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Montag, 26. Juni 2017
ruhrdeutsch: lecker bremsklötze für zum essen.
Meine Sprache verrät, woher ich komme. Mein Vokabular kann mich auch in einer globalen Welt verorten. Blöd nur, dass genau das wohl doch nicht immer funktioniert. Jedenfalls nicht, wenn es um die Wurst, ähm, Frikadelle geht. So heißt der Fleischklops nämlich offiziell in meiner Gegend, dem Ruhrgebiet. Inoffiziell und weitaus häufiger ist aber die wenig schmeichelhafte Bezeichnung Bremsklotz. Ja, wirklich, wir machen, braten und essen kalte und warme Bremsklötze mit und ohne Senf. Dabei ist es egal, ob die Dinger ein bisschen zu lange oder scharf gebraten wurden - selbst blasse Frikadellen sind Bremsklötze.
An sich, denn auch Türstopper, Löwenköttel, Bauarbeiterpraline, Bärenköttel, Frikadösen und Friko kenne ich als Synonyme des Wortes Frikadelle. Mein Mann, der aus der Deutschschweiz stammt, nennt sie übrigens Hacktätschli und nur Hacktätschli. Klingt das eigentlich besser und ansprechender?
Und Ihr so?
Sonntag, 18. Juni 2017
die mär vom friseur und seinen genderspezifischen preisen.
Ich gehe gar nicht gerne zum Friseur. Lieber gehe ich zum Zahnarzt. Ab und an muss ich, ich habe sehr kurze Haare, aber wollen will ich nicht. Es sind viele Kleinigkeiten, die sich rotten und ein geballtes Hindernis ergeben:
Ich mag nicht drei oder sechs Monate im Voraus einen festen Termin vereinbaren, ich mag nicht so weit in die Zukunft planen, das schränkt mich ein, also gehe ich zu einem Friseur, den ich relativ spontan aufsuchen darf.
Ich mag auch nicht warten. Die meisten Salons sind laut und riechen penetrant nach Parfüm, also warte ich draußen und hätte gerne eine maximale Wartezeit von 5 bis 10 Minuten. In der Realität hocke ich 30 bis 45 Minuten sinnlos herum, bekomme einen Platz zugewiesen, warte wieder, bekomme die Haare gewaschen, warte wieder, bekomme die Haare geschnitten und gehe zur Kasse, wo ich wieder warte. Ein Vorgang, der innerhalb von 15 bis 20 Minuten erledigt sein könnte, zieht sich hin und am Ende fehlen mir zwei Stunden.
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https://unsplash.com/photos/RdHma30logY
by Dayne Topkin
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Ich mag auch nicht warten. Die meisten Salons sind laut und riechen penetrant nach Parfüm, also warte ich draußen und hätte gerne eine maximale Wartezeit von 5 bis 10 Minuten. In der Realität hocke ich 30 bis 45 Minuten sinnlos herum, bekomme einen Platz zugewiesen, warte wieder, bekomme die Haare gewaschen, warte wieder, bekomme die Haare geschnitten und gehe zur Kasse, wo ich wieder warte. Ein Vorgang, der innerhalb von 15 bis 20 Minuten erledigt sein könnte, zieht sich hin und am Ende fehlen mir zwei Stunden.
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Mittwoch, 8. Juli 2015
musse schlackern. abba ordentlich.
Ich sammele sie immer separat in einer Wäschebox und alle paar Wochen sind sie dran, die Handtücher. Handtücher sind nämlich eine Wissenschaft für sich. Also, nicht das Handtuch an sich, aber der Umgang mit selbigen. Nee, auch nicht beim Abtrocknen, sondern beim Waschen. Eigentlich beim Waschen, Aufhängen und Abnehmen, Zusammenlegen und Wegpacken der Handtücher.
Das sage nicht ich, das trichterte mir Omma ein: Dat is nemmich sone Sache.
