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Sonntag, 18. Juni 2017

die mär vom friseur und seinen genderspezifischen preisen.

Ich gehe gar nicht gerne zum Friseur. Lieber gehe ich zum Zahnarzt. Ab und an muss ich, ich habe sehr kurze Haare, aber wollen will ich nicht. Es sind viele Kleinigkeiten, die sich rotten und ein geballtes Hindernis ergeben:

Ich mag nicht drei oder sechs Monate im Voraus einen festen Termin vereinbaren, ich mag nicht so weit in die Zukunft planen, das schränkt mich ein, also gehe ich zu einem Friseur, den ich relativ spontan aufsuchen darf. 

Ich mag auch nicht warten. Die meisten Salons sind laut und riechen penetrant nach Parfüm, also warte ich draußen und hätte gerne eine maximale Wartezeit von 5 bis 10 Minuten. In der Realität hocke ich 30 bis 45 Minuten sinnlos herum, bekomme einen Platz zugewiesen, warte wieder, bekomme die Haare gewaschen, warte wieder, bekomme die Haare geschnitten und gehe zur Kasse, wo ich wieder warte. Ein Vorgang, der innerhalb von 15 bis 20 Minuten erledigt sein könnte, zieht sich hin und am Ende fehlen mir zwei Stunden.

Mittwoch, 24. Februar 2016

zögern, zaudern, socken stricken.

In der Grundschule lernte ich, wie alle Mädchen damals, sticken, stricken, häkeln. Also, ich sollte das lernen, von wollen war nie die Rede, gefragt wurde auch niemand, das macht man halt so. So lautete der Plan, bzw. der meiner Grundschullehrerin, humorvoller Haudegen der alten Garde. 

Die Sache mit dem Sticken, Häkeln und Stricken stand nun also an. Im Handarbeitsunterricht. Frohen Mutes ging es los – und schief. Das Problem, dessen ich mir in keinster Weise bewusst war? Ich war und bin Linkshänderin. Die einzige Linkshänderin weit und breit und vor allem in der Klasse. Gefühlt im kompletten Universum, denn was ich zustande brachte war alles, aber nicht schön und schon gar nicht das, was die anderen hinbekamen oder die Lehrerin wollte. Ich versuchte es. Das Ergebnis? Knoten, viel zu lockere Maschen, unglaublich stramme Maschen, trapezförmige Topflappen, schief umstrickte Kleiderbügel und traurig anmutende Teddybären. 

Meine Lehrerin versuchte es mit stoischem Druck und gnadenloser Härte. Das muss so und das geht so. Mit rechts. Punkt. Es ging nicht. Ich verstand einfach nicht, was mir da vermittelt werden sollte, ich konnte es nicht umsetzen und sie es mir nicht zeigen. Andere hatten Mütter, Tanten, Omas, die es ihnen zeigten konnten, ich war ziemlich allein auf weiter Flur und tanzte aus der Reihe. Ich verstand nichts und irgendwann wollte ich auch nicht mehr. Also, stricken und häkeln. 

Meine Tanten und Omas zuckten mit den Schultern, aber meine Mutter, reichlich brutal umtrainierte Ex-Linkshänderin, war tapfer: Sie, die mit rechts häkeln, sticken und stricken konnte, übte jeden Abend, wie die Abläufe mit der linken Hand zu bewerkstelligen sein könnten. Erst allein, dann mit mir. Und siehe da, ich biss mich durch, ich strickte (halbwegs entzückende) Teddybären, häkelte (weiterhin ziemlich schiefe) Topflappen und bestickte Taschentücher. Mit links. Nicht sonderlich schnell, von außen merkwürdig anzusehen und mit mäßigem Erfolg, aber ich tat es und die Ergebnisse musste sogar meine Grundschullehrerin zähneknirschend akzeptieren. Lob bekamen die anderen, gute Noten auch.

Diese Erfahrungen hingen mir in den Knochen. So sehr, dass ich die nächsten 35 Jahre keine Wolle mehr in die Hand nahm. Nähen, Nähmaschine – alles gut, aber einen Pullover häkeln oder Socken stricken? Niemals! Nicht einmal einen Schal! Schon bei dem Gedanken wurde mir schlecht und brach mir der Angstschweiß aus. 

