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Mittwoch, 25. Oktober 2017

aufmupf | edgy werbung als altersfrage.

Ich bin 47 Jahre alt. Daran ist nichts zu rütteln. Macht ja auch nichts. Niemand fühlt sich bemüßigt, mir über die Straße zu helfen. Ich muss nachts nicht jede Stunde aufs Örtchen. Alles funktioniert, der Verfall ist körperlich und optisch gnädig, lediglich mein Gehirn funktioniert besser als vor 20 Jahren. Es ist schneller, weitreichender – und nicht mehr so naiv. 

Immerhin naiv genug, um mich bei einer regionalen Agentur als freie, edgy Texterin und Lektorin zu bewerben. Vorweg: Ich habe die regelmäßige Zusammenarbeit nicht bekommen. Ich landete in der Datenbank, falls die Hütte mal wieder brennt. Begründung: Ich passe nicht in die Altersstruktur der Agentur.

Foto: pixabay
Werbeagenturen – ab 35 ist der Lack ab. 

In den meisten deutschen Agenturen arbeitet niemand, der älter als 40 ist. Vielleicht noch die Chefin, der Chef oder der geschäftsführende Mensch, der muss schließlich Wissen, Erfahrung und Kompetenz ausstrahlen. Für die Kunden. Die sollen zahlen und denken, ich bin in guten Händen. 

Aber die Angestellten sind meist sehr viel jünger. Menschen zwischen 20 und 35 geben sich der Illusion hin, Werbung sei eine krasse, coole Sache. Gut, sie schieben unbezahlte Überstunden und Wochenendarbeit, lassen sich schlecht bezahlen und ausnutzen, aber he, Werbung! Wow! Whoop, whoop! 

Werbeagenturen sind jung und werfen mit Titeln um sich. Titelwahnsinn nennt sich das, und wer mit 35 noch keine leitende Position mit verheißungsvollem Titel erreicht hat, wird mitleidig angelächelt und mitgeschleppt, der alte Sack. Dazwischen lockt vielleicht ein vernünftiges Einkommen, aber wenn die 35 naht oder überschritten ist, also mit 40, spätestens 45 sind Frau und Mann zu alt für die Werbebranche. Dann sind sie weg. Gehen oder werden gegangen. Passiert, wird uns eingeredet oder reden sich die heimischen Konsumanheizer selbst ein. Wer damit angefangen hat, weiß ich nicht. Jung, hip, edgy– so sind wir, so sind Werber. Yeah! 

Alter als Zustand. 

Warum, frage ich Sie und mich. Ist ein handelsüblicher Mensch ab einem gewissen Alter untauglich und hat keine Ideen mehr? Geht im Laufe der Jahre die Fähigkeit verloren, die jemand benötigt, um edgy Texte zu verfassen? Ist die Festplatte leer und der Speicher über Nacht gelöscht? Ist mein Sprachzentrum kaputt oder meine Finger arthritisch? Und was ist dann mit 60, 70 oder noch später? Horrorszenarien! 

In den Stellenanzeigen und Ausschreibungen werde ich mit „Du“ angesprochen, denke mir nichts dabei, finde das völlig normal, vergesse aber, dass mein Agenturgegenüber wahrscheinlich 31 und gerade Senior geworden ist. Für die bin ich mit 47 möglicherweise uralt und habe keine Ahnung, was in der Welt so los ist. Pustekuchen! Lebe ich in Isolationshaft? Vegetiere ich erbarmungswürdig vor mich hin? Oder fehlt ihnen schlicht Kompetenz, um mit erfahrenen Mitarbeitern, die sich wenig vormachen lassen, sich dafür auskennen, umzugehen? 

Belege, Statistiken und Antworten für dieses Ab-45-Diskriminieren existieren nicht, aber jeder weiß und erlebt es – und kennt die Vorurteile: Man munkelt über veraltete Kenntnisse und überholte Sprache. Stimmt, wahrscheinlich kenne ich den Duden noch in Papierform und auf Facebook organisiere ich sentimentale 80er-Jahre-Partys oder Klassentreffen. Zu teuer sind sie auch, weil sich Menschen über 40 nicht mehr mit ein paar Euro abspeisen lassen. Logisch, dass sie zu kritisch sind und meckern, also furchtbar anstrengend sind, sie schauen sich das Ganze ja schon eine Weile an. Zu unflexibel und zu oft krank sollen sie sein, zu einem Bewerbungsgespräch kommt es daher oft schon nicht. Und falls doch ein Job dabei rauskommt, folgen die Abstriche: Schlechtere Bezahlung, lange Anfahrt und viele Überstunden. 

Überall Vorurteile. 