Dat mit dem Waschen geht ja noch. Da kannze an sich nicht so viel bei falsch machen, begann sie ihren Lehrgang. Bunte Hantücha aufn Haufen un weiße aufn andern. Wenn die nich mehr so schön sin, dann musse die bleichn, dann gehn die wieda. Schön heiß waschn, unter 60 °C geht da nix. Auch die buntn, die können dat ab. Wennse wat taugn. Bei Hantücha tusse bessa nich sparn, dat rächt sich nemmich späta. Un nich son billges Waschpulva nehm, lech wat an. Ich nehm Ariel, Persil geht vielleich au, abba nich vom Aldi, dat taucht nix.
Dann gehtet abba ers los mitti Maloche, warnte Omma an dieser Stelle, am besten is, wennze die gewaschenen Hantücha nach draußn hängs. So richtig in Garten. Auffe Leine oda schön ordentlich anne Spinne. Damit die flattern können. Dann sind die fix trockn, riechn gut un behalt ihre Form. Die können auch bissken nass werdn und so richtich knackign Frost, der macht die Dinga schön muckelich.
Nun wurde es persönlich, an dieser Stelle setzte Omma immer demonstrativ den Zeigefinger vor meine Nase: Un nie vergessn! Hantücha musse schlackern!! Imma!!! Abba ordntlich!!!! Volle Pulle, bisse dat inne Arme merks. Vorm und nachm Aufhängn. Hörsse? Wennze dat nemmich nich machs, dann reibs Dir naher die Fott wund. Un dat is nich schön, dat kannze ner alten Frau glaubn. Also: Nasset Hantuch ausm Korb nehm, so richtich ausse Arme raus schlackern un ers dann aufhängn! Dat Schlackern gibt son Geräusch. Wennze dat nich hören tus, dann hasse nich richtich geschlackert und die Hantücha hängn rum wie welken Sallat. Un beim Abnehm wieda schlackern un dann zusammlegn. Auf Kante. So richtich akkerat.
Bügeln? Ach wat, wennze Handtücha ordentlich schlackern tus, dann brauchsse nix bügeln. Wirs sehn, wie schön dat in Dein Schrank aussehn tut. Un sach dat dem Oppa nich, abba ich tu ja imma noch Spritza Kölnisch Wasser oder Tosca bei. Dat riech ich so gerne.
Bei uns im Handtuchfach sieht es nicht aus wie in Omma ihrn Schrank. Wahrscheinlich fehlt doch Kölnisch Wasser. Oder Tosca. Oder mein Schweizer Ehegespons weiß nicht, wie man Handtücher richtig schlackert.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss zum Lehrgang. Damit der Mann das mit dem Schlackern endlich mal hinkriegt.
PS: Omma gab sich natürlich nicht mit dem Schlackern von Handtüchern zufrieden. Keine halben Sachen, alles, jedes einzelne Stück und Teil Wäsche, das aus der Waschmaschine kommt, muss geschlackert werden, aufgehängt, abgenommen und noch einmal geschlackert werden. Aber ordentlich.
Das sage nicht ich, das trichterte mir Omma ein: Dat is nemmich sone Sache.
Dat mit dem Waschen geht ja noch. Da kannze an sich nicht so viel bei falsch machen, begann sie ihren Lehrgang. Bunte Hantücha aufn Haufen un weiße aufn andern. Wenn die nich mehr so schön sin, dann musse die bleichn, dann gehn die wieda. Schön heiß waschn, unter 60 °C geht da nix. Auch die buntn, die können dat ab. Wennse wat taugn. Bei Hantücha tusse bessa nich sparn, dat rächt sich nemmich späta. Un nich son billges Waschpulva nehm, lech wat an. Ich nehm Ariel, Persil geht vielleich au, abba nich vom Aldi, dat taucht nix.
