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Mittwoch, 6. November 2013

fundsache: der vollständige hausdoktor und die wechseljahre.

Wechseljahre, Klimakterium - irgendwann holt die Zeit Frau und auch Mann ein, bzw. der Verfall ist auf dem Weg. Geht für den einen gut, für den anderen nicht so. 

Um 1900 gab es auch zu diesem Thema einen Absatz in dem damals sehr beliebten Buch Der vollständige Hausdoktor. Bewährte Hausmittel gegen die meist vorkommenden Krankheiten der Menschen. Mit einem Anhang: Behandlung von Frauen- und Kinderkrankheiten und Kost für Kranke.



Auch eine Sichtweise. Die Sache mit der vorausgehenden Krankheit macht mir gewaltig Gedanken. Und wie ich mich im Wasser gelinde abhärte. Wässern wir uns!

PS: Ich bin gespannt, was das Frollein Doktor dazu sagen würde. Sie weiß es nämlich sehr viel besser und schreibt darüber sehr lesenswerte, hilfreiche und amüsante Bücher. Auch eines über Wechseljahre. Und hat eine Menge sehr guter Tipps und Ratschläge. Zum Beispiel: Alles entspannt angehen.

Samstag, 14. Januar 2012

crowdfunding: l'chaim! (auf das leben!)

Glaube, Liebe, Hoffnung – nicht unbedingt in dieser Reihenfolge – das sind 3 der vielen Aspekte, die den Protagonisten Chaim ausmachen. Ihn darauf zu beschränken, wird ihm nicht gerecht: Chaim Lubelski ist voller Facetten – er ist authenthisch, manchmal bis zur Schmerzgrenze, humorvoll, voller Liebe und Lachen, die er großzügig verbreitet und er wertet nicht.

Ein Mensch wie du und ich. Fast! Denn Chaim schenkt ganz viel Liebe und Lachen - und nicht zuletzt sich selbst. Immer wieder, ohne eine Gegenleistung zu verlangen oder zu erwarten.

Es ist seine pure, fast schon philosophische Authentizität, die berührt. Besonders in Momenten, wenn er sagt: Es ist im Blut. Es ist den Genen. Es ist im Wesen. Die Vergangenheit. Der Holocaust ist die Gegenwart.

Schon wieder ein Film über den Holocaust und seine Opfer, der ein ungutes Gefühl hinterlässt und betroffen macht?

Eben nicht! Der Dokumentarfilm L'Chaim! zeigt, ohne Anklage zu erheben und mit viel Humor und Wärme, wie der Holocaust das Leben der Kinder der Überlebenden ganz real beeinflusst. Aber in erster Linie zeigt er einen ganz besonderen Menschen: Chaim. Er wurde in ein Schicksal geboren – sein Leben war und ist nicht einfach, aber er hat einen besonderen Weg gefunden dieses Schicksal zu meistern.

Wie sein Name, der Leben bedeutet, steht dieser Mann für das echte, pure Leben. Mit Liebe, Hoffnung und seinem Glauben. Er akzeptiert sein Schicksal und gibt die Hoffnung niemals auf. Warum auch? Das Leben geht weiter!

Seid Ihr neugierig geworden? Dann schaut Euch den Kurzfilm an und macht Euch selbst ein Bild:


Der Kurzfilm gibt einen kleinen Einblick, der komplette Film wird mit Eurer Hilfe natürlich viel mehr zeigen. Mehr Liebe, mehr Lachen, mehr Erlebnisse – eben wie der jüdische Trinkspruch: L'Chaim! Auf das Leben! 

Was könnt Ihr tun, damit aus L'Chaim! ein großartiger Dokumentarfilm wird? 
Geht in den nächsten 38 Tagen auf die Kickstarter-Seite von L'Chaim! und spendet. 

Könnt Ihr 10 oder 50 Dollar erübrigen, dann spendet bitte, denn jeder Dollar zählt! Ihr spendet nicht einfach so: Für eine Spende in Höhe von 25 Dollar erhaltet Ihr die Möglichkeit, den fertigen Film downzuloaden. Wer 100 Dollar spendet, bekommt eine spezielle DVD des Films und für 300 Dollar wird Euer Name im Abspann genannt!

Auch wer nicht die finanziellen Mittel verfügt, um zu spenden, kann etwas tun: Bitte verbreitet den Kickstarter-Link und helft auf diese Art!

