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Dienstag, 22. Februar 2011

die besten im westen: das spardosen terzett & glück auf, ruhrgebiet.

Der WDR sucht die beliebtesten Lieder des Ruhrgebiets und präsentiert auf der Internetseite 20 Vorschläge, aus denen wir unsere 5 Favoriten auswählen können. Die besten 15 werden am 16. März 2011, 21 Uhr, im WDR-Fernsehen gezeigt.


Oberhausen von den Missfits ist dabei, ebenso Die Mädchen aus dem Kohlenpott und auch Der Mond von Wanne-Eickel. Ja, auch Herbert Grönemeyer mit der Hymne auf meine Heimat Bochum ist vertreten, aber wer fehlt? Eben, das Spardosen-Terzett. Das kann nicht sein, kommt nicht in die Tüte und dazu protestiere ich lautstark und voller Inbrunst!

Das Spardosen-Terzett hat nämlich die weltbeste Ruhrgebiet-Hymne, die es überhaupt jemals geben wird, vertont: Glück auf, Ruhrgebiet. Außerdem sind sie ganz viel wunderbar, ungemein witzig und überhaupt sooooo nett, dass sie zu den Besten, in die Abstimmung und ins Fernsehen gehören. Und genau aus diesem Grund müssen wir uns beschweren und eine E-Mail an diebesten@wdr.de schreiben und unser Veto kundtun!

Und falls Ihr vergessen habt, wie schön, berührend und passend Glück auf, Ruhrgebiet vom Spardosen-Terzett klingt, bitteschön:


Ich zähl auf Euch!

wortfeilchen

Dienstag, 26. Mai 2009

Eine gesetzlich geregelte Telefonbeziehung ...

... oder himmlische Ruhe im Büro!
 
Mein liebster Telefon- und Internetanbieter in Magenta,
 
ja, ich weiß, Du und ich haben es nicht immer leicht miteinander. Ich bin mir auch ziemlich sicher, Du magst die relativ neuen Vorschriften nicht, denn nun darfst Du Deine Telefonnummer nicht mehr unterdrücken und sie erscheint in voller Pracht auf meinem Display. Deine anonymen Anrufe bei mir, die mir manchmal schon ein wenig lästig waren, nehme ich einfach nicht mehr an, was Dir sicher nicht gefällt.
 
Sind wir mal ehrlich, eigentlich darfst Du mich nach dem neuen Gesetz gar nicht mehr anrufen, denn ich habe in unserem Ehevertrag angegeben, dass ich mir weiteres Balzverhalten verbitte und bei Bedarf selbst anrufe. Sollte ich Dich darauf aufmerksam machen?  
 
wortfeilchen
 
PS: Deine E-Mails habe ich noch nicht abbestellt, weil sie mich einfach zu sehr erheitern - auch wenn das sicherlich keine gesunde Grundlage für eine Beziehung ist.

Montag, 31. März 2008

Die üblichen Verdächtigen

Es ist schon ein Elend. Auf mindestens jeder zweiten Internetseite, in zu vielen Beiträgen und teilweise auch auf Visitenkarten lachen sie mich an - und werden mit einer Selbstverständlichkeit präsentiert, die mir graue Haare einbringt. Es geht um rechtschreibliche Fehler. Vielleicht denken manche Menschen, durch die ausgiebige Nutzung dieser Fehler bürgern sie sich irgendwann ein und sind dann richtig?

Es folgen die drei häufigsten Fehler, die mir täglich begegnen:

Platz 1: Herzlich willkommen
Tja, es gibt das Willkommen und jemanden willkommen heißen. Es gibt ein herzliches Willkommen, das fröhliche Willkommen, aber herzlich Willkommen gibt es einfach nicht. Herzlich Willkommen klingt nicht nur komisch, es ist auch falsch, da man aus einem Adjektiv ein Substantiv macht, wo es nicht hingehört.

