Sonntag, 13. April 2008

Intelligent, aber einsam

Manchmal lohnt es sich eben doch im Wartezimmer beim Arzt Zeitschriften zu lesen. In diesem Fall die Apotheken Umschau, denn dort las ich einen sehr interessanten Artikel. Es gibt immer mehr Singles und eine Untersuchung des Soziologen Jochen Hirschle von der Fernuniversität Hagen brachte erstaunliche Ergebnisse in Bezug auf Bildung, Sozialverhalten und Partnerwahl hervor:

Je höher die Bildung, desto schwerer fällt es den Betreffenden Freundschaften zu schließen und Beziehungen aufzubauen. Heißt im Klartext, für Akademiker, die einmal alleinstehend sind, stehen die Chancen nicht so gut dies zu ändern. Sie arbeiten mehr und länger, gehen seltener aus und ihre Interessen sind meist auch nicht sonderlich sozial. Das Hobby des Lesens ist weit verbreitet und wird allgemein zu Hause und allein betrieben.

Die meisten Haupt- und Realschulabgänger lernen ihre Partner und Freunde im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Disco oder Kneipe kennen. Abiturienten und Akademiker sehr häufig am Arbeitsplatz. Außerdem ziehen sie jobbedingt häufiger um und dabei bleiben alte Freund- und Bekanntschaften schon mal auf der Strecke.

Aber wenn nun jeder Eigenbrötler auf die Idee kommt, er sei eigentlich zu intelligent und darum hapert es mit seinem Sozialverhalten - nee, so läuft das nicht.

wortfeilchen

PS: Ja, ich bekenne, auch ich bin eine lesende Akademikerin, die selten in Kneipen und Discos zu finden ist, aber irgendwie habe ich keine Probleme Menschen kennen zu lernen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

a, ich bekenne, auch ich bin eine lesende Akademikerin, die selten in Kneipen und Discos zu finden ist, aber irgendwie habe ich keine Probleme Menschen kennen zu lernen.


--
Naja als Frau ist das auch alles etwas einfacher, besonders wenn man(n) (Frau) ne gesunde Portion selbstbewußtsein besitzt.

wortfeilchen hat gesagt…

Auch wenn ich ganz stark versuche zu ignorieren, dass sich Selbstbewusstsein so schreibt, verstehe ich die Logik nicht. Wieso ist es als Frau einfacher und was hat das mit dem Ego zu tun? Bitte um weitere Erklärung.

Anonym hat gesagt…

Ich bin keine Akademerikerin und lese auch.

ich verstehe 'a' nicht - muss ich mir über 'b' Gedanken machen?

sorry Sis

wortfeilchen hat gesagt…

Sorry Sis, aber Akademiker/-in falsch geschrieben und ja, hat in diesem Fall was mit der Studie zu tun und nicht mit allgemeinem Leseverhalten.

Was verstehst Du an a nicht? Außer, dass a so nicht von mir ist und ich nicht genau weiß, was anonym mir damit sagen will. Aber wenn anonym sich in Schweigen hüllt ... nun ja, gute Nacht! ;-)

Anonym hat gesagt…

Naja meine Rechtschreibschwaeche mal beiseite, sorry wenn das in den Augen wehtut ;).


Naja also erstmal ist es so, dass Du als Frau im allgemeinen häufiger von Leuten angesprochen wirst, die dich kennenlernen wollen (ob die alle immer nur dsa eine wollen, ka ist ein anderes thema) als dies bei einem Mann der Fall ist.

Und mit dem Ego hat das einfach insofern zu tun, dass selbstbewusste Menschen sich extrovertierter verhalten als Menschen mit geringem Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl.
Und durch dieses Verhalten wird es deutlich einfacher neue Leute kennen zu lernen.


So und wenn man das ganze jetzt wieder auf das Urpsrungsthema bezieht, so ergibt sich imo folgendes:
Du hast also als Ausgangspunkt eine Person die selten ausgeht, und damit auch weniger Menschen treffen wird.
Und dann gibt sich für die 4 sehr groben Typen folgende Rangliste der Chancen neue Menschen kennenzulernen:
1. weiblich + gesundes selbstvertrauen
2. männlich + gesundes selbstvertrauen
3. weiblich + kein selbstvertrauen
4. männlich + kein selbstvertrauen

Ok ist sehr vereinfacht, da sone Faktoren wie z.B. aussehen dabei jetzt nicht berücksichtigt sind.

wortfeilchen hat gesagt…

Danke liebe/r Anonym, aber was hat das mit der Bildung und dem Singledasein von Akademikern zu tun?