Bis vor ein oder zwei Jahren. Da wollte ich Wollsocken. Nicht aus Polyester, Polyamid und sonstigen künstlichen Materialien. Ich wollte Wollsocken. Reine Naturwolle. Weich, warm und natürlich. Gibt es nicht, kriegen wir nicht, nehmen Sie doch was da ist, was Sie wollen, will keiner – kurz: Es gibt keine Wollsocken, die mir gefallen. Lediglich Mischgewebe, schreckliche Farben, merkwürdige Muster. 

Und nun? Socken stricken? Mit 5 Nadeln und dann noch Fersen stricken? Das schaffe ich nicht. Das kann ich nicht. Das Kindheitstrauma verfolgte mich. Ich war blockiert, fast schon ein bisschen verzweifelt. Das Vertrauen in meine Fähigkeiten war kaum bis gar nicht vorhanden. Aber ich wollte Wollsocken. Und ich gebe nicht auf. Niemals. Ich kann alles lernen. Oder zumindest versuchen. Das kann doch nicht so schwer sein! Hallo? Ich habe schon ganz andere Sachen gelernt und geschafft! 

Ich suchte, fragte und schaute mich um. Das Internet, eine Quell des Wissens, war mehr als hilfreich. Denn da war er plötzlich, der Weg, wie ich mit einer Rundstricknadel zwei Socken nicht nur gleichzeitig, sondern auch passend und inklusive Ferse stricken konnte. Aus reiner Wolle. 


Auch wenn es vielleicht nur Socken sind, die ich nun stricken kann, beweisen genau diese schlichten, einfachen Wollsocken eines: 

Mach doch einfach. Lauf nicht weg. Lauf drumherum. Nimm Umwege, aber gib nicht auf. Niemals. Such Dir Deinen Weg. Es gibt nämlich nie nur einen. Es gibt Möglichkeiten. Und wenn etwas für mich und zu mir nicht passt, heißt das noch lange nicht, ich bin unfähig oder blöd. Es bedeutet nur, da ist mehr. Und es gibt immer einen Weg. Und es muss nicht immer der sein, den alle nehmen.

Dienstag, 14. April 2015

kurze texte sind billiger.

Nein, ich möchte mich nicht beschweren, niemanden anprangern, sondern eher ein oder zwei Dinge klarstellen, die mir schon länger auf dem Herzen liegen. Es geht um Texte und die Menschen, die sie schreiben. Einzigartige Texte, individuelle Texte, Content-Texte, Marketing-Texte, Texte, die Suchmaschinen gefallen, Texte, die gut zu lesen und informativ sind. Texte für Blogbeiträge, Pressemitteilungen, Webseiten, Broschüren, Kundenzeitschriften - kurz: Fast alles, was wir lesen, hat jemand geschrieben, der damit ihr und sein Geld verdient und davon lebt. Manche besser, manche schlechter. Also, leben, obwohl das mit dem Schreiben ... nun ja. 

Immerhin, und das schreibe ich bewusst, ist den meisten Menschen klar, dass Texte einen Sinn haben. Über die Qualität von Texten und den Anspruch an Texte könnten wir streiten, da gibt es viele Meinungen, und nicht zuletzt geht es um dem Preis, den Menschen, Kunden und Auftraggeber zu zahlen bereit sind. Sie vertreten manchmal die Meinung, schreiben kann jeder, also ist es keine Kunst, kein Handwerk, kein Talent und auch keine Erfahrung oder Wissen - und dementsprechend günstig sind die Ergebnisse. Das Schreiben liegt uns wohl im Blut, im Land der Dichter und Denker. 

Und nun kommen doch wieder all die schreibenden Menschen ins Spiel: Es beginnt mit der Tatsache, dass Texter kein geschützter Beruf ist. Jeder, der irgendwann einmal irgendwo etwas veröffentlicht hat, kann sich Texter nennen. Das heißt, wenn Tante Klara meinen Aufsatz über Blumen und Bienen in der 8. Klasse so gelungen fand und ich mich berufen fühle, tja, dann bin ich halt Texter und schreibe munter los. Habe ich einen lustigen Kommentar für die Abi-Zeitung verfasst, agiere als Leserreporter des lokalen Käseblättchens, habe einen VHS-Kurs besucht, betreibe ein Blog oder habe ein Buch im Selbstverlag veröffentlicht - schwupps, gehöre ich zur schreibenden Zunft. Ganz schön einfach, nicht? 

