Freitag, 15. Januar 2010

Fundstück: textlog.de - ein Juwel

Es war keine Absicht. Zufällig lief sie mir über den Weg. Ich las einige Sätze. Und dann blieb ich dort hängen. Verlor mich in Worten. Verharrte in Gedanken.

Und bin dankbar, dass sich jemand, nämlich Peter Kietzmann, die Mühe gemacht hat, all diese wunderbaren Worte zu sammeln und online zu stellen.

Wovon ich spreche?
Von textlog.de. Eine Fundgrube aus philosophischem Gedankengut, aufmüpfigen Wahrheiten und wonnevollen Worten. Sie alle zu nennen, würde zu weit führen. Ich entdecke gerade Friedrich Nietzsche wieder für mich. Andere warten bereits: Rilke, Freud oder auch Hume oder Kierkegaard.

Die Beschreibung des Betreibers wird dem Inhalt nicht gerecht, umschreibt ihn aber: textlog.de ist eine Sammlung historischer Texte und Wörterbücher mit Schwerpunkt Philosophie, Kunst und Ästhetik. Die in dem Projekt enthaltenen Online-Ausgaben sind neu überarbeitet und editiert. Derzeit stehen über 41000 Seiten zur Lektüre und Recherche zur Verfügung. Die Sammlung wird ständig aktualisiert und erweitert.



wortfeilchen

Kommentare:

tina hat gesagt…

Das hier

"Eine Fundgrube aus philosophischem Gedankengut, aufmüpfigen Wahrheiten und wonnevollen Worten."

klingt irgendwie nach Twitter. ;-)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Meinst Du?

Der Vergleich hinkt irgendwie reichlich, finde ich jedenfalls, aber mehr werde ich dazu auch nicht sagen; ich kann schweigen ;-))

Heike hat gesagt…

Tolle Sammlung, wirklich. Aber nicht mal ne Quotenfrau dabei. Kann doch gar nicht sein, dass es keine gäbe, deren Gedanken klug genug wären, um hier einen Platz zu finden ...

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Huch, da war ich so in Nietzsche vertieft, dass ich es nicht einmal bemerkt habe. Stimmt, keine Frau dabei.

Und es gibt so viele:
http://www.philosophinnen.de/zeittafel/index.html

Doro hat gesagt…

jetzt macht aber mal einen Punkt, Mädels.

Auch wenn ich verstehe, daß Frau ihr Augenmerk darauf legt, ob denn wohl auch Frauen in einer solchen Sammlung auftauchen, mindert deren Fehlen doch die beachtliche Sammlung nicht, auch mich ärgert es immer wieder, dass wir in der heutigen Zeit noch immer unter männlicher Ignoranz zu leiden haben, mehr noch, ich habe Angst wenn ich über die Zukunft der Frauenbewegung nachdenke, aber das ist doch jetzt eher nicht das Thema oder?

Und ein sicherlich ironisch gemeinter Vergleich mit "Twitter" ist, naja...

Was mich aber an meinen Vorrednerinnen wirklich enttäuscht ist die Tatsache, dass es bei den Kommentaren überhaupt garnicht um die angebotenen Inhalte geht. Warum eigentlich nicht?

Ist es nicht interessant zu stöbern was z.B. Fritz Mauthner zum Wesen der Sprache gedacht hat?

oder Nietzsche über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn?

klar, kann man schwerlich in aller "bloggerechten" Kommentarkürze wiedergeben was man bei den alten Philosophen eventuell doch interessant oder gar widersprüchlich finden mag, aber es ist doch eine beachtliche Sammlung einer höheren Gedankenkultur auch wenn die Frauen in dieser Sammlung fehlen.

aber es hat sie gegeben,die Frauen dazu habe ich noch einen kleinen Happen für Euch:
Lou Andreas Salomé geboren 1861 in Petersburg. 14 Jahre nach ihrem Tod erschien 1951 ihr nachgelassenes Werk Lebensrückblick. Sie war mit Persönlichkeiten der Geistesgeschichte – wie Nietzsche, Rilke und Sigmund Freud – verbunden und lebte für die damalige Zeit ein ungewöhnliches Leben. (Biographie von Cordula Koepcke, insel taschenbuch)

lasst uns doch das Wesentliche finden:-)

nix für Ungut
Doro

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Ich achte momentan so gar nicht darauf, wer es gesagt oder geschrieben hat, sondern was - und entdecke so viele Dinge, die mich lächeln oder zustimmen lassen, mich empören oder nachdenken lassen. Konzentriere mich weiterhin auf Nietzsche, weil dort so viel, was mich interessiert, abstößt und begeistert.

Doch, Doro, an sich kann man, das Kommentarfeld ist sehr flexibel.

Die beständige Ignoranz der Männerwelt und die (ge)wachsene Ignoranz der Frauen sind ein großes Thema, das mehr als erwähnenswert ist. Frage mich nur, wo anfangen, wo aufhören? Was ist wesentlich, was nicht? Ist ein Blog der passende Rahmen dafür?

Fritz Mauthner packe ich auf meine Liste. Vielleicht eine Idee fürs Blog!?

Lou Andreas Salomé ist notiert, danke!