Falls Ihr Fragen zum Film, zum Projekt oder Kickstarter habt, könnt Ihr diese als Kommentar hier posten oder auch direkt den Regisseur Elkan Spiller bei Facebook fragen. Ich werde in den nächsten Wochen immer wieder Updates in meinem Blog posten und Euch so auf dem Laufenden halten.

wortfeilchen

PS. Weitere Informationen und Updates zum Projekt L'Chaim! findet Ihr bei Facebook, im Blog des Regisseurs Elkan Spiller und natürlich bei Kickstarter.

PPS. Vielleicht fragt Ihr Euch, warum ich dieses Projekt unterstütze? Es ist so, wie es in diesem Artikel der Online-Ausgabe der Welt steht: „Die Deutschen meinen, sie müssten immer selbstkritisch sein, um den Rückfall in den Nationalismus zu verhindern. Das liegt auch an der Art, wie in der Schule Geschichte unterrichtet wird." 

Ich finde, sich schuldig zu fühlen ist keine Lösung; Veranwortung zu übernehmen - ja, aber Schuld - nein, das haben wir Deutschen zu lange stillschweigend und beschämt getan. Wenn Chaim seine Lebensgeschichte, sein Erbe und sein Leben akzeptieren kann, können wir von ihm lernen: Wir vergessen nichts, aber das Leben geht auch weiter!

Donnerstag, 1. September 2011

fundstück: nach chefkock-art.



Da kommt wohl davon, wenn man unkonzentriert arbeitet - ein amüsanter Tippfehler. Die Rechtschreibfehler, die in der Speisekarte zu finden sind, habe ich großzügig übersehen. 

wortfeilchen

Montag, 4. April 2011

zahlungsmoral & freiberufler.

Die Geschichte eines Freiberuflers ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Es scheint sich nämlich noch nicht rumgesprochen haben, dass freie Mitarbeiter gerne für ihre Leistungen bezahlt werden. Und das angemessen. Dazu gehören auch Texter.

Oder wie Patrick Martinez es mit diesem T-Shirt rüberbringt:


Zum Glück trifft mich gestörte und mangelhafte Kundenzahlungsmoral eher selten. Im Anbetracht der vielen Aufträge, die in den letzten Jahren erfolglich und bezahlt über die Bühne gingen, fast schon erstaunlich. Allerdings habe ich einmal im Jahr einen Kunden, der nicht zahlt.

Vorletztes Jahr war es eine, im Nachhinein, dubiose Firma, die einfach verschwand - und hoffentlich strafrechtlich verurteilt ein paar Jahre absitzt. Letztes Jahr eine selbsternannte Autorin, der ich - da bin ich ehrlich - nässenden Fußpilz und juckende Hämorrhoiden wünsche. (Eigentlich unnötig, denn sie macht sich gekonnt selbst zur Lachnummer.) Das Jahr 2011 hat es besonders eilig, denn ein Verlag, der sich eigentlich nicht so nennen sollte, zickt rum. 

Ja, ich weiß, ich sollte sie alle verklagen, aber das deutsche Rechtssystem urteilt nicht immer nach Recht und Gerechtigkeit - glaubt mir, ich habe mich informiert - und verlange seitdem Vorkasse. Schlimm genug.

Oder wie es der badische Vater eines lieben Kollegen ausdrückt: Einmal im Jahr kommt ein Kunde, der hat einen Igel in der Tasche. Der Mann muss es wissen, er war jahrzehntelang als selbstständiger Handwerker unterwegs.

Daher mein Begehr: Bezahlt Leistungen, die Ihr kauft. Irgendwann könnte es nämlich auch Euch treffen. 

wortfeilchen  

PS. Entweder finde ich mich mit dem jährlichen Karma ab oder vermeide es ab 2012.

Freitag, 18. März 2011

so eine durchschnittliche deutsche frau.

Im Tagesspiegel ist ein recht interessanter Artikel zu finden: Das berechenbare Wesen, so heißt er und widmet sich zum 100. Weltfrauentag der deutschen Durchschnittsfrau.


