Freitag, 18. Mai 2007

Norges nasjonaldag / Grunnlovsdag

Ich habe doch fast den norwegischen Nationalfeiertag vergessen:

Am 17. Mai begeht Norwegen den größten Festtag des Landes: Norwegen feiert den Tag der ersten Verfassung im Jahr 1814 und die Befreiung von der 400 Jahre währenden dänischen Herrschaft.

Der 17. Mai ist ein politischer und patriotischer Tag mit wehenden Fahnen, Musik, Volkstrachten, Umzügen und Reden. Die Königsfamilie symbolisiert die nationale Gemeinsamkeit, indem sie den Kinderumzug in Oslo vom Balkon des Schlosses grüßt. Ein Kinderzug zieht durch die Straßen und Gottesdienste finden statt.

Die norwegische Nationalhymne Ja, vi elsker dette landet (Ja, wir lieben dieses Land) :
I. Ja, vi elsker dette landet,
som det stiger frem
furet, vejrbidt over vandet
med de tusen hjem, -
elsker, elsker det og tænker
på vor far og mor
og den saganat, som sænker
drømme på vor jord.
II. Dette landet Harald bjerged
med sin kjæmperad,
dette landet Haakon værged,
medens Øjvind kvad;
Olav på det landet malte
korset med sit blod,
fra dets høje Sverre talte
Roma midt imot.
III. Bønder sine økser brynte,
der en hær drog frem;
Tordenskjold langs kysten lynte,
så den lystes hjem.
Kvinder selv stod op og strede,
som de vare mænd;
andre kunde bare græde;
men det kom igjen!
IV. Visstnok var vi ikke mange;
men vi strak dog til,
da vi prøvdes nogle gange,
og det stod på spil;
ti vi heller landet brændte,
end det kom til fald;
husker bare, hvad som hændte
ned på Fredrikshald!
V. Hårde tider har vi døjet,
blev tilsist forstødt;
men i værste nød blåøjet
frihed blev os født.
Det gav faderkraft at bære
hungersnød og krig,
det gav døden selv sin ære -
og det gav forlig.
VI. Fienden sit våben kasted,
op visiret for,
vi med undren mod ham hasted;
ti han var vor bror.
Drevne frem på stand af skammen
gik vi søderpå;
nu vi står tre brødre sammen
og skal sådan stå!
VII. Norske mand i hus og hytte,
tak din store gud!
landet vilde han beskytte,
skjønt det mørkt så ud.
Alt, hvad fædrene har kjæmpet,
mødrene har grædt,
har den Herre stille læmpet,
så vi vandt vor ret.
VIII. Ja, vi elsker dette landet,
som det stiger frem
furet, vejrbidt over vandet
med de tusen hjem.
Og som fædres kamp har hævet
det af nød til sejr,
også vi når det blir krævet,
for dets fred slår lejr.

Und hier zu hören.

Hilsen
wortfeilchen

Donnerstag, 17. Mai 2007

Haare und Zähne ...

... oder warum hat man eigentlich Haare auf den Zähnen?

Ich kenne schon ein paar Menschen, zumeist Frauen, die Haare auf den Zähnen haben. Es bedeutet, dass Frau verbal, manchmal planlos, um sich schlägt, rigoros ihr Recht verteidigt oder eben ziemlich schlagfertig ist. Wirklich positiv erscheint mir der Ausdruck nicht. Aber wie kam es zu dieser Redensart?

Im Altertum wurden jedem Körperteil symbolisch Eigenschaften zugeordnet, so auch den Haaren. Volles, kräftiges Haar war ein Zeichen von Gesundheit, Kraft und Stärke, vergleichbar mit der Mähne eines Löwen. Die absolute Steigerung dieser Vorstellung wäre Haare auf den Zähnen.

Lange Haare galten bei Männern als Zeichen von Stärke und Männlichkeit. Samson verdankte seine außergewöhnliche Stärke (und seine außergewöhnlich heftigen Wutausbrüche) seinen kräftigen Haaren und wir wissen alle, was passierte, als er diese verlor.

Der Ausdruck ein haariger Kerl zu sein bedeutet, dass Mann ein durchsetzungsfähiger, tapferer, ganzer Mann ist. Also, je mehr Haare am Mann, desto männlicher ist er. So jedenfalls der Ausdruck seit Jahrhunderten. Was bezogen auf Bartwuchs und Körperbehaarung auch zutrifft; allerdings haben Untersuchungen bewiesen, dass Männer mit spärlichen oder keinen Haaren auf dem Kopf über mehr Testosteron verfügen, als Männer mit vollem Haar.

An sich attestiert dieses Sprichwort also Frauen männliche Fähigkeiten.

Wobei ich mich frage, ob es erstrebenswert ist, männliche Eigenschaften zu besitzen? Gönnen wir ihnen einfach auch die Haare auf den Zähnen und überall sonst.

Warum spricht man eigentlich nicht mehr von Männern mit Haaren auf den Zähnen? Ausgefallen?

wortfeilchen


Dienstag, 15. Mai 2007

Alter schützt vor Dummheit nicht ...

... wobei dies an sich nur auf Männer zutrifft, denn neueste Studien und Versuche haben gezeigt, dass Frauen im Alter klüger als Männer sind.

Männer mögen zwar weiterhin von der Masse her ein größeres Gehirn haben, aber die bessere Durchblutung des weiblichen Gehirns ist gnadenlos: Frauen haben das bessere Gedächtnis und schnitten in allen Tests sehr viel besser als alle Männer ab.

Ein weiterer Grund mit einem Lächeln älter zu werden!

wortfeilchen

PS: Wobei ich ja finde, dass dieser Zustand bei Männern meist schon von Geburt an bemerkmar ist.

Samstag, 12. Mai 2007

schmetterlinge und butterfliegen.

Habt Ihr Euch mal gefragt, warum ein Schmetterling eigentlich Schmetterling heißt? Nicht?
Nicht der Flügelschlag des Falters ist der Grund des Namens, sondern der alte, heute untergegangene Ausdruck für Milchrahm oder Butter: schmetten.

Früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, verkörperten Schmetterlinge Hexen oder Geister, ergo wurden Schmetterlinge manchmal mißtrauisch beäugt. Man traute den bunten Flattertierchen durchaus zu, sich unerlaubt am Rahm zu laben. Was gar nicht so falsch ist, denn einige Arten werden wirklich von Rahm angezogen. In England, wo das Tier bekanntlich butterfly heißt, kann man die Herkunft noch eindeutig am Namen erkennen.

Ausführlichere Informationen gibt es hier!