Dann gehtet abba ers los mitti Maloche, warnte Omma an dieser Stelle, am besten is, wennze die gewaschenen Hantücha nach draußn hängs. So richtig in Garten. Auffe Leine oda schön ordentlich anne Spinne. Damit die flattern können. Dann sind die fix trockn, riechn gut un behalt ihre Form. Die können auch bissken nass werdn und so richtich knackign Frost, der macht die Dinga schön muckelich.
Nun wurde es persönlich, an dieser Stelle setzte Omma immer demonstrativ den Zeigefinger vor meine Nase: Un nie vergessn! Hantücha musse schlackern!! Imma!!! Abba ordntlich!!!! Volle Pulle, bisse dat inne Arme merks. Vorm und nachm Aufhängn. Hörsse? Wennze dat nemmich nich machs, dann reibs Dir naher die Fott wund. Un dat is nich schön, dat kannze ner alten Frau glaubn. Also: Nasset Hantuch ausm Korb nehm, so richtich ausse Arme raus schlackern un ers dann aufhängn! Dat Schlackern gibt son Geräusch. Wennze dat nich hören tus, dann hasse nich richtich geschlackert und die Hantücha hängn rum wie welken Sallat. Un beim Abnehm wieda schlackern un dann zusammlegn. Auf Kante. So richtich akkerat.
Bügeln? Ach wat, wennze Handtücha ordentlich schlackern tus, dann brauchsse nix bügeln. Wirs sehn, wie schön dat in Dein Schrank aussehn tut. Un sach dat dem Oppa nich, abba ich tu ja imma noch Spritza Kölnisch Wasser oder Tosca bei. Dat riech ich so gerne.
Bei uns im Handtuchfach sieht es nicht aus wie in Omma ihrn Schrank. Wahrscheinlich fehlt doch Kölnisch Wasser. Oder Tosca. Oder mein Schweizer Ehegespons weiß nicht, wie man Handtücher richtig schlackert.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss zum Lehrgang. Damit der Mann das mit dem Schlackern endlich mal hinkriegt.
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| Omma würde mir das niemals durchgehen lassen. |
PS: Omma gab sich natürlich nicht mit dem Schlackern von Handtüchern zufrieden. Keine halben Sachen, alles, jedes einzelne Stück und Teil Wäsche, das aus der Waschmaschine kommt, muss geschlackert werden, aufgehängt, abgenommen und noch einmal geschlackert werden. Aber ordentlich.
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Montag, 5. Mai 2014
werbung: hauptsache tot, hauptsache lustig und immer kreativ.
Menschen unterscheiden sich. Einer ist so, ein anderer so. Das gilt für alle Lebensbereiche und auch für den Tod. Manche Menschen betrachten das Sterben, den Tod und die Bestattung als hochernste Angelegenheit, die viel mit Würde und Pietät zu tun hat. Religiöse und moralische Traditionen und Glaubensmuster spielen ebenfalls eine mehr oder weniger wichtige Rolle, während genau diese Dinge anderen Menschen völlig abgehen: Sie sehen den Tod prosaisch als natürliches Ereignis, wo Pathos und Gott nichts zu suchen haben und der Rest Mensch einfach unter die Erde gebracht wird. Also ein ziemlich schwieriger Bereich, um zielgruppengerecht zu werben.
Ganz anschaulich wird das Problem mit einem Blick auf diese Werbung. Eine baumgesäumte Straße führt zu einem Bochumer Friedhof, den Freigrafendamm. Auf der rechten und linken Straßenseite vor dem Eingang zum Friedhof betreiben zwei oder drei Gärtnereien bzw. Blumemläden bzw. Bildhauer ihr Gewerbe, von denen einer wohl dem Bund deutscher Friedhofsgärtner angehört, die wiederum einen Verbund namens Dauergrabpflege - Leben braucht Erinnerung gegründet haben und die Es lebe der Friedhof! zu verantworten haben.
Das Motiv, nun ja, es ist Geschmackssache: Manche Menschen finden Bild, Text und Aussage möglicherweise erfrischend, passend oder auch witzig, andere wiederum völlig daneben, fast schon beleidigend.