Was die Statistiken sagen - ich picke ein paar Fakten raus:
  • 1,66 m groß
  • 67,5 Kilogramm schwer
  • 44,6 Jahre alt
  • bekommt 1,36 Kinder
  • hat Schuhgröße 39
  • ihre Maße sind: Brust 98,7 Zentimeter, 84,9 Taille und 102,9 Hüfte. Sie trägt Kleidergröße 42/44.
  • lebt zur Miete
  • geht vor Mitternacht ins Bett
  • ist christlich getauft
  • glaubt an einen Schutzengel
  • besucht einen Analysten
  • 76 Tage kramt sie in der Handtasche
  • liegt 2 Jahre in der Badewanne
  • schaut fünfeinhalb Jahre fern
  • hat im Leben sechs Wochen Vorspiel, 16 Stunden Orgasmus
  • verbraucht 2,7 Kilogramm Lippenstift
  • hat 4 Lippenstifte, vier Nagellacke, drei Parfüms und benutzt ein Deo
  • stirbt mit 82,7 Jahren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung 
  • hat eine Ausbildung und kein Studium absolviert 
  • hat Cellulite
  • trägt schwarze Unterwäsche
  • geht viermal im Monat shoppen
  • einmal im Leben hat sie eine Blasenentzündung
  • ist stolz, eine Deutsche zu sein
  • findet es falsch, Kinder zu schlagen

Nein, ich finde mich lediglich in sehr wenigen Dingen wieder, aber wer ist schon Durchschnitt? Oder will es sein. Und wer glaubt überhaupt diesen Statistiken?

wortfeilchen

PS: Wie ist eigentlich der deutsche Durchschnittsmann? Ebenso berechenbar und durchschnittlich?

Dienstag, 1. März 2011

grundsatzfrage: alles bio?

Nicht erst seit den letzten Lebensmittelskandalen liegen Bio-Produkte im Trend - die Nachfrage ist vorhanden, möglicherweise groß und beruhigt wohl auch das Gewissen. 

Grundsätzlich stellt sich mir die Frage, ob die angebotenen Lebensmittel wirklich so bio wie angepriesen sind? Was ist bio überhaupt? Wie definiert es sich? Und schreibt man es eigentlich bio oder Bio?

Unzählige Siegel und Label versprechen Orientierungshilfe, definieren biologisch-dynamische Landwirtschaft, artgerechte Haltung oder ökologischen Anbau. Erläuterungen und Aufklärung über die vielen Zeichen und Siegel der einzelnen Anbieter finde ich bei label-online, schließlich ist nicht alles Gold, was da in den Läden glänzt:


Schön und gut, aber was ist eigentlich mit den einzelnen Inhaltsstoffen bzw. Bestandteilen der Produkte? Und wie steht es um die Verpackung, die zumeist aus Plastik(-folie) besteht?

Ein willkürlich ausgewähltes Beispiel:


Es handelt sich um einen handelsüblichen Bio-Blätterteig, den ich letztens im Supermarkt in Zürich gekauft habe - natürlich bio, dachte ich und schaute genauer hin. Werfen wir einen Blick auf die Zutaten und ich werde stutzig, denn warum finde ich in einem Schweizer Bio-Produkt Mehl aus der Schweiz, Europa und Amerika? Was macht Palmöl aus Amerika in dem Produkt? (Wobei ich der Meinung bin, in einen ordentlichen Blätterteig gehört nur Mehl und Butter.) Und dann die Verpackung: Wieso sind die meisten Bio-Produkte großzügig in Plastik jeglicher Art verschweißt?

Was ist mit der sogenannten grauen Energie, die für Herstellung, Bearbeitung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung des Produktes anfällt? Liege ich falsch, oder definiert sich bio nur für mich folgendermaßen: Ein Produkt belastet die Umwelt umso mehr, je weiter weg es hergestellt und je weiter es transportiert werden muss? Je natürlicher und je lokaler, desto mehr bio - so sehe ich das. 

Bio heißt für mich im Endeffekt und in aller Konsequenz: Ich vermeide den Kauf derartiger Produkte und kaufe mit meinem Leinenbeutel (oder sonstigem Behältnis) vor Ort vom lokalen Hersteller, auf dem Wochenmarkt, im Hofladen um die Ecke oder lasse mich im Höchstfall noch von einem Bio-Händler auf seiner wöchentlichen Runde beliefern, es gibt sie nämlich diese Bio-Bringdienste und Hofläden. Dazu schaue ich mir die einzelnen Zutaten und Inhaltsstoffe der Produkte an - und erwarte Aufklärung über das verwendete Verpackungsmaterial. Alles andere ist meiner Meinung nach die falsche Einstellung und Schummelei, wenn nicht sogar Bigotterie.