Wie kommt man auf die Idee, ein Mensch wäre mit 25 per se hip, wisse mehr und schmeiße mit originellen Ideen nur so um sich? Weil sie sich mutig trauen auch unkonventionelle Ideen zu äußern? Also bitte, das ist keine Altersfrage, im Gegenteil, ich bin viel entspannter und stehe nicht unter Leistungsdruck – das macht mutig! Ich bin mir sehr sicher, dass mein Wortschatz sehr viel größer ist, ich aus dem Stegreif 10 Ideen für Headlines habe, ein fundiertes Konzept, einen Textentwurf, der es in sich hat, sehr viel besser und schneller hinkriege. Und passend zur Zielgruppe arbeite ich auch noch und kann das Ganze erklären, begründen und variieren. 

Warum?

Freitag, 21. Juli 2017

veto | kostenlose texte und gratis-arbeit.

Ich hatte gerade wieder den Fall und wurde von einer Agentur nach einem kostenlosen Probetext gefragt. Ohne Briefing, ohne weitere Angaben zu Vorgehen, Zeitrahmen oder Vergütung - auch auf meine Nachfrage wurde nicht geantwortet, dafür wurden mir doch bereits Vorgaben in dem einzigen Kontakt geschickt, den es vermutlich jemals gab und geben wird. Berufliches Interesse an mir? Nicht vorhanden. Referenzen anschauen? Zu mühsam.  

Foto: pixabay
Kostenloses Arbeiten ist eine heikle Sache. Ich habe ausreichend Referenzen, die meine Fähigkeiten zeigen, und ich möchte mich nicht wie ein Bittsteller fühlen. Echte Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Interesse und auf Augenhöhe. 

Ja, grundsätzlich verstehe ich, dass mein Gegenüber wissen möchte, was von mir zu erwarten ist, die Sache mit der Katze im Sack, aber: Wir wollen doch nicht heiraten oder unser Leben gemeinsam verbringen – wir wollen zusammenarbeiten und etwas erreichen. Um zu wissen, ob Sie und ich ein gutes Team wären, können Sie mit mir reden und ich Ihnen problemlos Referenzen präsentieren. Geht es Ihnen um hochwertige Inhalte oder billige Preise? Oder geht es um Ihre Kunden und Ihre Produkte? Was sind Ihnen Ihre Kunden wert?

Dienstag, 14. April 2015

kurze texte sind billiger.

Nein, ich möchte mich nicht beschweren, niemanden anprangern, sondern eher ein oder zwei Dinge klarstellen, die mir schon länger auf dem Herzen liegen. Es geht um Texte und die Menschen, die sie schreiben. Einzigartige Texte, individuelle Texte, Content-Texte, Marketing-Texte, Texte, die Suchmaschinen gefallen, Texte, die gut zu lesen und informativ sind. Texte für Blogbeiträge, Pressemitteilungen, Webseiten, Broschüren, Kundenzeitschriften - kurz: Fast alles, was wir lesen, hat jemand geschrieben, der damit ihr und sein Geld verdient und davon lebt. Manche besser, manche schlechter. Also, leben, obwohl das mit dem Schreiben ... nun ja. 

Immerhin, und das schreibe ich bewusst, ist den meisten Menschen klar, dass Texte einen Sinn haben. Über die Qualität von Texten und den Anspruch an Texte könnten wir streiten, da gibt es viele Meinungen, und nicht zuletzt geht es um dem Preis, den Menschen, Kunden und Auftraggeber zu zahlen bereit sind. Sie vertreten manchmal die Meinung, schreiben kann jeder, also ist es keine Kunst, kein Handwerk, kein Talent und auch keine Erfahrung oder Wissen - und dementsprechend günstig sind die Ergebnisse. Das Schreiben liegt uns wohl im Blut, im Land der Dichter und Denker. 

Und nun kommen doch wieder all die schreibenden Menschen ins Spiel: Es beginnt mit der Tatsache, dass Texter kein geschützter Beruf ist. Jeder, der irgendwann einmal irgendwo etwas veröffentlicht hat, kann sich Texter nennen. Das heißt, wenn Tante Klara meinen Aufsatz über Blumen und Bienen in der 8. Klasse so gelungen fand und ich mich berufen fühle, tja, dann bin ich halt Texter und schreibe munter los. Habe ich einen lustigen Kommentar für die Abi-Zeitung verfasst, agiere als Leserreporter des lokalen Käseblättchens, habe einen VHS-Kurs besucht, betreibe ein Blog oder habe ein Buch im Selbstverlag veröffentlicht - schwupps, gehöre ich zur schreibenden Zunft. Ganz schön einfach, nicht? 

Dementsprechend viele Texter und Texterinnen lassen sich finden. Einen Überblick zu bekommen, das ist für Laien recht schwer, schließlich werden wir von Texten dermaßen überschüttet, dass es schwierig erscheint, einen guten von einem schlechten Text zu unterscheiden. Doch, es geht schon: Massenware langweilt, informiert nicht, benutzt Phrasen und leere Floskeln, strotzt vor Fehlern und macht schlicht keinen Spaß. 