Neben dieser Anzeige gibt es weitere, die auf der Seite Es lebe der Friedhof! gezeigt werden. Die Kampagne heißt Gräbern ein Gesicht geben. So möchten 2000 Friedhofsgärtnereien in NRW ihre Vision eines modernen, kreativen und inspirierenden Friedhofs mitteilen und ihren Beruf vorstellen, der modern und ideenreich ist und gleichzeitig alle Kundenwünsche erfüllen kann.
Klappt das? Oder hapert es mit der Umsetzung? Und ist Es lebe der Friedhof! nicht schon ein Oxymoron?
Ganz anschaulich wird das Problem mit einem Blick auf diese Werbung. Eine baumgesäumte Straße führt zu einem Bochumer Friedhof, den Freigrafendamm. Auf der rechten und linken Straßenseite vor dem Eingang zum Friedhof betreiben zwei oder drei Gärtnereien bzw. Blumemläden bzw. Bildhauer ihr Gewerbe, von denen einer wohl dem Bund deutscher Friedhofsgärtner angehört, die wiederum einen Verbund namens Dauergrabpflege - Leben braucht Erinnerung gegründet haben und die Es lebe der Friedhof! zu verantworten haben.
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| © barbara piontek |
Das Motiv, nun ja, es ist Geschmackssache: Manche Menschen finden Bild, Text und Aussage möglicherweise erfrischend, passend oder auch witzig, andere wiederum völlig daneben, fast schon beleidigend.
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| © barbara piontek |
Neben dieser Anzeige gibt es weitere, die auf der Seite Es lebe der Friedhof! gezeigt werden. Die Kampagne heißt Gräbern ein Gesicht geben. So möchten 2000 Friedhofsgärtnereien in NRW ihre Vision eines modernen, kreativen und inspirierenden Friedhofs mitteilen und ihren Beruf vorstellen, der modern und ideenreich ist und gleichzeitig alle Kundenwünsche erfüllen kann.
Klappt das? Oder hapert es mit der Umsetzung? Und ist Es lebe der Friedhof! nicht schon ein Oxymoron?
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Mittwoch, 13. November 2013
lokales: alles käse.
Früher war dort ein stinknormaler Supermarkt, der nicht besonders gut und auch nicht besonders schlecht war. Heute ist dort ein relativ unscheinbarer Bio-Supermarkt names Biokauf - eine feine Sache! Was die Sache aber noch viel feiner macht, ist Karsten Buhr, der dort nämlich mit 12 Metern Länge die längste Bio-Käse-Theke Deutschlands führt.
Obwohl, führen ist der falsche Ausdruck, denn Karsten lebt und liebt Käse. Das merkt man ganz schnell. Ja, er lässt probieren und hat eine immense Auswahl der verschiedenen Käsesorten der Welt, aber er ist noch ein bisschen netter, freundlicher, herzlicher, offener - und er lächelt mehr als andere.
Gut, es liegt natürlich auch an seinen Produkten: Vielleicht liegt es daran, dass er einer der wenigen ist, der außerhalb der Schweiz einen feinen Gruyère anbietet, der nach etwas schmeckt (weil er mindestens 12 Monate reifen durfte) und die vielen kleinen, von mir so geliebten Salzkristalle hat. Und Karsten mag, im Gegensatz zum weltbesten Mann, Emmentaler, weil er die schönsten Löcher. Karsten brachte uns auf den Geschmack eines Käses, der Via Mala heißt, und er bietet den vom weltbesten Mann so sehr geliebten Taleggio feil. Eben, gar nicht so einfach bei so vielen Sorten nicht alle mitzunehmen.
