Montag, 24. Januar 2011

ruhrgebietsdeutsch: schluffen

Üblicherweise spreche ich kristallklares, fast reines Hochdeutsch. Mir wurde bereits Niedersachsen als Heimat in den Mund gelegt. Manchmal aber kommt es durch, das Ruhrgebiet. Dann fällt mir lediglich der heimische Ausdruck ein - und ich kann ihn schwerlich erklären.

Schluffen ist so ein Wort. Letztens bin ich darüber gestolpert. Also nicht über die Pantoffeln, die hier Schlappen, Schluppen oder Schläppkes heißen, sondern über den Schluffen. Eben, den kann ich so schwer erklären.

Aber es gibt Hilfe; und zwar im Mitmachwörterbuch, dort heißt es treffend:

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wortfeilchen

PS.  In der Deutschweiz gibt es in der Umgangssprache übrigens den Schlufi, der allerdings ein Synonym für einen nicht ganz astreinen Zeitgenossen darstellt. 

PPS. Vielen Dank an facebook und besonders an den unermüdlichen Daniel, den stolzen Schweizer, den Ausbund an Wissen und den humorvollen Kumpel, der mich tapfer erträgt und immer eine Recherche tätigt!

Kommentare:

Francisco Kuhlmann hat gesagt…

¡Hola!
Niedersachsen - hmmmmh. Niedersachsen ist groß und hat auch viele regionale Färbungen. ich als Kind der Nordseeküste verschlucke gerne die Endungen! Also renn'n statt rennen... BTW: Ostfriesische Stadt mit einem Buchstaben?
M ! (Emden, wenn es ein Nordwestdeutscher vulgo für Ostfriese ausspricht!).

Jetzt habe ich ganz vergessen, was ich zu schluffen anmerken wollte...

Mein Gott, ich werde alt!
LG

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Dann analysieren wir mal: Ich verschlucke so manche Endung, genau wie Du, dennoch kam noch niemand auf die Idee, den Ruhrpott als meine Heimat zu erkennn - obwohl ich problemlos so sprechn kann :-)

Kennst Du Schluffen oder schlurfen wir gemäß unseres Alters? ;-)

LG!