Hier der Link zum Bioverzeichnis, wo eine lange Liste mit Biofachhändlern und Biolieferdiensten zu finden ist.

wortfeilchen

PS. Die Biolinie naturaplan der coop-Kette verweist auf dieser Webseite auf die umweltgerechte Verpackung ihrer Produkte, leider ist die Seite derzeit nicht erreichbar.

PPS. Bevor wieder Eidgenossen unnötig und unangemessen aus der Haut fahren, erwähne ich es lieber gleich: Es ist ein Beispiel, das stellvertretend für viele Produkte aus Deutschland, Europa und der Schweiz steht und weder die Handelskette coop, die Schweiz oder wer auch immer sich noch angegriffen fühlen mag anprangert. (Diese Erklärung beruht auf Erfahrungswerten und sollte eigentlich nicht notwendig sein.)

Freitag, 4. Februar 2011

verlorene worte sind ommawörter.

Ommawörter sind Worte, die nach und nach verloren gehen, sie sterben aus. Sie sind subjektiv, entstammen sie doch dem persönlichen Leben und haben einen ebenso persönlichen Bezug - nämlich zur Omma, und manchmal auch zum Oppa. 

Es gibt unzählige Gründe Ommawörter zu bewahren und es gibt einen Ort, wo sie liebevoll gehegt und gepflegt werden, auf Ommawoerter.de. 


Und weil Ihr Euch vielleicht nicht so viel unter Ommawörter vorstellen könnt, folgen nun Beispiele mit Wiedererkennungswert:



wortfeilchen

PS. Mein liebstes Ommawort, der Patscheimer, ist leider nicht zu finden. Ich sollte es vorschlagen.

Mittwoch, 12. Januar 2011

update: holger steffens auf dem weg nach mülheim an der ruhr.

Machen wir uns nichts vor, es ist nicht einfach: Das nasskalte Wetter und die Kurzstreckenregel vereinfachen die Aktion Mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Ruhrgebiet trampen für Holger Steffens mal so gar nicht. 


Vielleicht gerade deswegen oder jetzt erst recht - heute machte sich der Ruhrgebietstramper zur zweiten Etappe auf. Und zwar von Gelsenkirchen Richtung Duisburg.

Nachdem er heute bereits einen Pferdestall geputzt, Möbel geschoben und Zahnprothesen bearbeitet hat, ließ er mittlerweile Essen hinter sich und ist auf dem Weg nach Mülheim an der Ruhr. 

Schafft er es heute? Kommt er am Duisburger Bahnhof an? Man weiß es noch nicht. Wir drücken ihm die Daumen!

wortfeilchen

PS. Herr Steffens, die Mülheimer werden es so gar nicht zu schätzen wissen, wenn Du die Stadt an der Ruhr weiterhin Mühlheim nennst.

Montag, 10. Januar 2011

trampen für fortgeschrittene: holger steffens startet zu runde 4.

Was hat er bisher noch nicht angestellt? Welche noch so abstruse Idee fällt ihm wohl noch ein? Womit ist er eigentlich noch nicht getrampt? Wer weiß, was noch kommt, vielleicht ein U-Boot? Aber nach Schiffen, Zweirädern und Sulkys sind nun erst einmal öffentliche Verkehrsmittel dran.

Morgen, am 11.01.2011, etwa um 9 Uhr macht sich der Tramper Holger Steffens von seiner Heimatstadt Dortmund mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg nach Duisburg - also einmal quer durch das Ruhrgebiet. Begleitet wird der Tramper von tobalo/Cristóbal Márquez, dem Bochumer Fotografen, der sich mutig dem gewagten Unternehmen stellt. 


Los geht es mit der Hochbahn an der Uni Dortmund und mein Part besteht (auf Wunsch von Herrn Steffens) darin, dass ich mit Leberwurstschnittchen, die eigentlich dicke Kniften sein sollen, die beiden mutigen Abenteurer am Bochumer Hauptbahnhof empfange. (Ich denke drüber nach.)