So kannte ich Karsten bisher. Aber er hat ein Geheimnis, von dem niemand wusste. Und das bekam der weltbeste Mann gestern zur Käsetüte, so sieht es aus:
Obwohl, führen ist der falsche Ausdruck, denn Karsten lebt und liebt Käse. Das merkt man ganz schnell. Ja, er lässt probieren und hat eine immense Auswahl der verschiedenen Käsesorten der Welt, aber er ist noch ein bisschen netter, freundlicher, herzlicher, offener - und er lächelt mehr als andere.
Gut, es liegt natürlich auch an seinen Produkten: Vielleicht liegt es daran, dass er einer der wenigen ist, der außerhalb der Schweiz einen feinen Gruyère anbietet, der nach etwas schmeckt (weil er mindestens 12 Monate reifen durfte) und die vielen kleinen, von mir so geliebten Salzkristalle hat. Und Karsten mag, im Gegensatz zum weltbesten Mann, Emmentaler, weil er die schönsten Löcher. Karsten brachte uns auf den Geschmack eines Käses, der Via Mala heißt, und er bietet den vom weltbesten Mann so sehr geliebten Taleggio feil. Eben, gar nicht so einfach bei so vielen Sorten nicht alle mitzunehmen.
So kannte ich Karsten bisher. Aber er hat ein Geheimnis, von dem niemand wusste. Und das bekam der weltbeste Mann gestern zur Käsetüte, so sieht es aus:
Welche Umtriebe begegnen Karsten, wenn er nicht in Sachen Käse unterwegs ist? Wir werden erfahren, denn Die Käse-Konnektion geht weiter!
Mehr Infos über Bio-Käse, Bio-Käse Bochum, Karsten Buhr und Die Käse-Konnektion findet Ihr, wenn Ihr auf die jeweiligen verlinkten Begriffe klickt. Ein bisschen Pech habt Ihr, wenn Ihr nicht bei Facebook seid, dann verpasst Ihr nämlich die Fortsetzung von Die Käse-Konnektion. Oder noch besser: Ihr geht direkt in den Laden an der Wittener Straße 111 in Bochum, kauft eine Menge Käse und könnt weiterlesen. Geöffnet ist Biokauf montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr.
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Montag, 8. Juli 2013
versuchsküche: meeresbohnen bzw. meeresspargel.
Gesehen habe ich das Grünzeug in der Gemüseabteilung bereits im Winter, damals hieß das Gemüse Meeresspargel. Allerdings hätte ich eine ganze Kiste, sprich mehr als ein Kilo nehmen müssen, weshalb nur eine Rohkostprobe stattfand, die durchweg positiv, wenn auch nicht aussagekräftig ausfiel. Nun heißt es Meeresbohnen, wird aber in kleinen Döschen verkauft - perfekte Grundlage, um das Futter zu testen.
Roh sieht der europäische Queller, das Fuchsschwanzgewächs (Amaranthaceae) so aus und kann durchaus als Salat gegessen werden. Er riecht nach Meeresbrise und schmeckt knackig, salzig, ein klein wenig pfeffrig wie Radieschen, weist vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit grünem Spargel oder Buschbohnen auf und ist sehr lecker.
Die Haricots de Mer, so der französische Name, standen im Großmarkt zwischen Pulpo und Kieler Sprotten, also im Fischbedarf, wozu sie sicherlich auch sehr gut passen.Wir haben Grashalme und holzig erscheinende Enden entfernt, gewaschen und ihn mit ein wenig Knoblauch in Olivenöl kurz angebraten. Sehr lecker und durchaus vorstellbar mit Scampi und Pasta oder als Salat oder in Essig eingelegt, wie oft im Internet empfohlen.
PS. Gruß aus der Küche an Heidi Hensges, die übrigens eindeutig kauf- und lesbare Bücher schreibt.
Roh sieht der europäische Queller, das Fuchsschwanzgewächs (Amaranthaceae) so aus und kann durchaus als Salat gegessen werden. Er riecht nach Meeresbrise und schmeckt knackig, salzig, ein klein wenig pfeffrig wie Radieschen, weist vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit grünem Spargel oder Buschbohnen auf und ist sehr lecker.
