Nöö, ich habe nichts angestellt, in einem Gespräch fiel lediglich der Satz, dass jemand etwas ausbadet, obwohl er nicht schuld ist.
Warum eigentlich?
Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, und auch zu Zeiten der Kindheit meiner Mutter (Jahrgang 1939) war es üblich, dass maximal einmal in der Woche gebadet wurde. Heißes Wasser war schwere Arbeit und ein Luxus, den man sich meist nicht öfter leisten konnte. Ergo benutzten mehrere Menschen das gleiche Badewasser. Auch wenn es keine schöne Vorstellung ist, der letzte Bader musste es ausbaden, denn für ihn blieb nur das schmutzige Wasser übrig und zudem musste er auch noch die Wanne ausleeren und putzen. Er musste also etwas ausbaden, woran er gar nicht schuld war - das dreckige Wasser der anderen.
Mittlerweile verfügen wir fast alle über den Luxus von fließend warmen Wasser, aber die Redewendung blieb erhalten und so baden wir hin und wieder doch mal etwas aus.
wortfeilchen
Mittwoch, 16. Juli 2008
Montag, 14. Juli 2008
Wo der Frosch die Locken hat: Webseitentexte, die Zweite.
Welche Fehler sollte man bei Webseitentexten vermeiden? Wie macht man es richtig?
wortfeilchen
- Schreiben Sie bitte nicht herzlich willkommen, denn diese Floskel findet man auf ca. 80 % aller Internetseiten und - was noch viel schlimmer ist - in den allermeisten Fällen falsch geschrieben. Sehr beliebt ist die Variante: Herzlich Willkommen. Wie wäre es mit einer Einleitung, die nur Sie haben? Laden Sie ein! Locken Sie an!
- Überfordern Sie Ihre Leser nicht! Zu viele Informationen in vielen langen Sätzen untergebracht mag niemand lesen und vertrauen Sie mir, es wird auch kaum jemand lesen. Bringen Sie es auf den Punkt!
- Nutzen Sie kurze, knackige Sätze, die weder langweilig, noch eintönig sind, aber zu Ihnen, Ihren Produkten bzw. Dienstleistungen passen und angemessen sind.
- Bedienen Sie sich kurzer und knackiger Worte! Wahre Wortmonster sind schwer lesbar und noch schwerer zu verstehen. Wen wollen Sie ansprechen und welches Vokabular kennen und nutzen diese Menschen?
- Sprechen Sie Ihre (potentiellen) Kunden an. Versetzen Sie sich in den Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms! Warum ist er auf meiner Seite? Was sucht er? Was kann ich ihm bieten?
- Sorgen Sie für eine einheitliche Sprache! Es ist nicht gut, wenn die ganze Firma oder Familie an Ihren Texten schreibt, denn so vermischen sich verschiedene Stilarten, was immer negativ auffällt.
- Bildhafte Beschreibungen (Metaphern) und Adjektive sind super, aber übertreiben Sie es nicht!
- Überprüfen Sie Rechtschreibung und Grammatik - bevor Ihre (potentiellen) Kunden Ihre Fehler finden. (Übrigens schreibt sich E-Mail so.)
- Lesen Sie sich und anderen Ihre Texte laut vor! So können Sie schnell herausfinden, ob alles verständlich und gut klingt.
- Denken Sie an Suchmaschinen, denn diese können lesen.
- Formatieren Sie fröhlich! Absätze und Überschriften sorgen für eine klare und übersichtliche Textstruktur und laden zum Verweilen ein.
- Typographie erleichtert nicht nur den Lesevorgang, Texte sehen insgesamt ordentlicher und übersichtlicher aus. Bedienen Sie sich dabei einer Schriftart, die gut lesbar ist. Nebenbei bemerkt: Blocksatz nutzen nur Menschen, die es nicht besser wissen. Wahre Profis kennen sich mit der Trennung von Worten aus und bevorzugen den linksbündigen Flattersatz.
- Es ist bekannt, dass noch so schöne Worte verloren gehen, wenn der Kontrast von Schriftfarbe und Hintergrund nicht zusammenpassen. Dunkle Schrift auf hellem Hintergrund hat sich bewährt und ist richtig gut lesbar.
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Freitag, 11. Juli 2008
Ich werf das Handtuch ...
... aber nur ins Wochenende!
Genau das sagte ich heute zu einer Freundin, aber warum eigentlich? Ich werfe ja nicht wirklich mit Handtüchern und aufgeben oder kapitulieren ist ja auch so gar nicht mein Ding.
Die Redewendung Das Handtuch werfen ist noch gar nicht so alt und stammt - nein, dieses Mal nicht von den Römern - aus dem Sport, genauer gesagt dem Boxsport.
Weil ich mich nicht wirklich für Sport interessiere, wusste ich auch nicht, dass ein Boxer, wenn er in einem Kampf zu viele Schläge einsteckt, aber nicht aufgibt, durch seinen Trainer beschützt wird, indem dieser das besagte Handtuch in den Ring wirft und so rechtzeitig den Kampf beendet.
wortfeilchen
Genau das sagte ich heute zu einer Freundin, aber warum eigentlich? Ich werfe ja nicht wirklich mit Handtüchern und aufgeben oder kapitulieren ist ja auch so gar nicht mein Ding.
Die Redewendung Das Handtuch werfen ist noch gar nicht so alt und stammt - nein, dieses Mal nicht von den Römern - aus dem Sport, genauer gesagt dem Boxsport.
Weil ich mich nicht wirklich für Sport interessiere, wusste ich auch nicht, dass ein Boxer, wenn er in einem Kampf zu viele Schläge einsteckt, aber nicht aufgibt, durch seinen Trainer beschützt wird, indem dieser das besagte Handtuch in den Ring wirft und so rechtzeitig den Kampf beendet.
wortfeilchen
Mittwoch, 9. Juli 2008
Gedanke zum Mittwoch ...
... verbunden mit einem dankenden Lächeln nach Hamburg:
Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.
- Carl Gustav Jung -
wortfeilchen
Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.
- Carl Gustav Jung -
wortfeilchen