Platz 2: E-Mail
Auch wenn es sich um einen eingedeutschen Anglizismus handelt, es ist immer noch die E-Mail und nichts anderes!

Platz 3: PS
Das Wort Postskriptum besteht aus zwei Silben, aber nicht aus zwei Wörtern, wieso sollte man P.S. schreiben?

wortfeilchen

PS: Gut, es gibt auch Menschen, die Barbara nicht schreiben können ...

Samstag, 8. März 2008

man kann es problemlos toppen ...

... jedenfalls, wenn ich dachte, die Probleme mit der Erreichbarkeit von Google, etc. am Donnerstag wären der Höhepunkt gewesen. Nope, mein Provider in magenta (eine schreckliche Farbe!) setzte gestern gleich noch einen drauf: Kein DSL in Bochums Innenstadt. Keine E-Mails, kein Internet, nix, nada, niente.

Da man mir zumindest das Telefon noch ließ, rief ich die kompetenten Jungs und Mädels doch gleich mal an und fragte nach. Die Aussagen waren nicht wirklich befriedigend oder hilfreich und es interessiert mich auch nicht wirklich, ob über 1000 andere Bochumer auch kein Internet haben. Und nein, ich will auch nicht in den Keller gehen und es per ISDN versuchen. Zusätzlich hätte ich gerne gewusst, wann es denn wieder geht.

Falls es wirklich ein technischer Deffekt war, was ich stark bezweifel, da komischerweise nur einzelne Stadtteile quer durch Deutschland betroffen waren, tut es mir schrecklich leid und ich bemühe mich nicht sauer zu sein. Falls es irgendwelche langgeplanten Wartungsarbeiten oder technische Umstellungen waren, warum könnt Ihr das nicht ankündigen oder nachts machen? Und falls nun der Bundestrojaner durchs Netz rattert, ist da das letzte Wort auch noch nicht gesprochen.

PS: Wenn demnächst ein grummelndes Etwas im nächsten Magenta-Shop durch die Tür schreitet und ein paar unflätige Schimpfworte loslässt und kommentarlos wieder geht: Ich war das!

PPS: Und am Wochenende bitte nicht stören! Ich werde meine üble Erkältung ins Bett packen, die Decke bis weit über die Ohren ziehen und will nichts und niemanden hören und sehen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Der Wahnsinn mag keine PCs ...

... oder Geisteskranke schreiben keine E-Mails. Was das für ein komischer Titel ist?

Ganz einfach: Amerikanische Psychologen haben E-Mails und Briefe an US-Kongressabgeordenete untersucht und festgestellt, dass geisteskranke Menschen klassische Medien wie Briefe bevorzugen. Die Untersuchung mit dem sagenhaften Titel
A Comparison of Email Versus Letter Threat Contacts toward Members of the United States Congress fand heraus, dass E-Mail-Schreiber sehr viel seltener Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigen als frustrierte Briefeschreiber. Wer E-Mails schreibt, konzentriert sich in erster Linie auf Themen, die im Zusammenhang mit der Regierung stehen, nutzt aber weitaus seltener obzöne Ausdrücke und schreibt unorganisiert. Menschen, die Briefe schreiben konzentrieren sich intensiv auf den Adressaten, verfassen sehr viel längere Texte als motzende E-Mail-Schreiber und zeigen sehr viel öfter Anzeichen einer Geisteskrankheit.

Hm, anscheinend habe ich noch keinem US-Kongress-
abgeordneten eine Mail geschrieben, die können nämlich enorm lang werden und weisen eine erschreckende Strukturiertheit auf.

wortfeilchen

Samstag, 3. November 2007

PS

Nein, keine Pferdestärken, sondern das PS, das Postskriptum oder Postskript, das früher, als wir alle noch schreiben konnten, und es auch taten, unter Briefen und Karten stand. Na gut, auch heute lese ich es erfreulicherweise mal in einer E-Mail und lächel ein bisschen wehmütig.