Und dann ist da noch der Preis: Ein guter Text ist nicht billig, vielleicht annähernd günstig, aber niemals billig. Und den Preis kann fast jeder beurteilen, indem er rechnet: Wie soll jemand von einem Stundensatz leben, der unter dem Mindestlohn liegt? Sehr schlecht, da bin ich mir sicher. Und warum sollte jemand motiviert, engagiert und kompetent für den Preis einer Tasse Kaffee schreiben? Warum sollte ich meine Fähigkeiten, meine Erfahrung und meine Zeit einsetzen, wenn es sich nicht wenigstens auch finanziell ein wenig lohnt? 

Die meisten Agenturen wissen das, verhandeln zwar gerne, wissen aber genau, wenn sie hochwertige Texte haben möchten, kostet das Geld und lohnt sich. Schließlich bringen die Texte ihren Kunden später Geld und darum geht es doch. Um so erstaunlicher sind Anfragen, die immer mal wieder bei mir eintreffen und zuweilen Empörung auslösen, weil ich eben nicht für 20 oder 30 Euro die Stunde zu haben bin, nicht für 100 Euro eine komplette Webseite betexte und auch keinen Fachbeitrag für 80 Euro schreiben möchte. Solche Anfragen kommen meist von kleineren oder mittleren Unternehmen, Einzelkämpfern oder Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten. Sie arbeiten auch nicht unter ihrem Preis, möchten aber möglichst viel Gewinn einstreichen, weshalb der Text, das Design, das Layout oder das Foto so wenig wie möglich oder besser gar nichts kosten sollen. 

Neben der Entrüstung, die mir manchmal entgegenschlägt, wiederholen sich die Aussagen: Es ist doch nur ein kurzer Text, den tippen Sie schnell runter, der kann doch nicht mehr als eine Handvoll Euro kosten. Machen Sie mal eben, der Text könnte längst fertig sein! Vielleicht haben Sie noch einen Text rumliegen, der tut es für mich. Und ganz besonders schön: Wenn der Text toll ist, bekommen sie ganz viele Aufträge von mir/uns und dann lohnt sich das doch! 

Totschlagargumente, und etwas anderes sind solche Aussagen nicht, halte ich grundsätzlich für dumme Manipulationsversuche, hilflose Akte und vielleicht noch Machtgehabe, aber ernst nehme ich sie nicht. Ich erkläre nicht mehr, warum gerade Überschriften (und auch Headlines, Sublines etc.) und kurze Texte sehr viel Zeit, Arbeit und Können erfordern. Geiz ist geil ist vielleicht ein ziemlich blödes Beispiel, aber wenn es nicht gerade ein Zufallsprodukt war, haben diese drei kleinen Wörter eine Agentur und/oder einen Texter recht lange beschäftigt und (hoffentlich) auch ziemlich viel Geld eingebracht. Das Teil dudelte immerhin überall rauf und runter und hat dem Unternehmen bestimmt beneidenswerte Umsätze beschert. 

Ich könnte solche Anfragen getrost ignorieren, sie lakonisch löschen, wenn sie per Mail kommen, es ändert aber an der Sache nichts und sie kommen dennoch immer wieder. Wie also damit umgehen? 

Und es bleibt die Frage, warum Texterinnen und Texter auf solche Angebote eingehen und sich maßlos unter Wert verkaufen? Verzweiflung? Not? Anerkennung? Ihr Lieben, Ihr macht Euch den Markt selbst kaputt und lebt dazu noch von 20 Euro am Tag, denn mehr verdient Ihr nicht an dem Auftrag und werdet es auch in Zukunft nicht tun. 

Ich muss Euch nicht erklären, dass Eure Krankenkasse und Rente bezahlt werden möchten, die Miete und das Essen auch und von Arbeitsmitteln wie Telefonanschluss, PC, Laptop gar nicht zu reden. Wohnt Ihr alle im Keller Eurer Eltern oder habt Ihr einen Partner, der für Euch sorgt und schreibt Ihr nur zur Selbstverwirklichung? Und wie fühlt Ihr Euch so als Fließbandarbeiter? Entrüstet Ihr Euch auch ausreichend über böse Kunden, die Euch darben lassen? Tja, dann bekommen ein paar von Euch auch das, was sie verdienen. Nämlich, kurze Texe sind billiger. 


Montag, 22. April 2013

wonnige werbung: volvo.

Quelle: http://de.webfail.com/4b28beb861e

Keine Einwände, aber auch gar keine. Einfach richtig, richtig gut. Und vorbildlich. Und witzig. Mehr davon!

Dienstag, 5. Februar 2013

abgenutzte worte: ganzheitlich.

Ich habe ein Problem. Mit einem Wort, das immer, dauernd und überall in jedem erdenklichen und unmöglichen Zusammenhang auftaucht: ganzheitlich. Grundsätzlich ist es ein harmloses Adjektiv mit der Aussage, dass alles in seiner Ganzheit betrachtet, fächerübergreifend und in einem größeren Zusammenhang dargestellt wird. 