Die selbstauferlegten Regeln für den Hardcore-Tramper sind auch dieses Mal hart wie Krupp-Stahl:
  • Der Tramper darf keine S-Bahn oder andere Schnellzüge nehmen.
  • Er muss stets jemanden finden, der ihn auf seinem Ticket mitnimmt oder ihm eines kauft oder bezahlt.
  • Schwarzfahren ist selbstredend verboten.
  • Der große, schlimme Haken an der Sache: Nur Kurzstrecken sind erlaubt.
Wer ihn sieht, Tipps, eine Fahrkarte oder ein Bütterken für ihn hat, der mache sich bemerkbar - Holger freut sich! 

Außerdem zeigen wir Revierler dem Rest der Welt, wo der Frosch die Locken hat - und dass wir gnadenlos zusammenhalten. Bringen wir Holger Steffens durch den Ruhrpott!

wortfeilchen

PS: Verfolgen kann man das ganze Spektakel hier bei mir, direkt beim Tramper, facebook oder auf twitter.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

gedankenkosmos. seelenbruder.

Es kommt selten vor. Dabei liebe ich es. Aber heute wurde ich belohnt, sehr sogar. In meinem Briefkasten, zwischen KSK-Meldung, KVA und Rechnung versteckt, lag eine Postkarte. Eine handgeschriebende, anfassbare, echte Postkarte. Meine liebste Freundin Anja weilt gerade auf Samos und schreibt mir ab und an eine Urlaubskarte, was mich immer sehr freut. Das Motiv allerdings passt nicht zu Anja.

Gruß vom Sandmännchen
Das Sandmännchen gab es damals in den 70ern nämlich gar nicht bei uns. Sesamstraße, Sendung mit der Maus, Rappelkiste, Plumpaquatsch, Muppetshow, Catweazle, Neues aus Uhlenbusch etc. schon, aber kein Sandmännchen. Schade eigentlich.

Die Karte rasch umgedreht. Auch die Schrift erinnert an Anja, selbst die ersten Zeilen des Textes, aber recht schnell wurde mir klar: Nein, es kann nicht Anja sein.

So viele schöne Worte, eigentlich reine Komplimente lese ich dort - und bin erfreut und gerührt. Und dann geht mir ein Licht auf. Ich weiß, wer der Absender ist, der mir großzügig und mit liebevollen Worten so ein schönes Geschenk macht: Herr Gedankenkosmos! 

Irgendwann letztes Jahr fiel er mir bei Twitter auf. Seine Worte, seine Gedanken, seine sensible Art, sein Humor, sein Temperament, seine Ehrlichkeit und seine Offenheit begeistern mich. Seitdem haben wir so manche Nacht an unterschiedlichen Orten zusammen verbracht. Lachend, nachdenklich, plappernd, überdreht, schweigend, weise, übermüdet, hellwach und immer wunderbar. Danke, einfach danke, lieber Gedankenkosmos.

wortfeilchen

PS. Jaja, das Internet ist nur virtueller Scheißdreck.

Montag, 13. September 2010

das kunstmuseum bochum. im internet.

Kunst und ein Kunstmuseum in Bochum? Jetzt will sie uns aber veralbern und vorführen. Das werden nun die meisten auswärtigen und ignoranten Menschen da draußen denken.

Ja, Bochum hat ein Kunstmuseum, sogar ein schönes. Es ist nicht groß, aber auch nicht klein. Es liegt idyllisch direkt am Stadtpark und das Bergbaumuseum steht fast greifbar und irgendwie beschützend in Sichtweite. Aber es ist anscheinend ein Stiefkind. So scheint es mir jedenfalls.

Es begab sich, dass ich meinem Liebsten diese Stätte der Kreativität und Kunst gerne ein wenig stolz vorführen wollte. Er ist Schweizer und hat längst erkannt, dass sein Schulwissen über das Ruhrgebiet völlig unzutreffend ist. Im Gegenteil, er mag es bei und mit uns. Was liegt da näher, ihm das Kunstmuseum Bochum zu zeigen?

Wir also gleich die Suchmaschine unserer Wahl bemüht, um Öffnungszeiten und aktuelle Ausstellungen oder Veranstaltungen zu erfahren.


