Montag, 17. November 2008

Rezepte: Sauerbraten

Es gibt Gerichte, die ich von meiner Mama kenne und einfach liebe. Sauerbraten ist eines davon und weil Doro, es nicht so richtig kann oder kennt, kommt hier das Rezept, wie wir Sauerbraten machen. Und weil es verschiedene Varianten gibt, trenne ich die jeweilige Optionen durch einen Schrägstrich.

Zutaten:
1 kg Rinderbraten/Tafelspitz
1/2 l Rotwein
1/4 l Rotweinessig
1/4 l Wasser
1 TL Wacholderbeeren
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 Gewürznelken/4 Pimentkörner
4 Lorbeerblätter
2 Zwiebeln
Suppengrün
Salz

Öl
Soßenbinder/Pumpernickel/Leb- oder Honigkuchen/Brotrinde
Zucker/Honig/Rübenkraut
Knödel/Klöße nach Geschmack
Rotkohl/Apfelmus

Für die Marinade den Wein, Essig, die Gewürze, Zwiebeln und das Suppengrün mit etwas Wasser in einem Topf kurz aufkochen. Wer den Geschmack intensiver mag, mörsert die Gewürze grob, gibt sie ohne Öl in einen heißen Topf, danach das grob geschnittene Suppengrün und die Zwiebeln dazu, dünsten lassen und mit Wasser, Rotwein und Rotweinessig ablöschen. Den Sud erkalten lassen und den Rinderbraten hineinlegen, so dass er knapp bedeckt ist. Das Ganze an einem kühlen Ort 3 Tage durchziehen lassen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, mit einem Küchenpapier trocken tupfen und in einem großen Topf kräftig in Öl anbraten, damit er rundherum schön braun ist. In der Zwischenzeit den Sud durch ein Sieb passieren und auffangen. Ist der Braten von allen Seiten angebraten, ihn mit der Marinade ablöschen und bei niedriger Temperatur schmoren lassen. Nach ca. einer Stunde den restlichen Sud dazugeben und ca. eine weitere Stunde schmurgeln lassen.

Der Sauerbraten ist fertig, wenn er für mich fast auseinanderfällt. Dann aus der Sauce nehmen und mit Soßenbinder, Pumpernickel, Leb- oder Honigkuchen oder Brotrinde andicken. Ganz wichtig - probieren, ob die Sauce nicht zu sauer ist und nach Wunsch mit Wasser oder Brühe verdünnen und wieder aufkochen lassen. Je nach Geschmack Zucker, Honig oder Rübenkraut untermischen, denn ein richtiger Sauerbraten ist ein bisschen süßlich-pikant und nicht einfach nur sauer.

Dazu die gewünschten Beilagen servieren - in meinem Fall Semmelknödel und selbstgemachtes Apfelmus.

Natürlich kann man auch beim Metzger fertig eingelegten Sauerbraten kaufen und zubereiten, was ebenso lecker, aber eben ein wenig anders schmeckt.

wortfeilchen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Grrr..., ich hab jetzt Huuuuuungerrrrrrr...

Gemein!

LG

Kai

s`Lilly hat gesagt…

jepp, ich auch *grummel*

aber is 4 liter rotweinessig nich n bisschen viel?

... konnt ich mir nich verkneifen, entschuldige ;)

für deine wunderbare karte bedanke ich mich heut abend in ruhe ;)

wortfeilchen hat gesagt…

Ich nicht! ;-))

Nee, 1/4-Liter, also 250
ml, und Rotweinessig hat nicht so viel Säure, der Metzger macht es mit Branntweinessig - das geht ab ;-)

Musst Du nicht, Du bist mein Lilly und eigentlich hast Du viel mehr als eine Karte verdient.

Kuss!

Chaot hat gesagt…

Oh Sauerbraten. Das Thema bringt dann immer wieder den "Rosinen-Dschihad" zu Tage. Ich mag diese Dinger eigentlich gar nicht, aber geschmacklich (nur geschmacklich) gehören sie in die Sosse. Mitessen tue ich sie in der Regel nicht.

wortfeilchen hat gesagt…

Ich mag die Dinger auch nicht und suche sie auch aus Käsekuchen immer raus und ein Grund keinen Stollen zu essen.

Quatsch, lieber Chaot, das liegt daran, dass Du Rheinländer bist und da gehören Rosinen rein, aber im Rest des Landes nicht, oder?

solo hat gesagt…

Hmm... Sauerbraten... eine Idee fürs nächste (nicht das kommende) Wochenende.

hint: an Stelle von Lebkuchen nimmt man Soßenkuchen. Ist so ähnlich wie Lebkuchen, bindet und schmeckt aber besser.

Danke für die Idee.
Dieses WE wollen meine Kinder Nudeln Bolognese (Sa.) und Rippchen (So.) Essen. Schade, dass ich deinen Blogeintrag zu spät entdeckt habe.

Ciao
Uwe