Sonntag, 19. Dezember 2010

deutsche sprache: wohlmöglich & womöglich.

Social Media, das angebliche und reichlich abgenutzte Zauberwort, ist nicht jedermanns Sache. Twitter, Facebook und Konsorten stellen für viele Menschen puren Unsinn, Prokrastination oder unnützen Zeitvertreib dar. 

Geht es um die vielen so genannten und meist selbsternannten Social Media-Berater und Social Media-Experten, so stimme ich den Zweiflern vorbehaltlos zu. Geht es aber um die Anwendungen an sich, sehe ich in erster Linie den beruflichen und privaten Nutzen. 

Ein Beispiel: 

Der werte Herr Wimbauer präsentierte via twitpic, dem Fotodienst zu Twitter, dieses Foto und die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Wortes womöglich.

Quelle: @wimbauer via http://twitpic.com/3ggu5j

Heißt es wohlmöglich, wohl möglich oder womöglich? Irritation machte sich bei Twitter breit - und die Frage, ob es sich dabei um einen Regiolekt, einen Dialekt, eine Verballhornung oder doch um korrekte deutsche Sprache handelt, die der Duden absegnet. 

Es ist und der Duden bestätigt es problemlos:


Auch Julian von Heyl, sehr kompetenter und sehr angenehmer Betreiber der Seite korrekturen.de, hat sich dieser Frage bereits gewidmet:


Was lernen wir daraus? Vielfalt ist besser als Einfalt.

wortfeilchen

PS. Vielfalt statt Einfalt kam übrigens auch über Twitter bzw. Facebook. Und von der sehr geschätzten @ebensolch.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo,
wenn sich bereits jemand dieser worte annimmt, dann wäre doch die herkunft interessant zu recherchieren. kommt womöglich von "wo es möglich ist" oder von der "wohl angenommenen möglichkeit", bzw der besseren, also "wohleren" möglichkeit ? letztere versionen würden eine wirkliche vielfalt erlauben, nämlich wohlmöglich (!) beide schreibweisen. doch die schreibweisen des landes sind oft weit entfernt vom tatsächlichen umgang und nutzen der wörter und dem lebendigen feilen an ihnen, wissen aber viel von einem wort-pfeiler, oft demselben gelernten. das ist für mich einfalt; sollte mal reflexiert werden, also reflektiert. hmm, da ist sie wieder, die wo immer mögliche, aber selten nötige schreibtischdiktatur.

barbara piontek hat gesagt…

Oh, Sie erteilen mir einenn (bezahlten) Auftrag? Falls nicht, machen Sie sich ans Werk! Recherchieren, denken, argumentieren Sie! Und teilen Sie Ihre Erkenntnisse mit mir, ich lerne nie aus und gerne dazu. Ich neige nämlich nicht zum statischen Pfeilertum ;)