Mittwoch, 29. September 2010

aus gründen: wortfeilchen ihre haarfarbe.

Ich verstehe es nicht so ganz. Eigentlich ist es mir völlig unverständlich, aber meine Haarfarbe scheint ein enorm wichtiges Thema zu sein. In reichlich vielen Ecken der Welt fragt man sich anscheinend, welche Haarfarbe ich habe. Ich denke, es gibt wichtigere Dinge, aber wenn es für Euch so relevant ist, bitteschön:

Die Natur, die Gene oder wer auch immer es im Endeffekt war, hat mich großzügig beschenkt, denn ich nenne drei (in den letzten Jahren sogar vier) Haarfarben mein Eigen. Feine hellblonde Härchen gesellen sich zu lapidaren mittelblonden und mittendrin leuchten kupferrote, drahtähnliche Pferdehaare auf. Das Ganze changiert je nach Lichteinfall prächtig, anmutig und facettenreich wie die eigenen Augenfarben, die ein Thema für sich wären, das ich aber nicht ausweiten möchte. Daran ändern auch die in den letzten Jahren nachwachsenden grauen Haare wenig, denn diese unterscheiden sich kaum sichtbar von den hellblonden auf meinem Kopf. Offiziell nennt sich diese Haarfarbe Honigblond bzw. Hellblondkupfer. Oder so.

Manchmal, eigentlich sogar öfter mal, ist mir langweilig und ich ändere die Haarfarbe mittels wirksamer Chemie. Die Ergebnisse variieren in Blond- und Rottönen.

Momentan sieht es auf meinem Kopf so aus:


Und wer von Euch an dieser Stelle noch nicht eingeschlafen ist und Langeweile hat, kann sich nun auch gerne noch überlegen, ob die Farbe echt ist oder eben nicht.

wortfeilchen

PS. Der Herr des Hauses hat übrigens eine, wie ich finde, sehr viel schönere Haarfarbe, die aber eher selten Anlass für (übertriebenen) Gesprächsstoff gibt. 

Dienstag, 28. September 2010

heute: glocke vorm bochumer rathaus. demnächst: neue webseite online.

Komische Überschrift, denkt Ihr nun vielleicht. Eine olle Glocke und Sehenswürdigkeit, die vor dem Rathaus in Bochum hockt und dazu eine neue Webseite für die Werbetexterin und Lektorin? Wo ist die Verbindung? Was will sie uns damit sagen? Und warum überhaupt?

Um die Verwirrung noch zu steigern, kommt nun auch noch das hier:

Foto: Pierino Cerliani

... und damit lasse ich Euch nun auch im Regen stehen, lächel in mich und überlasse Euch die Querdenkerei. 

wortfeilchen

Sonntag, 26. September 2010

fremde worte: karfiol

In Süddeutschland und Österreich heißt das, was wir Blumenkohl nennen ganz anders, nämlich Karfiol. Klingt für deutsche Ohren gewöhnungsbedürftig und fremd.

Warum nennt man den Blumenkohl eigentlich Karfiol?

Das Wort Karfiol gibt es etwa seit 1600. Es wurde eingedeutscht und stammt von dem italienischen cavolfiore. Cavolfiore wiederum ist eine Zusammensetzung der italienischen Worte cavolo und fiore, die ihrerseits auf die lateinischen Bezeichnungen caulis für Kohl und flos/floris für Blume zurückgehen. Spanisch coliflor und englisch cauliflower gehen ebenfalls auf die italienisch-lateinische Zusammensetzung zurück, während die Franzosen und Deutschen Lehnübertragungen daraus bastelten und der Karfiol chou-fleur bzw. Blumenkohl heißt. Eigentlich müssten wir in Deutschland das blumenartige, weiße Gebilde also Kohlblume oder Kohlblumen nennen, aber nicht Blumenkohl - oder?

wortfeilchen

PS. Ähnlich verhält es sich mit der Kohlrabi. Ursprünglich heißt der nämlich cavoli rape, cauliravi bzw. Kohlrübe, aber im 17./18. Jahrhundert machten wir daraus das Lehnwort Kohlrabi. Unter einer Kohlrübe verstehen wir eher eine Steckrübe, weiße Rübe oder Wruke.

Freitag, 24. September 2010

schweizfund: verbotsschild der waldenburgerbahn im raum basel.

Die bildliche Auflistung der Verbote in einer S-Bahn in Zürich erwähnte ich bereits; nun hat ein lieber Freund von mir ein weiteres für mich fotografiert. Es hängt in der Waldenburgerbahn, die im Großraum Basel fährt.

Danke, lieber Urs!


wortfeilchen

PS. Allerdings muss ich erwähnen, dass ich das Wort Umtriebsgebühr gar nicht kenne. (So geht es mir aber mit den Schweizern öfter mal. Und ihnen mit mir. Ich sage nur muckelig)