Webseite des Kunstmuseums Bochum

Gut, das Foto ist nicht wirklich aussagekräftig, der Text belanglos und das Ganze wirkt ein wenig schlicht - aber hier gibt es Informationen! Ich muss nur auf das Bild klicken und los geht es. Leider war dem nicht so, lediglich beim Anklicken des unteren Links tat sich etwas:

Autsch, auf bochum.de gelandet

Da war sie wieder, mein persönliches (und ein bisschen peinliches) Schreckgespenst: Die unübersichtliche, hoffnungslos unstrukturierte und schäbbige Seite der Stadt Bochum. Zumindest das Foto des Museums gibt einen ansprechenden Eindruck über die Tatsachen. Links im Menü angeordnet finde ich sicherlich alle Infos, die mein Herz beglücken. 



Leider wieder Essig, denn was ich dort lese, bringt mich irgendwie gar nicht weiter und es erscheint ziemlich lieblos zurechtgeschustert. Auch die Möglichkeit per Java panoramamäßig ein wenig durch einen Raum des Museums zu schwenken, erfreut mein Gemüt auch nicht viel mehr.

Liebe Stadt Bochum, wertes Kunstmuseum Bochum, warum?

Wollt Ihr keine Besucher? Nicht mal einheimische? Ist das Geld für eine ordentliche Webseite komplett für das unsinnige Konzerthaus draufgegangen? Fehlt es Euch an Fachkräften? 

Ich weiß es nicht, aber schön ist das nicht, also bitte tut was! Und wenn Ihr jemanden braucht, der Euch bei den Texten und so hilft - ich bin gerne für Euch da!

wortfeilchen

Montag, 21. Juni 2010

wissen ist macht. und geld.


Eher nicht - Wissen macht arm, SEO reicher und Social Media bringt es so richtig. Den Eindruck könnte man zumindest gewinnen, wenn man sich diese Grafik anschaut.

Lustig oder traurig, weil eben doch sehr wahr?

jenny

PS. Gefunden bei B3ta.

Freitag, 4. Juni 2010

lieblingsworte: mia bernstein. erdbeerflecken.

Ich weiß nicht, wie oft ich es mittlerweile gelesen habe, aber es liegt immer in meiner Nähe. Greifbar und verführerisch. Jedes Mal, wenn ich es aufschlage, entdecke ich neue Worte, die mich faszinieren. Gedanken, denen ich nachgehe. Die Rede ist von Mia Bernsteins Erdbeerflecken.

Und es gibt sie auch in diesem Buch, Lieblingsworte, die fast einem Mantra ähneln:

Übernimm die Verantwortung für dein Tun und Sein. Nicht den Kopf zerbrechen, das Chaos wird gar nicht sich deiner bemächtigen, wenn du heute dein Leben beginnst; es hat weit mehr zu bieten. Beschreite deinen neuen Weg. Es ist gut so, wie es ist. Sei mutig und trau dich. Sorg für dich. Ich liebe dich.

(Mia Bernstein: Erdbeerflecken. klare texte + bilder GmbH, Düsseldorf 2009. Seite 84.)

wortfeilchen


PPS. Mias Blog.

Samstag, 29. Mai 2010

biketramper holger steffens. ein fazit.

Er hat geschafft, was vor ihm noch keiner in Angriff genommen hat: Der biketramper Holger Steffens ist innerhalb von sechs Tagen per Anhalter auf allem, was zwei- oder drei Räder und einen Motor hat, quer durch Deutschland von Aurich nach Passau getrampt.

Vier Motorroller, ein Trike und 16 Motorräder unterschiedlicher Bauart haben den Dortmunder Journalisten und Autoren über rund 1.200 Kilometer zum - zugegebenermaßen - verregneten Ziel gebracht. Es braucht Mut, allein schon, um die körperlichen Blessuren durchzustehen, aber lassen wir doch den tapferen Recken sprechen:

Es war eine unglaublich harte Woche und die körperlichen Belastungen waren sehr hoch, erklärt Holger Steffens. Doch ich bin froh, dass es am Ende doch noch geklappt hat und die Missionen erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Neben Sturzregen und langen, zermürbenden Wartezeiten freut sich der biketramper besonders über die zahlreichen positiven Begegnungen unterwegs: Es war teilweise rührend, wie sehr sich einige Menschen, die ich unterwegs getroffen habe, für mich eingesetzt und mir geholfen haben. Der Mensch an sich ist eben doch ein Guter, freut sich Steffens mit einem Augenzwinkern.