Dementsprechend viele Texter und Texterinnen lassen sich finden. Einen Überblick zu bekommen, das ist für Laien recht schwer, schließlich werden wir von Texten dermaßen überschüttet, dass es schwierig erscheint, einen guten von einem schlechten Text zu unterscheiden. Doch, es geht schon: Massenware langweilt, informiert nicht, benutzt Phrasen und leere Floskeln, strotzt vor Fehlern und macht schlicht keinen Spaß. 

Und dann ist da noch der Preis: Ein guter Text ist nicht billig, vielleicht annähernd günstig, aber niemals billig. Und den Preis kann fast jeder beurteilen, indem er rechnet: Wie soll jemand von einem Stundensatz leben, der unter dem Mindestlohn liegt? Sehr schlecht, da bin ich mir sicher. Und warum sollte jemand motiviert, engagiert und kompetent für den Preis einer Tasse Kaffee schreiben? Warum sollte ich meine Fähigkeiten, meine Erfahrung und meine Zeit einsetzen, wenn es sich nicht wenigstens auch finanziell ein wenig lohnt? 

Die meisten Agenturen wissen das, verhandeln zwar gerne, wissen aber genau, wenn sie hochwertige Texte haben möchten, kostet das Geld und lohnt sich. Schließlich bringen die Texte ihren Kunden später Geld und darum geht es doch. Um so erstaunlicher sind Anfragen, die immer mal wieder bei mir eintreffen und zuweilen Empörung auslösen, weil ich eben nicht für 20 oder 30 Euro die Stunde zu haben bin, nicht für 100 Euro eine komplette Webseite betexte und auch keinen Fachbeitrag für 80 Euro schreiben möchte. Solche Anfragen kommen meist von kleineren oder mittleren Unternehmen, Einzelkämpfern oder Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten. Sie arbeiten auch nicht unter ihrem Preis, möchten aber möglichst viel Gewinn einstreichen, weshalb der Text, das Design, das Layout oder das Foto so wenig wie möglich oder besser gar nichts kosten sollen. 

Neben der Entrüstung, die mir manchmal entgegenschlägt, wiederholen sich die Aussagen: Es ist doch nur ein kurzer Text, den tippen Sie schnell runter, der kann doch nicht mehr als eine Handvoll Euro kosten. Machen Sie mal eben, der Text könnte längst fertig sein! Vielleicht haben Sie noch einen Text rumliegen, der tut es für mich. Und ganz besonders schön: Wenn der Text toll ist, bekommen sie ganz viele Aufträge von mir/uns und dann lohnt sich das doch! 

Totschlagargumente, und etwas anderes sind solche Aussagen nicht, halte ich grundsätzlich für dumme Manipulationsversuche, hilflose Akte und vielleicht noch Machtgehabe, aber ernst nehme ich sie nicht. Ich erkläre nicht mehr, warum gerade Überschriften (und auch Headlines, Sublines etc.) und kurze Texte sehr viel Zeit, Arbeit und Können erfordern. Geiz ist geil ist vielleicht ein ziemlich blödes Beispiel, aber wenn es nicht gerade ein Zufallsprodukt war, haben diese drei kleinen Wörter eine Agentur und/oder einen Texter recht lange beschäftigt und (hoffentlich) auch ziemlich viel Geld eingebracht. Das Teil dudelte immerhin überall rauf und runter und hat dem Unternehmen bestimmt beneidenswerte Umsätze beschert. 

Ich könnte solche Anfragen getrost ignorieren, sie lakonisch löschen, wenn sie per Mail kommen, es ändert aber an der Sache nichts und sie kommen dennoch immer wieder. Wie also damit umgehen? 

Und es bleibt die Frage, warum Texterinnen und Texter auf solche Angebote eingehen und sich maßlos unter Wert verkaufen? Verzweiflung? Not? Anerkennung? Ihr Lieben, Ihr macht Euch den Markt selbst kaputt und lebt dazu noch von 20 Euro am Tag, denn mehr verdient Ihr nicht an dem Auftrag und werdet es auch in Zukunft nicht tun. 