Wie der Name Postskriptum, abgekürzt PS, bereits sagt, steht es hinter bzw. nach einem Text, denn mehr als nach dem Geschriebenen bedeutet es übersetzt gar nicht. Es wird nie ausgeschrieben, sondern immer durch die beiden Buchstaben PS abgekürzt.

Womit ich schon bei der Crux von PS bin! Auch wenn es, genau wie E-Mail, verdächtig oft falsch geschrieben wird, richtiger macht es die Sache nicht, daher:
PS unter einen Text gepackt, schreibt sich PS:, aber nicht P.S. oder PS.: und auch nicht P.S:.

Der Plural von Postskriptum ist Postskripta, aber nicht Postskripten oder Postskriptums, wobei ich mir bei letzterer Möglichkeit nicht sicher bin, ob wir es nicht bald im Duden finden werden.

Will man mehr als einen Nachsatz hinter einen Text setzen, kann man durchaus ein weiteres Postskriptum anfügen; dazu wird einfach jedem weiteren PS ein P hinzugefügt. Das sollte dann so aussehen:
  • Erstes Postskriptum - PS
  • Zweites Postskriptum - PPS
  • Drittes Postskriptum - PPPS
  • und so weiter ...

wortfeilchen



PS: Die DIN-Normen, die auch das Aussehen und die Gestaltung von Texten, Briefen, Postsendungen und noch vielen anderen Dingen regeln, kennen das
Postskriptum gar nicht; also gibt es keine Regel für die Platzierung eines Postskriptums: Man kann es, auch wenn es dem Namen nicht entspricht, an den Anfang, in die Mitte, rechts oder links von einem Text setzen. Falls sich hier etwas geändert haben sollte, bitte ich um eine kurze Nachricht.

PPS: Der Duden aber kennt das Postskript und auch die korrekte Schreibweise; also bitte nicht denken, was nicht in der deutschen Norm zu finden ist, kann man schreiben, wie man will.

Sonntag, 23. September 2007

25 Jahre :-)

Unsere Kommunikationsmöglichkeiten haben sich durch Handy, Computer und Internet sehr verändert und erweitert. Aber Schriftsprache hat einen Nachteil - man kann nie einschätzen wie das Gegenüber seine Aussagen meint, denn Emotionen und Humor sind schriftlich leider nicht erkennbar

Der Informatikprofessor Scott Elliot Fahlman hatte eine Idee und schickte am 19. September 1982 um 11.44 Uhr eine Online-Nachricht, in der er das wahrscheinlich am häufigsten verwendete Emoticon veröffentlichte: :-) war geboren! Und die Gebrauchsanweisung schickte er hinterher: Ihr müsst es seitlich lesen.

Die Aneinanderreihung von Sonderzeichen fand über andere Universitäten und Firmen Einzug in den Alltag und landete schließlich überall.

Ob Fahlman wirklich Emoticons (emotional icons) erfand, ist nicht bewiesen, aber es gibt auch keine Beweise für das Gegenteil. Es war faszinierend zu beobachten, wie sich dieses Phänomen entwickelt hat, sagte Fahlman. Schließlich habe er die kleine Botschaft in lediglich zehn Minuten entworfen. Ich frage mich manchmal, wie viele Millionen Menschen in den 25 Jahren diese Zeichen getippt haben und wie viele ihren Kopf geneigt haben, um den Smiley zu sehen.

Weil ich diese niedlichen Zeichen natürlich auch nutze, aber nicht alle kenne, hier die wichtigsten und ihre Bedeutung:

:-) lachendes Gesicht
:-( trauriges Gesicht
;-) Augenzwinkern
:-D lautes Lachen
:-P Zunge rausstrecken
:-X Küsschen geben
:-/ skeptisch
:'-( weinen
:-* verliebt küssen

wortfeilchen