Scheint nicht selbstverständlich zu sein, denn es gibt ganzheitliche Medizin, wobei ich immer hoffe, ein Mediziner betrachtet meine gesamte Ganzheit und nicht nur einzelne Bereiche. Ganzheitliche Psychologie und Pädagogik gibt es ebenso wie ganzheitliches Tantra, Ayurveda, Tao und sonstiges esoterisches Brimborium. Begebe ich mich auf die Suche, finde ich ganzheitliches Leben, Lernen, Denken, Handeln, Arbeiten, Tun, Lassen und heute habe ich auch noch ganzheitliches Texten gefunden. 

Was will man mir damit sagen oder verkaufen? Ich texte über alle Barrieren? Hinfort mit Regeln und Inhalten? Ich begebe mich in den Lotossitz und warte auf die Eingebung, die mich fächerübergreifend ergreift und den größeren Zusammenhang zwischen Grammatik und Orthografie über mich kommen lässt? Ich kenne den Unterschied zwischen Verben und Adjektiven?

Ich neige zu Unsinn, Kreativität und Abwechslung, also habe ich beschlossen, dass ich nun einen ganz neuen Trend erschaffe: Ich texte nämlich ab sofort holistisch. Ich konzipiere holistisch und bin seit heute die Erfinderin der holistischen Kommunikation und the next big thing ist außerdem holistisches Social Media-Gedöns.

Ist eigentlich nichts anderes als ganzheitlich, klingt aber reichlich exotisch und vielversprechend auch noch. Im Gegensatz zu ganzheitlich ist holistisch eine ganz und gar neue Masche, beschert mir sicherlich traumhafte Umsätze, ist nicht wegen zu häufiger Verwendung völlig abgenutzt und mein alleiniges Alleinstellungsmerkmal par excellence. 

Außerdem weiß doch kaum jemand, was Holismus ist und niemand kommt auf die Idee, dass ich vielleicht genau das Gegenteil machen könnte - nämlich reduktionistisch texten. Oder doch ganzheitlich? Man weiß es nicht ganz genau, will man auch nicht, ist doch auch egal: Es lebe das holistische Texten. Nennt mich bitte textende Holistin. Oder so.

Montag, 11. Juni 2012

fehlerfund & rechtschreibung: auch die waz spart.

Leider ist es Alltag geworden - Tageszeitungen und Zeitschriften sparen sich Lektoren, Korrektoren und wohl auch die fähigen Mitarbeiter. 

Was dabei rauskommt, sieht man diesem Beispiel, das ich in der WAZ gefunden habe. Unschöne Sache.


Wem es nicht auffällt: Soviel ist falsch, so viel wäre richtig gewesen.

Montag, 10. Oktober 2011

etymologische fundstücke: gully.

Man denkt doch nie drüber nach. Zum Beispiel, warum sich der Gully nicht Gulli schreibt und warum er überhaupt Gully heißt?

Die korrekte Rechtschreibung hat Herr Korrekturen.de hier erläutert:


Im Englischen ist ein Gully viel mehr als unser Gully, nämlich nicht nur ein Abzugskanal und ein Einlaufschacht, sondern auch eine enge Schlucht, ein Senkloch, ein Straßenablauf, eine Erosionsrinne, eine schlichte Rinne, ein Schlammfang, eine Saugrinne, ein Schleusenschacht, ein Sinkkasten, ein Schmutzfang, ein Saugwagen, eine Grabeneorsion, eine Wasserfurche - und für alle Leser in der Schweiz, in Süddeutschland und in Österreich auch eine Runse.

Zeit zu schauen, woher das Wort Gully überhaupt kommt:

Unser Gully ist ein noch recht junges Lehnwort aus der englischen Sprache. Eigentlich bedeutet es Rinne - ein weitreichender Begriff, der über unsere Bezeichnung Gully hinausgeht. Es stammt wahrscheinlich von dem altfranzösischen Wort goule/gole, dessen Verkleinerungsform gullet ist und Schlund bedeutet. Der französische Schlund geht zurück auf die lateinische Kehle bzw. die Speiseröhre, nämlich das Wort gula. Gueule - also recht ähnlich - ist das französische Wort für Kehle.

Kehle, verwandt mit dem Kiel, ist ein altes westgermanisches Wort und bedeutet verschlingen, verzehren und auch fressen. Im Mittelalter kannte man noch das Wort kehlen, was so viel wie rinnenartig aushöhlen, aber auch einen Fisch ausnehmen bezeichnet. Wir kennen heute noch das Verb auskehlen. Der Gully verzehrt gnadenlos alles, was ihm vor die Nase kommt, daher passt die Bezeichnung.

