Ich gehöre zu den Menschen, die nicht alles hinnehmen, nach dem Warum fragen, nachdenken und dann eine Lösung suchen. Das gilt generell, allgemein und auch für Waschpulver. Davon verbraucht ein durchschnittlicher Mensch eine große Menge. Die muss hergestellt, transportiert, bezahlt und nach Hause geschleppt, um verbraucht zu werden und in der Mülltonne zu landen. Unterwegs gelangt es in die Wäsche, auf die Müllkippe (wo die Verpackung meist verbrannt wird), ins Wasser, in die Kläranlage und wieder zurück zu uns, auf den Acker, in die Wiesen, Seen und Flüsse. Ist halt alles ein Kreislauf.
Verpackung & Kosten
Mehr oder weniger sinnvoll ist die Verpackung von Waschmitteln: Üblicherweise handelt es sich um Plastikflaschen, Pappkartons oder Plastiktüten in verschiedenen Größen. Diese werden aus Rohstoffen hergestellt, wobei Energie verbraucht wird, um danach (mit Kraftstoffverbrauch und CO2) in die Geschäfte gebracht zu werden, wo wir sie dann kaufen, um sie ins Auto zu laden, zu Hause verbrauchen und, wenn leer, in den Müll werfen.
Nachfüllbar? Ich kenne keine Möglichkeit und kein Angebot. Ich möchte aber auch nicht so viel mit dem Auto fahren, die Straßen und Parkplätze sind sowieso schon so voll und die Abgase, nee, lass mal. Und mal ehrlich, wer von Euch geht zu Fuß zum nächsten Supermarkt, zur Drogerie oder fährt mit dem Fahrrad?
Waschpulver wiegt auch was, das passt in einen Rucksack, aber ins Handtäschchen nun nicht gerade. Günstig ist so ein Waschmittel auch nicht. Das geht ins Geld. Bio-Waschmittel sind sogar noch teurer. Ob die Preise gerechtfertigt sind? Möglich, schließlich hängt da ganz viel dran und das global. Waschmittel werden weltweit hergestellt, international rumgefahren und was da alles drin ist ...
Handelsübliches, ganz gewöhnliches Waschmittel
Die meisten Waschmittel enthalten ungemein viele Zusatzstoffe, die Wäsche, Maschine und Mensch gar nicht brauchen. Sogenannte waschaktive Substanzen, verschiedene Tenside, Alkalien, Bleichmittel, optische Aufheller, Schaumregulatoren, Proteasen, Inhibitoren, Stabilisatoren und Enzyme. Dazu kommen Duftstoffe und Parfüme, die uns das Waschen einfacher und schöner machen (sollen) und die Wäsche sauberer, weicher, duftender, fluffiger, strahlender usw. Egal ob flüssig, als Pulver oder Gel – Waschmittel enthält eine Menge chemischer Stoffe, die alle wieder zu uns zurückkommen.
Einige, eigentlich sogar recht viele dieser Inhaltsstoffe sind biologisch sehr schwer abbaubar und lagern sich in der Umwelt, in unserer Luft, unserem Wasser, den Böden, Lebensmitteln und in uns ab. Das Klärwerk schafft es nicht, beispielsweise optische Aufheller, Phosphate oder Vergrauuungsinhibitoren abzubauen. Das gilt auch für viele Duftstoffe, z. B. einige ätherische Öle, die sich nachweislich in Fischen wiederfinden.
Ganz übel sind übrigens Flüssigwaschmittel und sonstige Waschmittel (Bleiche, Weichspüler etc.), die in Plastikflaschen angeboten werden. Allein die Verpackung produziert ungemein viel unnötigen Müll und die Inhaltsstoffe belasten das Abwasser sogar noch stärker, als es Waschpulver inklusive Bleichmittel und sonstigen Zusatzstoffen hinkriegt. Dabei reicht stets eine kleine Menge, um die Wäsche sauber zu machen, und die Temperatur hilft auch.
Bio-Waschmittel
Ja, dann kaufen wir halt Biowaschmittel. Schließlich gibt es die mittlerweile fast überall als Waschpulver, Kompaktwaschmittel, Flüssigwaschmittel, Tabs oder Gel. Pustekuchen, denn der Zusatz Bio bedeutet nicht automatisch umweltfreundlich. Es gibt keine festen Regeln, Vorschriften und Gesetze, die vorgeben, was Ökowaschmittel und Biowaschmittel beinhalten sollen, können oder dürfen. Steht Bio drauf, sagt das lediglich etwas über die Herkunft der Inhalts- und Rohstoffe aus. Aber nichts über die Produktionsbedingungen, Sozialverträglichkeit, Verpackung und schon gar nicht über den Transport.
