Donnerstag, 7. Oktober 2010

gedankenkosmos. seelenbruder.

Es kommt selten vor. Dabei liebe ich es. Aber heute wurde ich belohnt, sehr sogar. In meinem Briefkasten, zwischen KSK-Meldung, KVA und Rechnung versteckt, lag eine Postkarte. Eine handgeschriebende, anfassbare, echte Postkarte. Meine liebste Freundin Anja weilt gerade auf Samos und schreibt mir ab und an eine Urlaubskarte, was mich immer sehr freut. Das Motiv allerdings passt nicht zu Anja.

Gruß vom Sandmännchen
Das Sandmännchen gab es damals in den 70ern nämlich gar nicht bei uns. Sesamstraße, Sendung mit der Maus, Rappelkiste, Plumpaquatsch, Muppetshow, Catweazle, Neues aus Uhlenbusch etc. schon, aber kein Sandmännchen. Schade eigentlich.

Die Karte rasch umgedreht. Auch die Schrift erinnert an Anja, selbst die ersten Zeilen des Textes, aber recht schnell wurde mir klar: Nein, es kann nicht Anja sein.

So viele schöne Worte, eigentlich reine Komplimente lese ich dort - und bin erfreut und gerührt. Und dann geht mir ein Licht auf. Ich weiß, wer der Absender ist, der mir großzügig und mit liebevollen Worten so ein schönes Geschenk macht: Herr Gedankenkosmos! 

Irgendwann letztes Jahr fiel er mir bei Twitter auf. Seine Worte, seine Gedanken, seine sensible Art, sein Humor, sein Temperament, seine Ehrlichkeit und seine Offenheit begeistern mich. Seitdem haben wir so manche Nacht an unterschiedlichen Orten zusammen verbracht. Lachend, nachdenklich, plappernd, überdreht, schweigend, weise, übermüdet, hellwach und immer wunderbar. Danke, einfach danke, lieber Gedankenkosmos.

wortfeilchen

PS. Jaja, das Internet ist nur virtueller Scheißdreck.

Dienstag, 5. Oktober 2010

wie ich schreibe. vergleichsweise.

Jeder schreibende Mensch zweifelt irgendwann und zwischendurch an sich, seinen Worten, seinen Werken. Insgeheim haben wir alle Vorbilder, unerreichbar scheinende Idole der Autorenwelt. Praktisch, dass es Webseiten gibt, die genau diesen Vergleich ermöglichen. Schreibe ich wie Erich Fried oder doch wie Agatha Christie? Ken Follett oder Kafka?

Ich habe mutig den Selbstversuch gewagt:

Die englische Version I Write Like habe ich längst ausprobiert, das Ergebnis sieht so aus:


I write like
Ursula K. Le Guin
I Write Like by Mémoires, Mac journal software. Analyze your writing!

Ich gebe es zu, ich musste die Dame googeln und stellte fest, der Vergleich schmeichelt mir. Besonders, weil ich einen Teil meines großen Romanes eingegeben habe und dabei handelt es sich um einen Science-Fiction-/Fantasy-Roman. Der nächste Effekt? Ich muss und will was von Ursie lesen.

Seit ein paar Tagen kursiert eine deutsche Variante, die man online bei der FAZ austesten kann - was ich natürlich ebenfalls ausprobiert habe. Ich neige allerdings zu Ambivalenz und schreibe ebenso. Aus diesem Grund habe ich verschiedene längere Texte durchgejagt, die meiner privaten Feder entschlüpft sind.




Albert Ostermaier kam übrigens gleich zweimal raus. Was sagt mir das nun? Bin ich noch nicht reif für das eigenständige Schreiben? Habe ich keinen eigenen Stil oder einen so unverwechselbaren, dass er nicht katalogisiert werden kann? Und wer deckt mir die Gemeinsamkeiten der Erkenntnisse auf?

wortfeilchen

PS. Hat sich jemand eigentlich mal die Mühe gemacht und den Text eines Autoren bzw. einer Autorin eingegeben, der/die sehr bekannt ist? Nur um die Korrektheit und Treffsicherheit der Spielereien zu kontrollieren.

PPS. Vielen Dank an Philea, der ich den deutschen Link zu verdanken habe. Eigentlich noch viel mehr, denn nebenbei, ungeahnt und unauffällig hat sie mir Bücher empfohlen, mich inspiriert und mir Mut zum (privaten) Schreiben gegeben. 

Montag, 4. Oktober 2010

cristóbal márquez | tobalo: fotoausstellung "identität" im fkt bochum.

Lange musste ich warten. Zwischendurch sah ich kleine Anreize. Cristóbal Márquez heißt er, tobalo lautet sein Künstlername. Er ist Fotograf und Künstler. Bochumer und auch nicht, der mich immer wieder mit spannenden Motiven überrascht.

Am Freitag, den 8. Oktober eröffnet seine Foto-Ausstellung Identität im FKT Bochum:


Was und warum Identität? Dazu die PM vom FKT Bochum:

- Identität -

Aus der Idee heraus das Territorium, das Stadtviertel um das FKT herum, mit den Menschen zusammen zu bringen die dieses ausmachen und prägen, entstand die Fotoserie Identität von Cristóbal Márquez (Tobalo).

Auf eine persönliche, fast privaten Art werden Menschen wie du und ich, Menschen die uns vielleicht irgendwoher bekannt vorkommen, von Cristóbal Márquez In Bezug zu einem ganz bestimmten Umfeld gestellt.
Er bringt mit seiner Arbeit Menschen zusammen, die im Viertel leben, arbeiten oder nur für kurze Zeit "eindringen" und gibt dem Territorium ein Gesicht.

Die Identität eines Stadtviertel, Reviers, Territoriums wird durch die objektiven Merkmale darin subjektiv ins Bewusstsein gebracht.


Termine: 
Vernissage 8. Okt ab 19 Uhr
Finissage 23. Okt ab 18 Uhr (Party)

Öffnungszeiten:
Do/Sa/So 12 - 18 Uhr
und nach tel. Vereinbarung
unter 0163 1974453

wortfeilchen

Freitag, 1. Oktober 2010

man kann nie genug schuhe haben.

Wenn es mal schlecht oder eben nicht so optimal läuft bzw. die Rachegelüste überlaufen, sollte man immer die passenden Schuhe zur Hand haben:


wortfeilchen

PS: Danke an Angela für den Fund!