Unser Wort Gully hätte gar nicht den Umweg über Italien, Frankreich und England nehmen müssen, sondern gleich zu Hause bleiben und Kehle heißen können.

wortfeilchen

Dienstag, 6. September 2011

fundstück: twitter ist schneller als ein erdbeben.

Vielleicht in diesem Fall ein wenig makaber, ein Erdbeben ist schließlich eine üble Sache, aber mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt schon drin: twitter ist verdammt schnell. Neuigkeiten, egal ob sie wichtig oder nichtig sind, erfährt man weltweit am schnellsten via twitter.

Das zeigt anschaulich folgendes Video, das ich bei der wunderbaren Kollegin Heike Schmidt-Abidi entdeckt und gleich gemopst habe:
 


wortfeilchen

PS. Ebenso schnell, gewitzt und eloquent ist der wunderbare Marcus, der heute seinen 42. Geburtstag feiert. Alles Liebe nach Düsseldorf!

Donnerstag, 1. September 2011

fundstück: nach chefkock-art.



Da kommt wohl davon, wenn man unkonzentriert arbeitet - ein amüsanter Tippfehler. Die Rechtschreibfehler, die in der Speisekarte zu finden sind, habe ich großzügig übersehen. 

wortfeilchen

Donnerstag, 4. August 2011

fundstück: tippfehler oder dialekt?

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13525808/Arbeitslose-und-Migranten-kriegen-die-meisten-Kinder.html

Hat sich da jemand vertan? Mangelnde Rechtschreibkenntnisse oder zu wenig Zeit? Soll es ein Wortspiel sein oder schlicht vertippt? Klingt für mich gewöhnungsbedürftig, vielleicht hessisch - oder ist mir etwas entgangen?

wortfeilchen

PS. Der ganze Artikel hier.

Donnerstag, 28. Juli 2011

fundstück: 29 kreativitätstechniken.

Manchmal klemmt es. Die Gründe sind vielschichtig und können extrem nervend sein. Vielleicht hilft eine dieser 29 Ideen weiter:

Freitag, 22. Juli 2011

frische bücher: design-duden zu deutscher rechtschreibung & grammatik.


Quelle: http://www.duden.de/presse/das-pure-vergnuegen-fuer-den-schreibtisch

Viele Wörter fallen mir spontan zu den beiden Hübschen ein: pur, schlicht, formschön, wunderbare Farben, handliches und praktisches Format, Flexcover mit Prägung, abgerundete Ecken, Banderole und dazu auch noch Wissen - für mich Liebe auf den ersten Blick. Das sind sie, die beiden Design-Duden, die im August erscheinen und uns die Regeln der Rechtschreibung und Grammatik näherbringen.

Duden pur – Deutsches Wörterbuch, so heißt der gelbe Band. Er enthält 47 000 Stichwörter und erklärt in konzentrierter Form die wichtigsten orthografischen Grundregeln anhand von vielen anschaulichen Beispielen und Infokästen.

Duden pur – Deutsche Grammatik, das ist der orange Band. Er erklärt in kompakter Form alles Wichtige zur Grammatik der deutschen Sprache und gibt einen Überblick über gutes und richtiges Deutsch anhand von Tabellen und vielen Beispielen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich den Duden täglich zur Hand nehme. Möglicherweise ist es auch meine Schwäche für Bücher. Eigentlich ist es egal, denn ich hatte noch keine Gelegenheit reinzuschauen, den Einband zu streicheln, über die Seiten zu fahren und vielleicht die Typografie zu bewundern. Aber ich werde. Spätestens im August.

wortfeilchen

PS. Werte Frau Alexandra Hahn aus dem Verlagsbereich Wörterbuch und Sachbuch, ich wäre wirklich gar nicht böse, wenn ich vorab ein Rezensionsexemplar erhalten würde - ich kann es nämlich kaum erwarten!

Dienstag, 12. April 2011

verlorene worte: liederliche liederlichkeiten und liederliches.

Leichtfertig, oberflächlich und gering bedeutet das Adjektiv liederlich. Geschrieben wurde liederlich bereits im Mittelhochdeutschen so, aber die Bedeutung war anders, denn ursprünglich meinte liederlich schlaff, schwach oder auch leicht und zierlich in Wuchs und Bewegung.

In seiner Bedeutung wandelte sich liederlich im Laufe der Jahrhunderte: Während es im 15. Jahrhundert leicht, geringfügig und unwichtig bedeutete, wurde daraus im 16. Jahrhundert leichtfertig und ausschweifend.

Verwandt ist liederlich nicht mit dem Wort Luder, dafür mit lottern (was schlampig und liederlich bedeutet), dem Lotterleben, dem verlotterten Lotterbett und ebenfalls mit den Verben schlottern und schlummern.

Das Substantiv Liederlichkeit im Sinne von Unachtsamkeit, Leichtsinn und großer Freigiebigkeit wird seit dem 15. Jahrhundert in der deutschen Sprache benutzt - und weckt für mich Assoziationen mit kirchlichen Moralvorstellungen des Mittelalters.   