Mein Dank geht auch an die vielen Menschen, die das biketramper-projekt über die Internetseite http://biketramper.de während der Reise verfolgt haben und mir mit E-Mails unterwegs gut zugesprochen und mich ermutigt haben, weiterzumachen. Etliche biketramperfans aus rund 15 Ländern der Erde haben das Projekt via Internet verfolgt. Die Site wurde meist mehrmals am Tag mit aktuellem Standort und einem Blog aktualisiert.


Bleibt abzuwarten, welches Abenteuer, welche Abenteuer-Reportage Holger Steffens als nächstes ersinnt - auf der Webseite des biketrampers geht es auf jeden Fall weiter und neue waghalsige Projekte sind bereits in Planung!

wortfeilchen

Dienstag, 27. April 2010

einsichtig.

Falls Ihr da draußen es mal wieder vergesst: Manchmal sind wir alle doof - lasst Euch helfen!


wortfeilchen 
PS. Original hier. Via Texttreff.

Montag, 15. März 2010

kreative werbung: durex

Ja, vielleicht ein Thema, das dem ein oder anderen rote Ohren beschert, aber selbst Kondomhasser werden zugegeben müssen, dass sich durex wirklich etwas einfallen lässt, um Kondome schmackhaft zu machen - eben kreative Werbung, die Spaß macht:




Quelle der Ads.

Montag, 18. Januar 2010

damals.

Damals war alles anders. Früher war es einfacher und leichter - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn ich vor 15 oder 20 Jahren das Haus verließ und ausging, reichte es, wenn ich meinen Wohnungsschlüssel und mein Portemonnaie in die Jacke steckte. Vielleicht kam dazu noch eine Schachtel Zigaretten, ein Feuerzeug und ein Lippenpflegestift. Das war's. Ich war gerüstet- Für einen ausschweifenden Abend, eine lange Nacht.

Heute ist das anders. Da hat man ein dickes Portemonnaie voller Kredit- und Kundenkarten, dafür selten Bargeld. Der iPod oder ein sonstiger MP3-Player muss ebenso mit wie das iPhone bzw. ein internetfähiges Handy, schließlich muss man dauernd erreichbar und informiert sein. Dazu gesellen sich in meinem Fall noch der Autoschlüssel, der Garagenschlüssel, ein Kosmetiktäschen inklusive diverser Artikel für den eventuellen Notfall, Visitenkarten und natürlich ein Notizheft, falls mich eine Idee überkommt und unbedingt aufgeschrieben werden will. Manche schleppen noch regelmäßig ein Net- oder Notebook mit sich rum.

Bei Tina und ihren Habseligkeiten sieht es so aus:



Kein Wunder, dass wir alle so bepackt sind. Verpassen wir etwas, wenn wir etwas vergessen?

Manchmal wünsche ich das Damals zurück.

wortfeilchen

Montag, 2. November 2009

Xmot, meine Autowerkstatt

In den letzten Monaten haben sich bei mir so einige Tipps gesammelt. Ein guter Grund eine Werbewoche einzuleiten. Den Anfang macht meine Autowerkstatt Xmot, denn mit den Jungs bin ich super zufrieden und glücklich.

Aber fange ich von vorn an: 2006 kaufte ich in einem Autohaus mit Werkstatt meinen kleinen Toyota Yaris. Praktisch, dachte ich, denn dort wird sich um alle Belange gekümmert. Leider war dem nicht so. Termine wurden vom Autohaus vergessen, Aufträge nicht ausgeführt und obwohl ich schriftliche Belege für alles habe, war ich immer die Schuldige. An Arroganz kaum zu überbieten der Laden.

Ich bin selbstständig und keine Frühaufsteherin, da ist es logisch, dass ich gerne einen Termin am späten Nachmittag haben möchte. Das war möglich, allerdings arbeitete dann dort niemand mehr, so dass ich das Auto über Nacht abgeben musste, was einen unnötigen Zeitaufwand für mich ergab und die Kosten waren jedes Mal ziemlich hoch.