Die Haricots de Mer, so der französische Name, standen im Großmarkt zwischen Pulpo und Kieler Sprotten, also im Fischbedarf, wozu sie sicherlich auch sehr gut passen.Wir haben Grashalme und holzig erscheinende Enden entfernt, gewaschen und ihn mit ein wenig Knoblauch in Olivenöl kurz angebraten. Sehr lecker und durchaus vorstellbar mit Scampi und Pasta oder als Salat oder in Essig eingelegt, wie oft im Internet empfohlen.
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Mittwoch, 26. Juni 2013
Montag, 17. Juni 2013
schnappschuss: sonnenaufgang in bochum.
Drei Tage Hitze stehen uns bevor. Ein dramatischer Sonnenaufgang läutet sie ein. Geht es ruhig an und macht langsam.
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Dienstag, 11. Juni 2013
fundstück von zuhause: willy brandt und hans piontek in bochum.
Damals war die Welt noch in Ordnung. Da konnte man Politikern noch ganz nahe kommen. Sogar anfassen ging. Weil sie vor Ort auftauchten. Ohne Gummistiefel und wenn Not am Mann ist. Jedenfalls in Bochum, irgendwann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Meinem Vater ist das passiert, als Willy Brandt, warum auch immer, nach Bochum kam. Darauf brauchte mein Papa erst mal ein Bier.
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Montag, 20. Mai 2013
fundstück: mein uropa und die buchhaltung.
Die Abneigung gegen Zahlen scheint in der Familie zu liegen. Gut, dass aus mir eine Philologin mit Taschenrechner wurde.
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Freitag, 3. Mai 2013
rundlauf bochum. tag der arbeit. katharina sim.
Rundlauf Bochum. 30.04.2013 bis 05.05.2013. Hinterm Bunker.
Katharina Sim: Solo 13 Sick
Weitere Termine.
Danke, Katharina und Julia.
Katharina Sim: Solo 13 Sick
Weitere Termine.
Danke, Katharina und Julia.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Mittwoch, 24. April 2013
nicht-wonnige werbung: mcdonalds's.
Dieses Plakat stach mir in Altenbochum in die Augen. Wortwörtlich. Und die Frage nach dem Sinn der Sache:
Ein verunglücktes Wortspiel aus stillos und ohne Stiel? Soll das witzig sein? Muss ich mir dabei was denken? Kein Stiel und auch kein Stil, aber guter Geschmack? Ein Beispiel mangelhafter Grammatik- und Interpunktionskenntnisse? Ist das Kunst oder kann das weg?
Kann weg, meine ich, ganz weit weg.
Donnerstag, 18. April 2013
Mittwoch, 3. April 2013
Mittwoch, 27. März 2013
in eigener sache: neues zuhause in bochum gesucht.
Wir haben ein halbes Jahr nach unserem Einzug und ausgiebigen Renovierungen unsererseits eine Kündigung wegen Eigenbedarf erhalten. Ich erspare Euch die Details und bitte Euch, uns bei der Suche nach einem neuen Zuhause zu helfen:
Wir (Texterin und Architekt - beide selbstständig) suchen Wohn- und Arbeitsraum (ca. 120 bis 150 qm) maximal 2 Kilometer vom Hbf. Bochum entfernt. Gerne Altbau, Hinterhaus, Ladenlokal, Praxis etc. mit Terrasse/Garten zur Miete oder zum Kauf.
Wer etwas weiß, hat, jemanden kennt, Details erfahren möchte oder schlicht weitersagen mag und sich gerne bei mir melden will: info(at)wortfeiler.de oder anrufen unter 0234 - 51 646 18.
Wir versprechen auch gerne eine großzügige Einladung zum Menü nach Wunsch. (Wer uns kennt, weiß, das lohnt sich! :-))
Vielen Dank!
Haus/Wohnung in Bochum gesucht!