Ich muss Euch nicht erklären, dass Eure Krankenkasse und Rente bezahlt werden möchten, die Miete und das Essen auch und von Arbeitsmitteln wie Telefonanschluss, PC, Laptop gar nicht zu reden. Wohnt Ihr alle im Keller Eurer Eltern oder habt Ihr einen Partner, der für Euch sorgt und schreibt Ihr nur zur Selbstverwirklichung? Und wie fühlt Ihr Euch so als Fließbandarbeiter? Entrüstet Ihr Euch auch ausreichend über böse Kunden, die Euch darben lassen? Tja, dann bekommen ein paar von Euch auch das, was sie verdienen. Nämlich, kurze Texe sind billiger. 


Freitag, 1. November 2013

fundstück: usb-zeug.


USB-Staubsauger - falls unterwegs mal Krümel anfallen? USB-Massageball - für die kleine Entspannung zwischendurch?

Nun ja, was soll ich sagen? Unnützes Zeug wäre eine Möglichkeit.

Samstag, 11. Dezember 2010

in eigener sache: kulinarische schnappschüsse der letzten woche.

Üblicherweise kochen mein Mann und ich so ganz für uns allein - und schwelgen in Genüssen. Manchmal twittern wir ein Foto der spontanen und reichlich schmackhaften Ergebnisse. Und heute zeige ich Euch, was wir in der letzten Woche u. a. gegessen haben:

Tarte Tatin mit improvisierter Vanille-Mascarpone

Hirsch mit Champignons, Steinpilzrisotto, Paprika in Orangensauce und Endivien im Speckmantel

Improvisierte Quiche

Rote Inge von der Seite

Rote Inge von oben

Selbstgemachter Vanillepudding & selbstgemachter Schokoladenpudding

Gewellte Spagetti Bolognese mit Pfiff

wortfeilchen

PS. Falls Ihr Rezepte haben möchtet, müssen wir Euch enttäuschen, die haben und nutzen wir nicht.

Montag, 23. August 2010

update sulkytramper holger steffens - in bildern.

Manchmal erwischt es auch mich, der Zeitdruck bricht über mich herein. Aus diesem Grund heute ein Update, das nur aus Fotos besteht:










wortfeilchen

Dienstag, 6. Juli 2010

have a break. have a kitkat. break a vuvuzela.

Spätestens morgen geht es wieder los, das elende Getröte der Vuvuzelas. Nestlé und die Agentur JWT Brüssel springen vielleicht auf den Zug auf, aber es ist eine schöne Idee, oder nicht?


wortfeilchen

PS. Quelle.

Donnerstag, 24. Juni 2010

youtube & vuvuzela.

Ich sage jetzt besser mal nichts. Eigentlich, denn uneigentlich habe ich ganz viel zu sagen. Mir ist Fußball völlig gleichgültig. Egal, ob es eine WM ist oder die Regionalliga - es interessiert mich nicht die Bohne.

Keine Ausnahme bin ich aber, wenn diese furchtbaren Tröten namens Vuvuzela erschallen. Ging ich bisher davon aus, im Internet bliebe ich von diesen Nilpferden, die sich gequält entleeren, verschont, so hat mich der Hoppe eines Besseren belehrt; denn youtube hat den Vuvuzela-Button in Form eines Fußballs eingeführt. So kann man nun, wenn man denn wirklich will, dieses spaßige Instrument ertönen lassen - und es bleibt weiterhin nervtötend. 


Und weil Ihr mir sicher nicht wirklich glaubt, hier der Link zu einem youtube-Video - klickt ruhig mal auf den Fußball. (Anmerkung: Funktioniert anscheinend nicht bei eingefügten Videos, sondern nur direkt bei youtube)


Ich übe mich in Schweigen. Zumindest bis die Weltmeisterschaft durch ist und hoffentlich jede einzelne Vuvuzela im Keller verstaubt.

wortfeilchen

Mittwoch, 23. Juni 2010

wohnen für kreative in bochum.

Wo möchten Kreative wohnen? 

Diese Frage stellt die Ruhr-Universität Bochum, genauer gesagt das Geographische Institut, das zu einer kleinen Umfrage bittet, in der die Wohnpräferenzen von Mitarbeitern der Kreativwirtschaft geklärt werden sollen. Auftraggeber ist die Stadt Bochum, die sich dafür interessiert, wo die kreativen Köpfe der Stadt leben wollen, um so die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern.

Warum ausgerechnet Kreative? 

Scheinbar gibt es ein überdurchschnittliches Wachstum in der Bochumer Kreativwirtschaft. 