Letzten Winter streikte mehrfach die Autobatterie, aber die Werkstatt erachtete es nicht als wichtig mir zu helfen. Ich fand eine freie Werkstatt, nämlich Xmot, die gerne jemanden schickte, der eine Batterie mitbrachte und diese auch noch einbaute. Danke Klaus, Du Retter in der Not! Unnötig zu sagen, dass allein die Kosten für Batterie um 60 Prozent günstiger waren, als die der Autohaus-Werkstatt. Blöd nur, dass wir gleichzeitig feststellten, dass man mir mit dem Auto auch eine Batterie verkauft hat, die hergestellt wurde, als es das Auto noch gar nicht gab: Sie war fünf Jahre älter als das Auto selbst und nicht einmal wartungsfrei.

Ich wollte sowieso wechseln, der TÜV stand dieses Jahr an, also rief ich die Autohaus-Werkstatt an, dass ich meine Reifen abholen wollte. Wir vereinbarten einen Termin, ich fuhr ein letztes Mal hin und man hatte mich zum wiederholten Male vergessen. Den schriftlichen Auftrag legte man mir strahlend vor, meine Reifen waren noch im Lager. Die sollte ich dann noch von der Tür des Lagers 200 Meter zum Auto schleppen und dafür bezahlen. Ich weigerte mich.

Bei Xmot gar kein Problem - und im Vergleich zur Autohaus-Werkstatt eine ganz andere Welt. Niemand schleimt oder will unbedingt etwas verkaufen. Direkt, offen und ehrlich geht es zu. Ich fuhr hin, man wechselte die Reifen fast wie nebenbei, lagerte die anderen fast schon liebevoll ein, schaute noch nach Öl, Kühler etc. und alles war gut. Alexander Keßler schaut nicht auf die Uhr und hat große Dollarzeichen in den Augen, nein, er erklärt mir Dinge, die ich wissen will, grinst dabei freundlich und seine Preise sind absolut zivil. Also, mehr Service, mehr Leistung für weniger Geld.

Dann kam die AU, dachte ich jedenfalls, denn HU hatte das Autohaus ja im Jahr zuvor gemacht. Die Plakette prankte am Nummernschild. Hatten sie aber nicht. Und natürlich war ich die Schuldige. Da halfen auch keine schriftlichen Belege. Logisch, dass die mich nie wiedersehen. Interessant, dass ich mittlerweile einige Bochumer kenne, die mit dem Autohaus und seiner Werkstatt gar nicht zufrieden sind.

Xmot hat schon viele Geschichten gehört, aber meine fanden selbst sie erstaunlich. Vor kurzem war ich wieder da. Ich rief am Tag vorher an, fragte ob ich kommen kann. Alexander sagte mir lediglich, ich solle bis 17 Uhr vorbeikommen. Keine genaue Zeitangabe nötig, Xmot ist flexibel. Schnell und zuverlässig wurde alles erledigt, meine Reifen lagen bereits in der aufgeräumten Werkstatt. Alles, was ich wissen will, wurde mir freundlich erklärt. Günstige Preise, die zum Wiederkommen einladen, gehören sowieso dazu.

Was soll ich sagen? Xmot überzeugt mich immer wieder, denn Alexander Keßler und sein Team sind freundlich, zuverlässig und machen ihren Job ausgezeichnet. Für mich sind Flexibilität und Service besonders wichtig, denn ich möchte eine Werkstatt haben, auf die ich mich verlassen kann. Ich will aber nicht das Gefühl haben, eine anonyme Milchkuh zu sein und nur, weil ich wenig Ahnung von Autos habe und eine Frau bin, bin ich gleich doof.

  • Xmot gibt es unter Leitung von Alexander Keßler seit Januar 2005.
  • Termine zwischen 8 und 17 Uhr oder nach Vereinbarung. Einfach anrufen!
  • Nicht nur übliche Serviceleistungen wie Wartungen und Reparaturen (zum Beispiel TÜV, Reifenwechsel und Inspektion) werden durchgeführt, sondern jegliche Umbauten oder mögliche Tunings, die einem einfallen, werden fachgerecht angeboten und durchgeführt. 
  • Xmot liegt im Gewerbepark Präsident und ist von der A40 ebenso optimal und schnell erreichbar wie von der Innenstadt. 


Natürlich gibt es auch die entsprechenden Webseiten, die zwar nicht von mir sind, aber einen Blick lohnen: Xmot und Car Cosmetix.

    wortfeilchen

    Donnerstag, 20. August 2009

    Mittel gegen Wahlmüdigkeit