Heute steht liederlich synonym für unordentlich, nachlässig, nicht gewissenhaft, nicht gründlich, nicht sorgfältig, ungenau, ungepflegt, unsorgfältig, inakkurat, lax, schlampig, schludrig, ausschweifend, frivol, hemmungslos, lasterhaft, schamlos, sittenlos, sündig, unmoralisch, unsolide, unzüchtig, verdorben und verwerflich.

Liederlich hat fast immer eine moralische Konnotation im Sinne von Das macht man nicht!. Ein liederlicher Lebenswandel verurteilt und wertet einen eher schlampigen, verkommenen Lebenstil, der von zahlreichen (sexuellen und anrüchigen) Bekanntschaften über ungewöhnliche Schlaf- und Arbeitszeiten bis zu Drogenkonsum jeder Art und absoluter Gleichgültigkeit alles umfasst. Andersrum könnte man aber auch sagen, Liederliches ist fern von disziplinierter Spießigkeit und gesellschaftlichen Normen und Verpflichtungen - also durchaus erstrebenswert.

Erstaunlicherweise wird Liederlichkeit im alltäglichen Sprachgebrauch eher mit Frauen in Verbindung gebracht - ein Mann wird nie als liederlich bezeichnet, eine Frau aber liederliches Frauenzimmer genannt. Immerhin gibt es den Liederjan oder Liedrian, eine Bildung aus liederlich und der Kurzform von Johann. Der Liederjan bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert umgangssprachlich einen liederlichen Menschen. Es scheint, als wäre dieser männlich und mit dem Dummerjan verwandt. Sicherlich ein Cousin des Schlendrian.

wortfeilchen

PS. Die Steigerungsformen: liederlich, liederlicher, am liederlichsten

Montag, 4. April 2011

zahlungsmoral & freiberufler.

Die Geschichte eines Freiberuflers ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Es scheint sich nämlich noch nicht rumgesprochen haben, dass freie Mitarbeiter gerne für ihre Leistungen bezahlt werden. Und das angemessen. Dazu gehören auch Texter.

Oder wie Patrick Martinez es mit diesem T-Shirt rüberbringt:


Zum Glück trifft mich gestörte und mangelhafte Kundenzahlungsmoral eher selten. Im Anbetracht der vielen Aufträge, die in den letzten Jahren erfolglich und bezahlt über die Bühne gingen, fast schon erstaunlich. Allerdings habe ich einmal im Jahr einen Kunden, der nicht zahlt.

Vorletztes Jahr war es eine, im Nachhinein, dubiose Firma, die einfach verschwand - und hoffentlich strafrechtlich verurteilt ein paar Jahre absitzt. Letztes Jahr eine selbsternannte Autorin, der ich - da bin ich ehrlich - nässenden Fußpilz und juckende Hämorrhoiden wünsche. (Eigentlich unnötig, denn sie macht sich gekonnt selbst zur Lachnummer.) Das Jahr 2011 hat es besonders eilig, denn ein Verlag, der sich eigentlich nicht so nennen sollte, zickt rum. 

Ja, ich weiß, ich sollte sie alle verklagen, aber das deutsche Rechtssystem urteilt nicht immer nach Recht und Gerechtigkeit - glaubt mir, ich habe mich informiert - und verlange seitdem Vorkasse. Schlimm genug.

Oder wie es der badische Vater eines lieben Kollegen ausdrückt: Einmal im Jahr kommt ein Kunde, der hat einen Igel in der Tasche. Der Mann muss es wissen, er war jahrzehntelang als selbstständiger Handwerker unterwegs.

Daher mein Begehr: Bezahlt Leistungen, die Ihr kauft. Irgendwann könnte es nämlich auch Euch treffen. 

wortfeilchen  

PS. Entweder finde ich mich mit dem jährlichen Karma ab oder vermeide es ab 2012.

Dienstag, 22. März 2011

werbesprache und werbetexte: kundenmotive und kundennutzen.

Werbesprache, wie sie nicht sein sollte: Doktor Drostes Sprachsprechstunde.


Keine Frage, Werbetexte sollen werben. Dabei geht es in erster Linie aber nicht darum, die eigenen Produkte und eigenen Dienstleistungen möglichst ausführlich und anschaulich darzustellen und bewerben - es um die Menschen, die die ganze Geschichte bezahlen, nämlich die Kunden!

Natürlich müssen Interessen und Sichtweisen des Herstelles und des Unternehmens vertreten sein, aber es geht um Kunden und immer wieder um Kunden: Findet sich ein Kunde nicht wieder, erkennt er keinen Nutzen und fühlt er sich nicht angesprochen, kann das beworbene Produkt noch so genial und die angebotene Leistung noch so klasse sein - der Kunde wird es nicht kaufen!