Inhalte der Umfrage sind zum Beispiel Branche, Arbeitszeiten, jetziger Wohnort, möglicher Umzug nach Bochum und den Wohnverhältnissen (Miete/Eigentum, Größe, WG oder Partnerschaft o. ä., Bauart des Hauses/der Wohnung usw.). 


Auch die Umgebung interessiert: Es folgen Fragen nach dem Weg zur Arbeit, der Infrastruktur, der Miethöhe, sogar nach dem Image des aktuellen Wohngebietes. Zudem möchte die Stadt wissen, ob man plant, bald umzuziehen, welche Gewichtung bestimmte Dinge dabei haben und welchen Wohnort man sich vorstellt.


Der Fragebogen besteht aus 32 Fragen, deren Beantwortung etwa 10 Minuten dauert und ist bis zum 1.7.2010 hier online.

jenny

Sonntag, 23. Mai 2010

update: biketramper holger steffens im sauerland.

Tag 2 der biketramper-Tour und Holger Steffens hat es - mit üblen Muskelkater versehen - von Essen nach Solingen und ins Sauerland an den Möhnesee geschafft. Dort hat er hoffentlich gerade viel Spaß im Bikertreff Wolfs Revier.


Fragt sich, ob er die heutige Tagesetappe Kassel auch noch hinkriegt?!

wortfeilchen

Montag, 18. Januar 2010

damals.

Damals war alles anders. Früher war es einfacher und leichter - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn ich vor 15 oder 20 Jahren das Haus verließ und ausging, reichte es, wenn ich meinen Wohnungsschlüssel und mein Portemonnaie in die Jacke steckte. Vielleicht kam dazu noch eine Schachtel Zigaretten, ein Feuerzeug und ein Lippenpflegestift. Das war's. Ich war gerüstet- Für einen ausschweifenden Abend, eine lange Nacht.

Heute ist das anders. Da hat man ein dickes Portemonnaie voller Kredit- und Kundenkarten, dafür selten Bargeld. Der iPod oder ein sonstiger MP3-Player muss ebenso mit wie das iPhone bzw. ein internetfähiges Handy, schließlich muss man dauernd erreichbar und informiert sein. Dazu gesellen sich in meinem Fall noch der Autoschlüssel, der Garagenschlüssel, ein Kosmetiktäschen inklusive diverser Artikel für den eventuellen Notfall, Visitenkarten und natürlich ein Notizheft, falls mich eine Idee überkommt und unbedingt aufgeschrieben werden will. Manche schleppen noch regelmäßig ein Net- oder Notebook mit sich rum.

Bei Tina und ihren Habseligkeiten sieht es so aus:



Kein Wunder, dass wir alle so bepackt sind. Verpassen wir etwas, wenn wir etwas vergessen?

Manchmal wünsche ich das Damals zurück.

wortfeilchen

Sonntag, 1. November 2009

Sinn & Unsinn der Energiesparlampe

Es passiert diese Woche: Ein Tönchen auf dem Örtchen, das ich so dort noch nie hörte. Ein lautes Knallen ward es und die Glühlampe (E27, 100 Watt) zersprang in der dazugehörigen Lampe in verschiedene Einzelteile.

Macht nix, wird man denken. Aber macht wohl was, denn die entsprechende Badlampe verfügt über ein schützendes Gehäuse im Industriedesign. Dieses ist einer Kellerlampe nicht unähnlich und verfügt daher lediglich über ein begrenztes Raumangebot für eine Glühlampe. Bisher ward es kein Problem, aber nun sind die passenden Birnen, die nicht Birnen heißen, ja verboten. Aber ich habe noch keine Energiesparlampe gefunden, die in die Lampe passt. Jedenfalls nicht, wenn ich die Lampe noch schließen möchte; was sich empfiehlt, dass mein Bad eine so genannte Nasszelle ist. Weiterhin dimme ich die Lampe gerne zum entspannenden Bad im Bad. Geht aber mit einer Energiesparlampe auch nicht.

Und was ist überhaupt, wenn mir so eine Energiesparlampe in viele kleine Teile zerspringt? Schnell panikartig aus der Badewanne springen (und die Chancen möglicher Knochenbrüche und ähnliche unangenehme Dinge in Kauf nehmen), großzügig lüften (und mir dabei nackig und nass eine Lungenentzündung holen), Handschuhe oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen stets bereithalten, die Scherben in eine verschließbare Plastiktüte legen und dann entsorgen.

