Dienstag, 22. April 2008

Unnützes Wissen, die Vierte

Wer viel schreibt bzw. tippt, dem helfen flinke Finger gehörig. Ich tippe recht schnell, das war mir immer klar; aber wie schnell ich genau tippe, das wusste ich nicht. Aber es gibt ja im Internet viele nützliche und unsinnige Dinge, so auch den Speedtest, der mir sagt, wie viele Zeichen und Wörter ich in einer Minute tippe.

Wozu das gut ist? Für rein gar nichts - jedenfalls in meinem Fall, aber dennoch irgendwie nett zu wissen, dass ich 350 Zeichen oder 63 Worte (fehlerfrei) in einer Minute tippe. Ist das viel? Ist das schnell? Das sagt mir die Seite leider nicht, wobei eine Statistik oder Übersicht schön wäre, aber andererseits egal ist.

wortfeilchen

Freitag, 18. April 2008

Widderliche Grüße


Heute haben gleich zwei besondere Menschen Geburtstag - ein perfekter Grund und Anlass beiden einen eigenen Artikel zu widmen:

Dem Vater von zwei erstaunlichen Kindern, dem weisen und spirituellen Wolf, dem kein Thema zu abstrus ist, dem versierten und geduldigen Techniker, dem humorvollen und sensiblen Freund, der immer einen Tipp und ein offenes Ohr hat und dem Strolch, der immer für jeden Spaß zu haben ist - die Aufzählung könnte ich problemlos erweitern, aber das muss ich nicht, denn Du, lieber Ralf und weltbester Nicht-Hase weißt um Deine Qualitäten, daher einfach: Alles Liebe zum Geburtstag, einen Kuss und danke!

Lieber Michael, auch Du hast mich in den vergangen Monaten immer wieder beeindruckt und mein Leben bereichert. Vielleicht kenne ich Dich noch nicht so gut wie Ralf, aber ich freue mich auf weitere Gespräche und viel Lachen mit Dir: Herzliche Geburtstagsgrüße!

wortfeilchen

PS: Warum eine rote Tür? Ganz einfach, eine Tür schwingt in beide Richtungen, rot ist warm wie Ihr und die Farbe des Feuers.

PPS: Vielen Dank an Doro für das schöne Foto einer Marburger Tür.


Donnerstag, 17. April 2008

Ich hab da was in petto!

Hat man einen unerwarteten Trumpf in der Hand oder schüttelt unerwartet ein As aus dem Ärmel, überrascht man das Gegenüber, denn man hat etwas in petto, womit niemand gerechnet hat. Aber woher kommt diese Redewendung?

Die Redensart in petto stammt von dem lateinischen in pectore und bedeutet in der Brust/auf dem Herzen. Erstmals tauchte der Ausdruck vor ca. 600 Jahren im Mittelalter auf. Papst Martin V. führte bei der Kardinalswahl ein Verfahren ein, bei dem der Name des auserwählten Kardinals zunächst mit den Worten Alios in pectore reservamus ... für sich behalten und somit geheim gehalten wurde. Der Grund ist klar: Die Ernennung eines Kandidaten barg auch gewisse Risiken in sich, durch die geheime Auswahl wurde derjenige geschützt und erst später offiziell und öffentlich ernannt. Starb der Papst vor der offiziellen Ernennung, erlosch auch die Ernennung in pectore. Der Vatikan ist bekanntlich in Italien und ebenso viele Kardinäle und Päpste waren Italiener, so wurde aus in pectore in petto und ging im Laufe der Zeit in den Sprachgebrauch über.

wortfeilchen

Sonntag, 13. April 2008

Intelligent, aber einsam

Manchmal lohnt es sich eben doch im Wartezimmer beim Arzt Zeitschriften zu lesen. In diesem Fall die Apotheken Umschau, denn dort las ich einen sehr interessanten Artikel. Es gibt immer mehr Singles und eine Untersuchung des Soziologen Jochen Hirschle von der Fernuniversität Hagen brachte erstaunliche Ergebnisse in Bezug auf Bildung, Sozialverhalten und Partnerwahl hervor:

Je höher die Bildung, desto schwerer fällt es den Betreffenden Freundschaften zu schließen und Beziehungen aufzubauen. Heißt im Klartext, für Akademiker, die einmal alleinstehend sind, stehen die Chancen nicht so gut dies zu ändern. Sie arbeiten mehr und länger, gehen seltener aus und ihre Interessen sind meist auch nicht sonderlich sozial. Das Hobby des Lesens ist weit verbreitet und wird allgemein zu Hause und allein betrieben.

Die meisten Haupt- und Realschulabgänger lernen ihre Partner und Freunde im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Disco oder Kneipe kennen. Abiturienten und Akademiker sehr häufig am Arbeitsplatz. Außerdem ziehen sie jobbedingt häufiger um und dabei bleiben alte Freund- und Bekanntschaften schon mal auf der Strecke.

Aber wenn nun jeder Eigenbrötler auf die Idee kommt, er sei eigentlich zu intelligent und darum hapert es mit seinem Sozialverhalten - nee, so läuft das nicht.

wortfeilchen

PS: Ja, ich bekenne, auch ich bin eine lesende Akademikerin, die selten in Kneipen und Discos zu finden ist, aber irgendwie habe ich keine Probleme Menschen kennen zu lernen.