Ja, so ein Kunde verfügt über viele Facetten, er ist anspruchsvoll und will umworben werden. Ein Kunde braucht Gründe, um überhaupt kaufen zu wollen.

Was will er denn, der Kunde? 

Beispiele: Er will sich geliebt fühlen, er will Geld sparen und Geld verdienen. Er will Zeit sparen und Spaß haben. Er will mehr will wissen, mehr können und es dabei bequemer haben. Er will attraktiv und gesund sein. Er will erfolgreich und angesehen sein.

Solche Kaufmotive kann man rausfinden, beispielsweise indem man überlegt, welche Werte so ein Kunde hat - und welche dieser Werte, Wünsche, Ziele und Hoffnungen mein Produkt, meine Leistung geben und erfüllen kann. Dabei aber darauf achten, dass eigene Qualitäten und/oder Produkte nicht einfach beschrieben werden, sondern echter Kundennutzen zutage kommt.

Wie heißt es so schön? Dann klappt es auch mit dem Nachbarn. Und mit dem Kunden auch.

wortfeilchen

PS. Das war nur ein Teil einer Sache, die sich Konzept nennt. Woraus klar wird, warum es Experten für solche Dinge gibt.

Montag, 14. März 2011

fundstück: schraip doch mahl!

Gelungene Werbung, die auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht: Analphabetismus, die Unfähigkeit zu lesen und zu schreiben.


wortfeilchen

Dienstag, 8. Februar 2011

in eigener sache: monitor in zürich gesucht.

Aufmerksame Leser wissen, ab und an halte ich mich in der Schweiz, genauer gesagt in Zürich auf. Auch dort will ich arbeiten, meine E-Mails abrufen und das Internet nutzen. Wer mich kennt, weiß aber auch, dass ich mich so mancher Technologie verweigere. Das gilt weiterhin für Handys, immerhin nicht mehr für Notebooks oder das wunderbare Netbook, das mir mittlerweile gehört und das ich sehr liebe. 

Falls Du, lieber Leser, Dich an dieser Stelle nun fragst, was das jetzt soll und warum ich Dir diesen Sermon erzähle, lies bitte weiter. 

Manchmal muss ich sehr genau hinschauen und dann bringt mich ein erheblich kleinerer Bildschirm nicht weiter - ein größerer Monitor muss also her. Nicht ganz einfach, wenn der Mann des Herzens ein Götzenanbeter ist und Computer mit einem Apfel drauf bevorzugt, die nicht immer mit meinem Netbook kompatibel sind. Ergo suche ich nach Lösungen:
  • So ein Teil einfach in den Koffer packen und mit auf den Flug nehmen? Nicht empfehlenswert.
  • Einfach in Zürich einen Monitor kaufen? Lehne ich ab, denn für den Preis, den ich in der Schweiz bezahle, bekomme ich in Bochum zwei Monitore. Und dann die Sache mit möglichem Umtausch und Garantie - schließlich kann ich meine künftigen Zürich-Besuche an einer Hand abzählen.
Daher habe ich mir überlegt, dass ich Dich, der Du meine Zeilen liest, ins Spiel bringe: 

Ich suche einen gebrauchten, aber einwandfrei funktionierenden Monitor zwischen 19 und 22 Zoll, gerne einen TFT und ganz wichtig, er muss über einen handelsüblichen VGA-Anschluss verfügen und Windows XP kennen und mögen. Dazu ist es sinnvoll, wenn er gleich die passenden beiden Kabel für Strom und VGA mitbringt und irgendwo in Zürich rumsteht.

Vielleicht hast Du noch einen Monitor rumstehen oder kennst jemanden, dem es so geht? Dann melde Dich bitte mit Deinen Preisvorstellungen und Angaben über den Monitor bei mir.

Vielen Dank!

wortfeilchen

Mittwoch, 2. Februar 2011

dem holger steffens sein geburtstag.

Foto: tobalo

Man mag es kaum glauben, aber der da auf dem Foto, das schmucke Kerlchen mit dem Dackelblick hat heute Geburtstag. Er ist nun 40 und ein bisschen. 

Zeit, um erwachsen, vernünftig und furchtbar langweilig zu sein? Weit gefehlt. Und das ist auch gut so. Einer muss schließlich die bekloppten Ideen austesten, die ihm einfallen. Und dazu wunderbar humorvoll, warm und töfte sein.

Bleibt nur noch eine Sache: Alles Liebe zum Geburtstag, Herr Steffens!

wortfeilchen

Donnerstag, 23. Dezember 2010

wortfeiler, weihnachten & wünsche.

Foto: Pierino Cerliani

Liebe Kunden, Kollegen, Netzwerkpartner und Freunde!

Ich wünsche Ihnen, Euch und Dir angenehme und entspannte Feiertage, die ebenso individuell nach Wunsch verlaufen mögen wie das neue Jahr.