Ich bin mal durch meine heiligen Hallen gewandelt und habe geschaut, wie viele Lampen zumindest komisch aussehen werden bzw. in ihrer derzeitigen Verwendungsart gar nicht mehr benutzt werden können. Das Ergebnis ist niederschmetternd und bedeutet, ich muss mich entweder auf die Suche nach besonderen Energiesparlampen begeben oder 90 Prozent meiner Lampen austauschen. Sorry, aber ich finde, die Sache stinkt!

Was bringt es, wenn ich Energiesparlampen kaufe, die erheblich teurer als die üblichen sind, dabei nicht optimal passen oder doof aussehen und dann ganz viele neue Lampen kaufen muss, deren Produktion dem Klima sicherlich nicht hilft. Und mal unter uns: Wo geht denn die ganze Energie hin, die wir durch Energiesparlampen so einsparen? Die wird doch sicherlich verkauft.

Könnte mir bitte jemand den praktischen Sinn von Energiesparlampen erläutern? Oder bin mit meinen Gedanken alleine?

wortfeilchen

Montag, 3. August 2009

So was gibt es also auch ...



... und bitte keine Fragen oder Mutmaßungen, wie ich auf diese Werbung gestoßen bin -- alles ganz unverfänglich.
 
wortfeilchen

Montag, 6. Juli 2009

Auftragsmord oder Scheidung?

Mein dreister, desinteressierter Telefon- und Internetanbieter in Magenta,

so ganz langsam spiele ich mit dem Gedanken Dich nicht nur aus meinem Leben, sondern zum Wohle der Menschheit ebenfalls aus der Welt zu schaffen!

Letzten Samstag nutzte ich die Gelegenheit und ging sicherheitshalber noch einmal in eine Deiner zahlreichen Filialen, einen so genannten T-Punkt (Anspielungen auf G-Punkt oder so unterlasse ich an dieser Stelle besser).

Spannend, denn dort fiel auf, dass meine Beschwerde nicht einmal vermerkt war. Nachdem das kleine Helferin intern mit der zuständigen Stelle telefonierte, sagte sie mir zu, dass Montag, also heute Deine Schwiegereltern wieder fröhlich telefonieren könnten. Meine Nachfrage, ob man nicht ein Notfallhandy zur Verfügung stellen könne, lief in stumme Leere. Stattdessen bot man mir einen Handyvertrag mit passendem Senioren-Notfallhandy an -- für 199,00 Euro. Dreister geht es wohl kaum noch.

Über das Wochenende übte ich mich also in Gelassenheit und informierte Deine Schwiegereltern persönlich über den Stand der Dinge -- um Dich heute erneut anzurufen, weil man sich ja nicht wie versprochen bei mir meldet. Nun wird es richtig prickelnd!

Eine freundliche schwäbelnde Dame teilte mir relativ desinteressiert mit, die Schaltung sei vorgenommen, nun würde eine Störung an der Schnittstelle vorliegen, die laut Termin am 10.07.2009 behoben werden würde. Bumms! Ungläubig fiel mir fast der Telefonhörer aus der Hand. Insgesamt eine Woche willst Du Deine Senioren-Schwiegereltern ohne funktionierenden Telefonanschluss lassen? Kann ja wohl nicht angehen!!!

Auf die Frage, warum man mich denn nicht -- wie hoch und heilig versprochen -- informiert habe, kam die lapidare Antworte, das wisse man auch nicht, schließlich sei vermerkt, der Sohn erwarte einen Rückruf.

Der Sohn, der immer noch eine Tochter ist, wird gleich erneut zu seinen Eltern wackeln und diese informieren, dass der Schwiegersohn (hui, ich lebe in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft) erneut Mist gebaut hat!

wortfeilchen

Donnerstag, 11. Juni 2009

Promi-Haare

Tja, die Tina fing wieder an. Nein, eigentlich fing Bossy an - wenn es denn funktioniert hätte. Bei mir hat das Experiment funktioniert, auch wenn das Ausgangsmaterial von der Qualität nicht so ganz prickelnd ist, überzeugen mich die Ergebnisse von Erkenntnissen, die ich schon kannte:

Kurze Haare stehen mir ebenso wie lange und bei der Farbwahl sollte ich mich in meinem natürlichen Farbkreis (offiziell hellblond-kupfer-gold-asch oder so) bewegen. Dunkel macht mich alt, der Wunsch nach einem Feuermelder-Kopf steht mir nicht und Pony macht mich wieder sehr jung.