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Wer etwas weiß, hat, jemanden kennt, Details erfahren möchte oder schlicht weitersagen mag und sich gerne bei mir melden will: info(at)wortfeiler.de oder anrufen unter 0234 - 51 646 18.
Wir versprechen auch gerne eine großzügige Einladung zum Menü nach Wunsch. (Wer uns kennt, weiß, das lohnt sich! :-))
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Montag, 18. Februar 2013
ruhrdeutsch + die bochumer polizei = rollanden
An sich, also ganz grundsätzlich, und bis auf Ausnahmen, schätze ich die Polizei und sehe sie als meinen Freund & Helfer. In Bochum habe ich bisher immer nur sehr freundliche, nette und sympathische Ordnungshüter und -hüterinnen angetroffen, die hilfreich sind. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen. Gepaart mit dem Wissenswert, meiner Neugier und dem Folgen des Polizeitickers der Polizei Bochum bei Facebook ergibt das meist vergnügliche Kurzweil.
Klingt vielleicht ein wenig merkwürdig, schließlich geht es doch immer um Verbrechen, Gewalt, Diebe, Einbrecher und viele andere Dinge, die man nicht erleben möchte und die mich auch nicht anziehen. Aber die verwendete Sprache ist oftmals eine wahre Wonne: Da tauchen Ganoven auf, die brachial und dreist vorgehen. Hach, wunderschöne Worte, die Seltenheitswert haben und mich erfreuen.
Letztes Wochenende ging es in Bochum übrigens fast so zu wie in einer richtigen Stadt; sagt jedenfalls die Meldung. Schaut man genauer hin, liest man dies:
Na und, wird der geneigte Leser sagen, ein Tippfehler halt. Aber nein, sage ich, lasst mir die Freude! Denn die guten alten Rinderrouladen heißen umgangssprachlich in ruhrgebietlichen Gefilden schon mal Rollanden.
Wer mehr lesen und informiert sein mag, hier der Link zum Presseportal der Polizei Bochum und hier der Link zum Facebook-Polizeiticker der Polizei Bochum.
Klingt vielleicht ein wenig merkwürdig, schließlich geht es doch immer um Verbrechen, Gewalt, Diebe, Einbrecher und viele andere Dinge, die man nicht erleben möchte und die mich auch nicht anziehen. Aber die verwendete Sprache ist oftmals eine wahre Wonne: Da tauchen Ganoven auf, die brachial und dreist vorgehen. Hach, wunderschöne Worte, die Seltenheitswert haben und mich erfreuen.
Letztes Wochenende ging es in Bochum übrigens fast so zu wie in einer richtigen Stadt; sagt jedenfalls die Meldung. Schaut man genauer hin, liest man dies:
Na und, wird der geneigte Leser sagen, ein Tippfehler halt. Aber nein, sage ich, lasst mir die Freude! Denn die guten alten Rinderrouladen heißen umgangssprachlich in ruhrgebietlichen Gefilden schon mal Rollanden.
Wer mehr lesen und informiert sein mag, hier der Link zum Presseportal der Polizei Bochum und hier der Link zum Facebook-Polizeiticker der Polizei Bochum.
Montag, 11. Juni 2012
fehlerfund & rechtschreibung: auch die waz spart.
Leider ist es Alltag geworden - Tageszeitungen und Zeitschriften sparen sich Lektoren, Korrektoren und wohl auch die fähigen Mitarbeiter.
Was dabei rauskommt, sieht man diesem Beispiel, das ich in der WAZ gefunden habe. Unschöne Sache.
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Freitag, 4. Mai 2012
fundstück: das fkt in der stadtwerke-kundenzeitschrift.
Sind wir doch mal ehrlich: Elendig viele der sogenannten Kundenmagazine sind langweilig - und niemand liest sie. Die Stadtwerke Bochum bilden keine Ausnahme; auch wenn die kleine Zeitschrift sehr hochwertig layoutet und gedruckt ist, sie ist fade und meist blättere ich sie eher lustlos durch.