Ihnen, Euch und Dir möchte ich danken: für spannende Projekte, erfolgreiche Aufträge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Machen wir was draus, aus 2011!

wortfeilchen

PS. Die Wortfeilerei ist übrigens bis zum 10.01.2011 geschlossen.

Montag, 20. Dezember 2010

eine recht persönliche weihnachtsgeschichte.

Es begab sich zur kalten Winterszeit, die Schneeflocken vor dem Fenster tanzten munter ihren Reigen, als in einem recht beschaulichen Städtchen an einem ebenfalls recht beschaulichen Flüsschen names Ruhr eine mittelalte Ex-Jungfer ihr von Schnupfen geplagtes Näslein geräuschvoll schnaubte und sich die müden und einigermaßen angeschwollenen Äuglein rieb.

Plötzlich ertönte ein lautes Geräusch - es ward der böse Störenfried, der Telefon gerufen wird. Und ehe sie sich versah, und dem Störenfried eindeutig mutig, aber relativ heiser ihren Namen entgegenwarf, sprach eine vertraute Stimme freundlich auf die Ex-Jungfer ein. Sie vernahm die Worte der männlichen Fee, wurde aber aus den geballten Informationen nicht ganz schlau. Aus diesem Grund hub sie an und erinnerte den Boten an die vielen Bakterien und Viren, die ihr Unwesen deutlich hörbar in ihrem Körper trieben, bat um Verständnis - und um Aufklärung. Dies geschah und die Worte des holden Boten verhießen freudvolle Neuigkeiten, die in ihrer Gesamtheit schöner und interessanter kaum sein konnten.

Eile ward geboten und der Ex-Jungfer recht schnell klar, sie müsse den edlen Verlagsjunker schleunigst anrufen und ihr vehementes Interesse an der dargebotenen Köstlichkeit bekunden - selbst wenn Artikulationsfähigkeit und Denkkapazität krankheitsbedingt eingeschränkt seien. Der Junker erwies sich als mitfühlender und freundlicher Zeitgenosse voller spannender Ideen, die den Geist der Ex-Jungfer erstaunlich anregten und ihre Gesamtheit uneingeschränkt begeisterte.

Aber oh weh, eine Idee musste her, um dem Junker anspruchsvoll und erhaben ihre Würdigkeit zu beweisen. Und all dies in dem erbarmungswürdigen Zustand, in dem sich die Ex-Jungfer befand. Das Thema kannte sie schließlich von den germanischen Wurzeln über die Völkerwanderungszeit, das Mittelalter, den Sturm und Drang bis zur letzten Rechtschreibreform, deren Änderungen momentan teilweise rückgängig gemacht werden sollten.

Wäre der Einfluss der Online-Kommunikation auf das geschriebene Wort ein Vorschlag, der den Junker erfreuen würde? Was ist eigentlich gutes Deutsch? Und was Sprachstil oder guter Stil? Korrekte Rechtschreibung oder angemessene Etikette? Die Ex-Jungfer zog das Näslein kraus, denn eigentlich könnte sie endlose Essays und Bücher zu dem Thema schreiben und nun sollte sie ihr gesammeltes Wissen und ihre ambivalenten Meinungen in einem klitzekleinen Text zusammenfassen?

Die Ablehnung der gängigen und so gerne genutzten Anglizismen wurde schnell von ihr verworfen, da in jedem Turmzimmer und jedem Kerker schon so viel darüber geredet wurde. Ebenso fallen ließ sie der Deppen-Apostroph, das muntere Auslassungszeichen oder neckische Häkchen, mit dem man den Ausfall eines Lautes oder einer Silbe kennzeichnen kann - oder eben auch nicht. Der Imperativ, der in der heimatlichen Gegend der Ex-Jungfer ein Fremdwort ist, wäre ein Argument, das anschaulich und ausführlich dargestellt werden könnte. Oder vielleicht doch der aussterbende Genitiv - der Kinder wegen? Gegebenenfalls könnte sie generell über die Möglichkeiten von Sprache deklamieren? Die Veränderungen der Sprache im Laufe der Jahrhunderte und warum Goethe und Kafka sicherlich Twitter nutzen würden? Oder die Etymologie des Wortes Sprache, die uns ins Mittelalter führt und eigentlich den Vorgang des Sprechens und das Vermögen zu sprechen beschreibt? Stilsünden wie Euphemismen, Schachtelsätze und Klischees wären ein ebenso reizvolles Thema wie Metaphern, die Worten Lebendigkeit einhauchen oder sie erschlagen können. 

Und so verging das vermaledeite Wochenende nur allzu rasch, die Ex-Jungfer putzte ihr rotes Näselein erneut und hoffte, der edle Junker würde sie erhören. Außerdem wart betteln noch nie ihr Ding.

wortfeilchen

PS. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen und Orten sind halbwegs willkürlich und können sporadisch auftreten.