Grundsätzlich enthalten Bio-Waschmittel meist weniger Duftstoffe, weniger Farbstoffe, weniger Aufheller, dafür aber nachwachsende Rohstoffe. Da ist es aber wie bei den Waschnüssen (siehe nächster Absatz): Es kommt darauf an, unter welchen Bedingungen die Rohstoffe hergestellt werden. Vor ein paar Jahren gab es zum Beispiel einen Boom mit Orangenschalenöl, das unter hohem Wasserverbrauch und mit Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln hergestellt wurde – und giftig für einige Wasserorganismen ist. Die Abbaubarkeit von Öl, das aus Orangenschalen hergestellt wird, ist einfach nicht gegeben.
Also, gilt auch für Bio- und Ökowaschmittel: Die Dosis macht das Gift. Schließlich muss auch das hergestellt, verpackt, transportiert und aus dem Abwasser entfernt werden. Daher auch damit sparsam umgehen und vernünftig dosieren.
Waschnüsse & Konsorten
Waschnüsse sind Nüsse; sie werden daher geknackt, in einen Beutel gesteckt und in die Waschtrommel gegeben. Die Schalen sind waschaktiv, entfernen Flecken aber nicht unbedingt so gut. Die Nussschalen werden blass, wenn sie verbraucht sind und können auf den Kompost; so einer vorhanden ist. Klingt gut, denken viele, und kaufen Waschnüsse. Nicht ganz, denn die Waschnuss wird in erster Linie in Asien angebaut und durch die erhöhte Nachfrage werden Waschnüsse übertrieben viel angebaut, um auch ein Stück vom Kuchen zu bekommen und die eigene Existenz zu sichern. Das ist nicht verwerflich, aber es entstehen Monokulturen, Überbewirtschaftung unter Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden etc. und ganze Gebiete werden gerodet. In Europa angebaute Waschnüsse gibt es auch, sie sind allerdings teurer und in kleineren Mengen erhältlich. Also, auch keine Lösung.
Alternativen mit mehr oder weniger guter Erhältlichkeit, lokaler Herkunft, akzeptabler Preisgestaltung und ausreichender Waschwirkung sind Kastanien oder Rosskastanien, Seifenkraut, Ringelblumen, Efeu, Primeln, Ahorn, Seifenbohnenbäume oder auch Rüben.
Das Baukastensystem ist eine gute Idee, mir aber mit zu viel Aufwand verbunden. Ich mag nicht jedes Mal entscheiden und dosieren, wie viel Waschpulver, Bleiche, Fleckensalz und Wasserenthärter ich verwenden will, muss und kann.
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Freitag, 2. Juni 2017
Sonntag, 2. Juni 2013
kauft endlich bio-tampons!
Der monatlichen Menstruation ist jede Frau mehr oder weniger früh und lange ausgesetzt. Manche reden nicht drüber, manche haben Schmerzen, eine Sache teilen wir alle: Wir brauchen sogenannte Hygieneartikel, wobei das Wort an sich schon eine Beleidigung ist, wir benötigen Binden oder Tampons doch nicht zur Körperpflege. Das ist auch nicht der Punkt an dieser Stelle, der liegt hier: Eine Frau verbraucht in ihrem Leben ca. 10.000 Tampons, so sie denn welche verwendet und nicht andere Produkte bevorzugt.
Konventionelle Tampons bestanden früher aus Baumwolle, heute zum größten Teil aus Viskose. Viskose ist eine glänzende Chemiefaser, die aus Zellulose gewonnen wird. Dazu werden meist Sägespäne aus Holz mit Chemikalien, z. B. Natriumlauge, gekocht. Die entstehende Masse wird mit u. a. mit Natronlauge und Schwefelkohlenstoff vermischt, eine Kunststofffolie wird ebenfalls im Tampon verschweißt oder verklebt - ach, verkürzen wir die Sache: Tampons werden mit Hilfe von sehr viel Chemie hergestellt. Das kostet Rohstoffe, die durchaus mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sein können, verbraucht eine Menge unnötiger Energie und belastet die Umwelt, denn Tampons sind biologisch nicht abbaubar. Hier ein Artikel von Ökotest zum Thema Tampons.
Jetzt bitte kurz überlegen: Etwa 5 Jahre lang trägt Frau so ein Chemie-Produkt in sich umher. Ein Produkt, das bereits bei der Herstellung nachweislich bedenkliche Stoffe beinhalten kann und für unsere Welt so gar nicht gut ist. Ihr glaubt das nicht, dann schaut mal auf eine Packung herkömmlicher Tampons und Ihr findet raus, dass lediglich die Verpackung, wenn überhaupt nachhaltig und abbaubar ist:
Ich möchte das nicht, also mussten Bio-Tampons her. Gar nicht so einfach, denn ich zahle zwar gerne etwas mehr für mich, aber die Preise von Bio-Tampons im Bioladen, Reformhaus oder Versand sind im Vergleich zu konventionellen Tampons schon ziemlich happig. Und Tampons, die grau wie altes, zermatschtes Zeitungspapier aussehen, möchte ich auch nicht.
