Da bekomme ich schon mal eine Urlaubskarte von einem lieben Freund und was ist? Ich kann sie nicht lesen, weil der Mann eine Schrift hat, die Jean-François Champollion, dem Entzifferer der ägyptischen Hieroglyphen, ein Strahlen in die Augen gezaubert hätte. Mein Kommentar? Das kann kein Schwein lesen!
Klar, Schweine können in den seltensten Fällen lesen, aber ich frage mich natürlich gleich, woher diese Redewendung überhaupt kommt?
Es hat auf jeden Fall nichts mit dem Tier Schwein zu tun. Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, konnten die wenigsten Menschen lesen. Bildung kostete Geld, das hatte nicht jeder und meist waren Menschen sowieso zu sehr damit beschäftigt zu überleben. Es gab aber außerhalb des Klerus und des Adels doch ein paar Menschen, die das Geld und die Zeit hatten lesen und schreiben zu können.
So z.B. im 17. Jahrhundert bei oder in Lübeck die Familie Swyn. Diese Gelehrtenfamilie las vielen Menschen Schriftstücke vor und verfasste solche auch. War ein Brief oder ein anderer Text so unleserlich, dass selbst die Familie Swyn ihn nicht lesen konnte, sagte man: Dat kann keen Swyn lesen! Diese Redewendung hat es ins Hochdeutsche geschafft und über Jahrhunderte gehalten.
wortfeilchen
PS: Aber wie kriege ich nun raus, was auf meiner Postkarte steht?
Donnerstag, 29. November 2007
Montag, 26. November 2007
Kannste halten wie nen Dachdecker oder möge die Macht mit mir sein
Das Leistungsvermögen von Menschen und Dingen nennt man Potential oder Potenzial - womit ich genau bei der Crux bin! Was ist denn nun richtig?
Egal, ob Potential oder Potenzial, beides kommt von dem lateinischen potentialis/potentia, was Vermögen, Macht, Kraft und Leistung bedeutet. Beides beschreibt die Leistungsfähigkeit und ist auch in der Physik das Maß für die Stärke eines Kraftfeldes.
Der Duden kennt beide Schreibweisen, wobei Potential die ältere Version und Potenzial die eingedeutsche Variante und somit lediglich eine zulässige Form des Wortes ist. Die Erklärung dazu lautet, dass verwandte Worte, die auf -z auslauten auch so geschrieben werden können.
Im Klartext: Kannste halten wie ein Dachdecker und machen, wie Du willst.
Beides ist also richtig. Ich bevorzuge Potential, da es etymologisch irgendwie richtiger klingt und aussieht.
Aber wie ist es mit der neuen Rechtschreibung so oft? Was fürchterlich aussieht und erscheint, ist meist richtig ...
wortfeilchen
PS: Potentiell kann auch potenziell geschrieben werden, aber nun bitte nicht potent mit potenz ersetzen.
Egal, ob Potential oder Potenzial, beides kommt von dem lateinischen potentialis/potentia, was Vermögen, Macht, Kraft und Leistung bedeutet. Beides beschreibt die Leistungsfähigkeit und ist auch in der Physik das Maß für die Stärke eines Kraftfeldes.
Der Duden kennt beide Schreibweisen, wobei Potential die ältere Version und Potenzial die eingedeutsche Variante und somit lediglich eine zulässige Form des Wortes ist. Die Erklärung dazu lautet, dass verwandte Worte, die auf -z auslauten auch so geschrieben werden können.
Im Klartext: Kannste halten wie ein Dachdecker und machen, wie Du willst.
Beides ist also richtig. Ich bevorzuge Potential, da es etymologisch irgendwie richtiger klingt und aussieht.
Aber wie ist es mit der neuen Rechtschreibung so oft? Was fürchterlich aussieht und erscheint, ist meist richtig ...
wortfeilchen
PS: Potentiell kann auch potenziell geschrieben werden, aber nun bitte nicht potent mit potenz ersetzen.
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Samstag, 24. November 2007
Schuld ist nur der Wettermann
Ich bin schuldig. Ich gebe es zu. Ich schaue mir fast täglich den Wetterbericht an. Begeistert und fasziniert. Das ist aber nicht immer so gewesen.
Wetter ist das, was vor der Haustür passiert. So oder so ähnlich sagte es mal Jörg Kachelmann und der ist Schuld an meinen Terminen. Schließlich schaue ich kaum TV. Vorher dachte ich, Wetter sei langweilig und bemerke ich spätestens, wenn ich vor die Tür gehe oder aus dem Fenster schaue, aber nein, Wetter hat Facetten und ist sehr interessant. Also schaue ich mir den Wetterbericht an und bin auch nicht abgeneigt, Dokus über Tornados, Gewitter und ähnliche Dinge zu schauen.
Aber - nun kommt Werbung - es muss Meteomedia sein. Gut, da schwingt vielleicht auch ein wenig Lokalpatriotismus mit, weil die deutsche Meteomedia-Zentrale in Bochum ist und ich mich jedes Mal freue, wenn der Mann aus Bochum in Bochum mit Blick über Bochum das Wetter präsentiert.