Dieses Mal gilt dann aber doch die Ausnahme, denn ein schöner, wenn auch kleiner Artikel namens Kunst made in Bochum über das FKT Bochum ist drin:
Schön zu wissen, dass die Stadtwerke Bochum das Freie Kunst Territorium unterstützen!
Donnerstag, 15. September 2011
altkleider in bochum. eine odyssee.
Früher war alles besser. Oftmals ein blöder Spruch, aber in diesem Fall passt er wie die Faust aufs Auge. Früher gab es nämlich im Bereich der Bochumer Innenstadt Container für Altglas, Altkleider und Schuhe. Seit ein paar Jahren sind diese sang- und klanglos - und ohne Ankündigung - einfach verschwunden.
Mein Altglas muss ich nun sammeln und zum Wertstoffhof bringen oder - wie mir die lokale Müllabfuhr mitteilt - einfach in den Restmüll werfen. Ebenso verfahre ich mit meinen Altkleidern. Container für Altglas, Altkleider und Schuhe gibt es nur noch außerhalb des sogenannten Rings von Bochum.
Nun habe ich drei Tüten voller Altkleider und möchte diese nicht in die Mülltonne werfen oder umständlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Wertstoffhof aufsuchen.
Also habe ich die Müllabfuhr in Bochum, den USB Umweltservice Bochum GmbH angerufen. Dort war man nicht nur sehr freundlich und hilfsbereit, sondern erklärte mir ebenfalls, dass man leider nichts unternehmen könne, denn - und nun kommt es - die Bezirksregierung Bochum-Mitte möchte nicht, dass solche Container das Stadtbild verunzieren und Anwohner möchten ebenfalls keine Container in ihrem Wohnumfeld haben.
Die nächste Altkleidersammelstelle ist in der Nähe des Bergbaumuseums Bochum oder ich müsse einen der beiden Wertstoffhöfe in Bochum aufsuchen oder ich könnte mein Altglas und meine Altkleider in der Restmülltonne entsorgen. Man teilte mir auch mit, dass einige Anwohner in der Innenstadt Bochum sich bereits beschwert hätten, aber sie als Müllentsorger keine Möglichkeiten gegen kommunale Entscheide hätten.
Unzufrieden legte ich auf, dachte nach und rief ein paar lokale karitative Vereine in Bochum an. Vielleicht würden die meine Altkleider nehmen oder wüssten zumindest an wen ich mich wenden kann. Auch dort war man sehr freundlich, konnte mir aber lediglich den Tipp geben, es bei Kirchengemeinden zu versuchen. Natürlich gelangte ich auch dort zu keiner Lösung.
Nun stehe ich hier mit meinen Altkleidern und frage mich, was ich mit denen anstelle?
Ich stelle vermehrt fest, dass die Bochumer Innenstadt sehr wohl dazu geeignet ist, Besucher von außerhalb mit zahllosen Festivitäten anzulocken - um die Anwohner und deren Müll will man sich aber nicht kümmern.
Umweltfreundlich ist das Vorgehen natürlich auch nicht, schließlich muss ich (natürlich mit dem Auto) zum Wertstoffhof fahren oder mein Altglas und meine Altkleider im Restmüll entsorgen. Aber wie dort hinkommen, wenn man nicht mobil ist? Laut USB fragen nämlich sehr viele Senioren nach Sammelcontainern - und werfen recycelbare Rohstoffe mangels Möglichkeiten in die Mülltonne.
Gut, mich stört es in Zukunft nicht mehr persönlich, ich ziehe um und dort finden sich Container, aber den Bewohnern der Bochumer Innenstadt (und den zahllosen Senioren) und der Umwelt, der sogenannten Nachhaltigkeit ist damit auch nicht geholfen.
Liebe Bezirksregierung, liebe Stadt Bochum, liebe Bochumer,
außen hui, innen pfui - das reicht nicht.
wortfeilchen
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