Aber es gibt sie, echte Bio-Tampons, die genauso günstig und reinlich weiß wie die bösen aus dem Drogeriemarkt und zudem nachhaltig und abbaubar sind:
Ich habe sie bestellt, per Vorkasse und Überweisung bezahlt, sie waren schnell da und auch noch sehr gut verpackt, d. h. für mich sicher, für andere dezent verpackt. Sie erfüllen ihren Zweck und ich fühle mich nicht merkwürdiger als sonst während der Menstruation. Im Gegenteil, ich trage keine Chemie in mir spazieren und weiß, meine benutzten Tampons brauchen nicht 12 Millionen Jahre um zu verrotten.
In diesem Shop sind meine Bio-Tampons problemlos und bequem zu bekommen. Neben ganz vielen Informationen zum Thema. Wer Rede- oder Like-Bedarf hat, kann dies bei pure bio.tampons via Facebook tun.
PS. Nein, ich bin nicht mit Christine Weinbach verwandt, verschwägert, adoptiert, sie ist keine Kundin von mir und ich bekomme auch keine Provision in Form von Gratis-Stöpseln.
Konventionelle Tampons bestanden früher aus Baumwolle, heute zum größten Teil aus Viskose. Viskose ist eine glänzende Chemiefaser, die aus Zellulose gewonnen wird. Dazu werden meist Sägespäne aus Holz mit Chemikalien, z. B. Natriumlauge, gekocht. Die entstehende Masse wird mit u. a. mit Natronlauge und Schwefelkohlenstoff vermischt, eine Kunststofffolie wird ebenfalls im Tampon verschweißt oder verklebt - ach, verkürzen wir die Sache: Tampons werden mit Hilfe von sehr viel Chemie hergestellt. Das kostet Rohstoffe, die durchaus mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sein können, verbraucht eine Menge unnötiger Energie und belastet die Umwelt, denn Tampons sind biologisch nicht abbaubar. Hier ein Artikel von Ökotest zum Thema Tampons.
Jetzt bitte kurz überlegen: Etwa 5 Jahre lang trägt Frau so ein Chemie-Produkt in sich umher. Ein Produkt, das bereits bei der Herstellung nachweislich bedenkliche Stoffe beinhalten kann und für unsere Welt so gar nicht gut ist. Ihr glaubt das nicht, dann schaut mal auf eine Packung herkömmlicher Tampons und Ihr findet raus, dass lediglich die Verpackung, wenn überhaupt nachhaltig und abbaubar ist:
Ich möchte das nicht, also mussten Bio-Tampons her. Gar nicht so einfach, denn ich zahle zwar gerne etwas mehr für mich, aber die Preise von Bio-Tampons im Bioladen, Reformhaus oder Versand sind im Vergleich zu konventionellen Tampons schon ziemlich happig. Und Tampons, die grau wie altes, zermatschtes Zeitungspapier aussehen, möchte ich auch nicht.
Aber es gibt sie, echte Bio-Tampons, die genauso günstig und reinlich weiß wie die bösen aus dem Drogeriemarkt und zudem nachhaltig und abbaubar sind:
Ich habe sie bestellt, per Vorkasse und Überweisung bezahlt, sie waren schnell da und auch noch sehr gut verpackt, d. h. für mich sicher, für andere dezent verpackt. Sie erfüllen ihren Zweck und ich fühle mich nicht merkwürdiger als sonst während der Menstruation. Im Gegenteil, ich trage keine Chemie in mir spazieren und weiß, meine benutzten Tampons brauchen nicht 12 Millionen Jahre um zu verrotten.
In diesem Shop sind meine Bio-Tampons problemlos und bequem zu bekommen. Neben ganz vielen Informationen zum Thema. Wer Rede- oder Like-Bedarf hat, kann dies bei pure bio.tampons via Facebook tun.
PS. Nein, ich bin nicht mit Christine Weinbach verwandt, verschwägert, adoptiert, sie ist keine Kundin von mir und ich bekomme auch keine Provision in Form von Gratis-Stöpseln.
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wohlfühlen
Donnerstag, 10. Mai 2012
manomama & dm - bio-baumwolltaschen made in germany.
Nachhaltigkeit - für mich ein ganz böses und arg strapaziertes Wort. Und
so ganz im Sinne des Wortes, nämlich Ökologie nur in dem Maße, wie es
die Natur verträgt, ist die Zusammenarbeit des Drogeriemarktes dm und
des Modelabels manomama nicht beschreibbar. Dazu kommen hier nämlich
auch soziale Verantwortung und ökologische Aspekte.
Beide verbindet,
dass sie es nicht bei Worten belassen und handeln. Darum sind ab
nächsten Montag in deutschen dm-Filialen von manomama in Deutschland und
in Handarbeit hergestellte Bio-Baumwolltaschen in den Farben Grün und
Pink erhältlich. Direkt an der Kasse sind die Klammerbeutel, wie ich sie
nenne, zu finden und kosten 2 Euro pro Stück.

