen, eines jener am Daumen einer Hand abzuzählenden Dinge, die mal wirklich über die Grenzen dieses Weilers hinaus segensreich wirken, die solch ein Gymnasium also einfach weghaut und die Schüler und Lehrer aus den seit 150 Jahren mit Geist, Witz und Verstand imprägnierten ehrwürdigen Mauern in einen PCB-verseuchten Bimsbunker sperrt, um dieses Filetgrundtsück und das Gebäude anschließend an die Justiz zu verscherbeln.
Eigentlich hat der Herr Malmsheimer fast alles gesagt, außer vielleicht, dass mehr als 20 Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, weil die Bürger und Bürgerinnen ja nicht so wichtig sind wie zahlende Besucher.
Was ich mir wünsche?
- Eine Stadt, die die Kreativwirtschaft nicht nur auf dem Papier fördert, sondern real und nachweisbar.
- Eine Innenstadt, in der man den täglichen Bedarf nicht nur ausreichend, sondern nach eigenen Wünschen decken kann.
- Geschäfte, die mehr bieten, als Produkte, die einen Euro kosten und eine Stadtverwaltung, die dem Einzelhandel unterstützend unter die Arme greift.
- Eine Oberbürgermeisterin, die ein Auge für die realen Bedürfnisse der Stadt und ihrer Bürger hat und die sich nicht nur der Kultur widmet.
Und an die Oberbürgermeister: Außen hui, innen pfui ist einfach keine lebenswerte Einstellung, Frau Scholz! Und wo wir gerade dabei sind: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
wortfeilchen
PS: Beschwerden bringen gar nichts. Außer vielleicht, dass die paar hundert Anwohner rund um den Boulevard laut Aussage der Stadt Bochum Verständnis haben müssen und doch umziehen können - Wohnungen gibt es schließlich ausreichend.
PPS: Nächstes Jahr passiert es dann doch, der Umzug privat und beruflich steht an, aber besser macht es die Sache nicht!
Dienstag, 24. August 2010
freizeitvergnügungen im landesmuseum zürich.
Eigentlich besuchten wir das Landesmuseum Zürich, um die vielen martialischen Waffen zu bestaunen. Eigentlich, denn in Wahrheit sind lediglich eine Handvoll Hellebarden und Armbrüste sowie ein paar Schwerter und Dolche zu sehen.
Schade, denn allein die merkwürdige Architektur der Gebäude, die gewöhnsbedürftige Aufteilung der Räume und die unübersichtliche Anreihung der verschiedenden Ausstellungen sind nicht so besuchenswert.
Schade, denn allein die merkwürdige Architektur der Gebäude, die gewöhnsbedürftige Aufteilung der Räume und die unübersichtliche Anreihung der verschiedenden Ausstellungen sind nicht so besuchenswert.
Und weil es eben nicht so prickelnd, übersichtlich und anschaulich war, haben wir eben das Beste aus der Situation gemacht und als Helvetia posiert.
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| Foto: Pierino Cerliani |
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| Foto: Barbara Piontek |
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Montag, 19. Juli 2010
sippentreffen?
Wir sind überall. Anscheinend in Horden. Dabei ist so ein Pony an sich nicht unbedingt ein Herdentier.
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Mittwoch, 9. Juni 2010
drei sind eine zu viel.
Nächste Woche Samstag, also am 19. Juni 2010, findet wie jedes Jahr das Sommerfest der Kulturhauptstadt 2010, die ExtraSchicht, statt. Diese lange Nacht der Industriekultur bietet an 50 Spielorten 200 Events. Ehemalige Zechen und Fördertürme gehören ebenso zu den Stationen, wie Halden und Produktionshallen der Region. Das Besondere ist aber, dass alle Veranstaltungen hauptsächlich zwischen 18 Uhr abends und 2 Uhr morgens stattfinden - eben die Nacht der Industriekultur.
Jedes Jahr besuche ich eine Handvoll der Events, die bei Nacht noch viel spannender sind. Und jedes Jahr verlost die Bochumer Brauerei Moritz Fiege Freikarten für die ExtraSchicht. Dieses Jahr meinte es das Glück richtig gut mit mir - meine Familie hat drei Freikarten gewonnen. Da wir aber lediglich zwei benötigen - man muss dem Schweizer ja auch mal ordentliche Industrie & Kultur bei Nacht zeigen - haben wir eine Karte übrig und zu viel.