Aber es geht noch weiter: Ich mag alle Meteomedia-Wetterpropheten, aber viel lieber ist mir Jörg Kachelmann. Er hat mir neue Welten eröffnet. Mit seinen verwuschelten Haaren, dem schalkhaften Grinsen, dem manchmal spöttischen Augenaufschlag, seiner klaren Sprache und seinem Gefuchtel mit den großen Händen - und besonders mit seinen Aussagen, die auch ich als Laie verstehe. Ich mag es, wie er sich aufregen kann und das auch tut. Ich mag seine süffisante, humorvolle Art. Ich mag es, was er mir beibringt. Er bietet die perfekte Mischung aus Informationen, Unterhaltung und die Frau in mir mag ihn auch noch.
wortfeilchen
PS: Weil ich meinem Lokalpatriotismus und meiner "Schwäche" für Herrn Kachelmann gerne ein Gesicht geben wollte, findet man seit ein paar Wochen das Bochumer Meteomedia-Wetter in meinem Blog. Habe ich mir dafür nicht ein Bier mit Jörg verdient?
PPS: Richtig Sorgen mache ich mir erst, wenn ich eine Wetterstation auf dem Balkon habe ...
Wetter ist das, was vor der Haustür passiert. So oder so ähnlich sagte es mal Jörg Kachelmann und der ist Schuld an meinen Terminen. Schließlich schaue ich kaum TV. Vorher dachte ich, Wetter sei langweilig und bemerke ich spätestens, wenn ich vor die Tür gehe oder aus dem Fenster schaue, aber nein, Wetter hat Facetten und ist sehr interessant. Also schaue ich mir den Wetterbericht an und bin auch nicht abgeneigt, Dokus über Tornados, Gewitter und ähnliche Dinge zu schauen.
Aber - nun kommt Werbung - es muss Meteomedia sein. Gut, da schwingt vielleicht auch ein wenig Lokalpatriotismus mit, weil die deutsche Meteomedia-Zentrale in Bochum ist und ich mich jedes Mal freue, wenn der Mann aus Bochum in Bochum mit Blick über Bochum das Wetter präsentiert.
Aber es geht noch weiter: Ich mag alle Meteomedia-Wetterpropheten, aber viel lieber ist mir Jörg Kachelmann. Er hat mir neue Welten eröffnet. Mit seinen verwuschelten Haaren, dem schalkhaften Grinsen, dem manchmal spöttischen Augenaufschlag, seiner klaren Sprache und seinem Gefuchtel mit den großen Händen - und besonders mit seinen Aussagen, die auch ich als Laie verstehe. Ich mag es, wie er sich aufregen kann und das auch tut. Ich mag seine süffisante, humorvolle Art. Ich mag es, was er mir beibringt. Er bietet die perfekte Mischung aus Informationen, Unterhaltung und die Frau in mir mag ihn auch noch.
wortfeilchen
PS: Weil ich meinem Lokalpatriotismus und meiner "Schwäche" für Herrn Kachelmann gerne ein Gesicht geben wollte, findet man seit ein paar Wochen das Bochumer Meteomedia-Wetter in meinem Blog. Habe ich mir dafür nicht ein Bier mit Jörg verdient?
PPS: Richtig Sorgen mache ich mir erst, wenn ich eine Wetterstation auf dem Balkon habe ...
Donnerstag, 22. November 2007
Weihnachtsmarkt
Heute geht es in Bochum wieder los. Punkt 17.30h eröffnet die OB den Weihnachtsmarkt. Dann ist kein Durchkommen in der Bochumer Innenstadt und verführerische Düfte ziehen bis zum 23. Dezember um die Häuser. Alltag in deutschen Städten während der Vorweihnachtszeit.
An sich ist unser Weihnachtsmarkt recht angenehm, denn viele traditionelle Stände verkaufen hübsche, kleine Nettig- und Nichtigkeiten. Er ist nicht groß und nicht klein, hat einen hübschen großen Tannenbaum und lärmt nicht allzu sehr. Ein- oder zweimal schlendere auch ich mal drüber und lasse mich, je nach Wetter, zu einer Feuerzangenbowle oder einem Backfisch überreden.
Aber heute eröffnet zeitgleich die Welt der Elektronik: Saturn. Die Bochumer Innenstadt verfügt seit Jahren über kein Elektro-Fachgeschäft und seit Wochen höre ich aus allen Ecken, wer was kaufen will. Auch ich liebäugel mit einer externen Festplatte. Heute tobt in Bochum das Leben, die Parkhäuser und Politessen rotieren. Das Wetter lädt zusätzlich ein, denn die Sonne lacht vom strahlendblauen Himmel und es sind um die 15 Grad. Glühwein wird daher nicht literweise über die Theken gehen, aber Waschmaschinen, IPods und mehr.
Ich werde morgen tapfer nach einer Festplatte schauen - und einen Backfisch essen.
wortfeilchen
An sich ist unser Weihnachtsmarkt recht angenehm, denn viele traditionelle Stände verkaufen hübsche, kleine Nettig- und Nichtigkeiten. Er ist nicht groß und nicht klein, hat einen hübschen großen Tannenbaum und lärmt nicht allzu sehr. Ein- oder zweimal schlendere auch ich mal drüber und lasse mich, je nach Wetter, zu einer Feuerzangenbowle oder einem Backfisch überreden.
Aber heute eröffnet zeitgleich die Welt der Elektronik: Saturn. Die Bochumer Innenstadt verfügt seit Jahren über kein Elektro-Fachgeschäft und seit Wochen höre ich aus allen Ecken, wer was kaufen will. Auch ich liebäugel mit einer externen Festplatte. Heute tobt in Bochum das Leben, die Parkhäuser und Politessen rotieren. Das Wetter lädt zusätzlich ein, denn die Sonne lacht vom strahlendblauen Himmel und es sind um die 15 Grad. Glühwein wird daher nicht literweise über die Theken gehen, aber Waschmaschinen, IPods und mehr.
Ich werde morgen tapfer nach einer Festplatte schauen - und einen Backfisch essen.
wortfeilchen