Montag, 11. Oktober 2010

jugendsprache. jugendwort 2010. langenscheidt.

Jugendsprache - bereits das Wort klingt für mich merkwürdig: Ist es der Jugend vorbehalten? Und wann findet diese statt? Endet die Jugend von einen Tag auf den anderen? Folgt die reife Sprache und irgendwann der Seniorenslang? Ab welchem Alter darf ich diese Worte nicht mehr benutzen und warum eigentlich nicht?

Sei es drum, sie wird gesammelt, diese Jugendsprache und ihre Wörter. Gar nicht schlecht, denn so wird damit nicht nur Geld verdient, sondern diese mehr oder weniger kreativen Ergüsse überregional verbreitet und archiviert.

Der Verlag Langenscheidt betreibt die Aktion seit 2008 - und sucht ebenso lange auch das Jugendwort des Jahres. 2008 hieß der Sieger Gammelfleischparty (eine höfliche Umschreibung meiner Wortwahl, die nicht jugendfrei ist und daher an dieser Stelle nicht erwähnt wird), 2009 war es hartzen.

Bis 31. Oktober 2010 kann aus einer Liste von 30 Jugendwörtern der persönliche Favorit gewählt werden. Die Vorschläge sind mannigfaltig - ich sage es mal so: Manche sind nett, manche völlig unverständlich und wenige richtig gut. Und nein, es gibt keine tollen Preise zu gewinnen, es geht lediglich um ein spannendes Thema und das Einfangen von Zeitgeist.


Zur Jury und zur Auswahl des Jugendwortes an sich zitiere ich die Webseite:

In der Jury sind immer Menschen jedes Alters, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit Sprachen, Wörtern und Texten beschäftigen.

Die zur engeren Auswahl gehörenden Jugendwörter werden von der Jury nach folgenden Kriterien bewertet:
  • sprachliche Kreativität
  • Originalität der neuen Begrifflichkeit
  • Aktualität, bzw. Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen oder politischen Ereignissen
  • Verbreitungsgrad des Wortes
wortfeilchen

PS. Ich mag übrigens emotional flexibel.

PPS. Wählen? Hier klicken.

Kommentare:

Tina hat gesagt…

Ich hab für eskalieren votiert, fand aber den Schnitzelhusten auch ganz schnieke.

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Nee, da bevorzuge ich weiterhin den Würfelhusten ;-))

Sabine Schönberg hat gesagt…

Mir hat das "Arschfax" imponiert. *lach* Ich fürchte, ich gehöre auch nicht mehr in die "Jugend". Ich kenne kaum ein Wort davon. Ich habe da aber noch einen Vorschlag für den Seniorenslang (kürzlich gehört): "Ich möchte dir jetzt die Vorteile von Bundhosen erläutern." Es ging dabei darum, dass der Bund einer Hose über dem Bauchnabel zu sitzen hat. :-)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Hömma, Sabinchen, wenn wir anfangen Bundhosen zu tragen, verklopp mich bitte oder sperr mich in den tiefsten Kerker ;-)))