Oder ich warte auf Empfehlungen!




wortfeilchen

PS: Premiere!! Fotos als Film - ich bin stolz wie Oskar!

PPS: Wer auch spielen mag, einfach hier klicken.

Dienstag, 7. April 2009

Männer, Frauen & die (Finanz-) Krise

Ein Artikel, der mit folgenden Worten beginnt, kann nur richtig gut werden:

Hochmut kommt vor dem Phall

Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise der Männer. Im Ernst: Wäre Frauen der ganze Mist passiert?

Das Schlimmste an der Krise ist, dass sie so langweilig ist. Immer noch sieht man in den Nachrichten lauter Männer in knitterfreien Anzügen, die unbeirrt knitterfreie Textbausteine vortragen. Marktbereinigung, wird schon wieder, blablabla.

(Quelle: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28502/2/1#texttitel)

Der komplette Artikel macht einfach nur Spaß und ist besonders schön, weil die süffisante Schreibe einem Mann, Hermann Droske, gehört. Daher looos - hier lesen!

wortfeilchen

Freitag, 3. April 2009

Spannend oder nervig?

Wie man ein Stückchen weiter unten sieht, habe ich heute ein Video von YouTube eingebettet. An sich kein Problem und kein Grund zur Verwunderung, wenn sich Firefox und IE nicht in der Darstellung unterscheiden würden:


Dank Doro habe ich erfahren, dass der IE anpasst, Firefox aber nicht, also die Grafikerin meines Vertrauens gefragt, was ich tun könnte? Schlau und schnell rechnete sie um, ich änderte das Höhen- und Seitenverhältnis und nun sieht das Ganze doch viel besser aus, oder?

Montag, 30. März 2009

Hai-Tee

Elke ist sehr aufmerksam, sie hat sich gemerkt, dass ich eine absolute Teetrinkerin bin und mir eine witzige und wunderschöne Alternative zum herkömmlichen Teesieb empfohlen:

Richtig gut gefällen mir auch die Worte des Designers, die erfrischend pragmatisch und auch ein wenig poetisch klingen:
INFUSION means to extract certain properties from an soluble ingredient such as tea leaves, herbs or fruit by soaking in liquid (water) until it gets saturated. So we can say that a infuser is the in charged of make this happen. This is a ludic point of view about the color given off from the phenomenon, wich makes more interesting the waiting of the whole process.

Danke Elke! Bleibt nur noch die Frage, wo ich es kaufen kann?
wortfeilchen

PS: Quelle des Screenshots, Produktes und des Statements des Designers.

Samstag, 26. Juli 2008

Download-Tipp: YouTube-Videos legal in MP3s konvertieren

Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht nur ich öfter mal bei YouTube reinschaue und mir das ein oder andere Video bzw. Musik-Video anschaue. Leider kann man über und von YouTube nicht speichern.

Bei Chip Online gibt es aber derzeit
ein kleines Gratis-Tool, dass YouTube-Videos ganz legal in MP3s von höchster Qualität verwandeln soll, die so auf einem MP3-Player landen können.

Wirklich legal?

wortfeilchen

Dienstag, 22. April 2008

Unnützes Wissen, die Vierte

Wer viel schreibt bzw. tippt, dem helfen flinke Finger gehörig. Ich tippe recht schnell, das war mir immer klar; aber wie schnell ich genau tippe, das wusste ich nicht. Aber es gibt ja im Internet viele nützliche und unsinnige Dinge, so auch den Speedtest, der mir sagt, wie viele Zeichen und Wörter ich in einer Minute tippe.

Wozu das gut ist? Für rein gar nichts - jedenfalls in meinem Fall, aber dennoch irgendwie nett zu wissen, dass ich 350 Zeichen oder 63 Worte (fehlerfrei) in einer Minute tippe. Ist das viel? Ist das schnell? Das sagt mir die Seite leider nicht, wobei eine Statistik oder Übersicht schön wäre, aber andererseits egal ist.

wortfeilchen