So eine Freikarte beinhaltet den freien Eintritt zu allen teilnehmenden Spielorten und Programmen des ExtraSchicht sowie freie Fahrt im Nahverkehr des VRR, VRS, VRL und VGN in der 2. Klasse am Veranstaltungstag und bis 7 Uhr am folgenden Tag. Dazu kann man zwischen 18 und 3 Uhr auch den ExtraSchicht-Shuttle-Service kostenlos nutzen.
Weil umsonst, für lau und kostenlos mag ich die nicht benötigte Karte gerne verschenken - aber an wen? Wer will?
Muss auch keiner was dafür tun, außer mir Namen und Anschrift nennen, ich schicke sie dann per Post zu. Einfach bei mir melden! Sollten sich wider Erwarten mehr Bedürftige als Karten einstellen, erlaube ich mir das Los entscheiden zu lassen.
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PS. Sollten sich wider Erwarten mehr Bedürftige als Karten einstellen, erlaube ich mir das Los entscheiden zu lassen.
PPS. Erwähnenswert, weil toller, authentischer Slogan: Fiege. Aus Bochum und aus Liebe.
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Dienstag, 25. Mai 2010
Mittwoch, 28. April 2010
taschengeld & urzeitfische = yps
Mein Taschengeld reichte übrigens für die Urzeittierchen und das passende Futter, aber sie zeigten sich nie. Das Wasser entwickelte sich lediglich zu einer ungesund aussehenden und übelriechenden Brühe. Ein Schulfreund behauptete, seine wären zahlreich geschlüpft und äußerst fidel, aber zu sehen bekamen wir sie nie.
wortfeilchen
PS. Danke an Doro für den Fund.
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Mittwoch, 14. April 2010
kindheitserinnerungen: eis vonne bude.
Ich bin in der Nähe des Bochumer Stadtparks aufgewachsen. Dort kenne ich jeden Baum, jeden Strauch, jede Abkürzung und jede Eis-Quelle. Ohne eine Straße überqueren zu müssen - was für meine Eltern sehr wichtig war - erreichte ich eine der weltbesten Eisdielen, das Gondola. Ich hatte das Glück, mit der Tochter des Hauses befreundet zu sein und kam so manches Mal in den Genuss einer kostenlosen Kugel Eis. Damals fiel meine Wahl meistens auf Erdbeere oder Vanille.
Aber manchmal überquerten wir zum Entsetzen ihres Vaters, dem stolzen Eismann, einfach den Schulhof des Goethe-Gymnasiums, sprangen über einen Zaun und standen vor unserer Bude. Dort erwartete uns bereits Konny, ein gemütlicher, uns damals uralt erscheinender Mann und seines Zeichens Inhaber der Bude. Geduldig war er, schließlich mussten wir hier für unser Eis bezahlen. Unser Taschengeld war knapp bemessen und das Studium des Langnese-Eiskarte erforderte darum genaues Überlegen.
Praktischerweise habe ich bei electrobeans eine Eiskarte aus dem Jahre 1980 gefunden, was hilft, mein damaliges Dilemma anschaulich zu machen:
An Zonga und Snobby kann ich mich gar nicht erinnern, ich konzentrierte mich stets auf Dolomiti und Brauner Bär. Dolomiti habe ich sicher auch meine bestehende Schwäche für grünen Wackelpudding zu verdanken, während mich Brauner Bär nicht nur durch seine Schokoladenummantelung, sondern besonders durch seinen Karamellkern beeindruckte. Kerr, war dat lecker!
Und heute anne Bude? Gibt's nicht mehr. Kein Dolomiti, kein Brauner Bär - und dafür bin ich gerade extra die Treppe runter und über die Straße anne Bude. Brauner Bär gibt es, schmeckt aber ganz anders und dazu noch viel weniger und ganz anderes Karamell! Pöh!
wortfeilchen
PS. Vielen Dank für die Inspiration @verlassener.





























