Dienstag, 8. Juli 2008

Monatsnamen - Juni & Juli

Weil ich es letzten Monat aus Zeitmangel und Arbeitsüberschuss einfach nicht geschafft habe, gibt es diesen Monat Juni und Juli in einem Rutsch!

Juni

Die Bezeichnung Juni kommt von der römischen Göttin Juno, die für Ehe und Geburt zuständig ist. Wahrscheinlich geht dieser Name auf die etruskische Muttergöttin Uni zurück, woran uns das Wort Universum heute noch erinnert.

Der germanische Monatsname lautete Brachet, Brachmond oder Brachmanoth und spielt auf die mittelalterliche Dreifelderbewirtschaftung an.


Juli

Der Juli ist der fünfte Monat der römischen Jahres
und heißt daher auch Quintilis. Er wurde nach Julius Cäsar, der in diesem Monat geboren wurde, benannt

Die germanischen Namen lautet Heuert, Hewimanoth und erinnern an die erste Heuernte des Jahres.


wortfeilchen

PS: Irgendwie gibt es reichlich viele merkwürdige, egozentrische und despotische Herren, die im Rad der Geschichte unbedingt eine Rolle spielen wollten und sie sind alle Krebs - gibt mir irgendwie zu denken!

Samstag, 5. Juli 2008

Das große Eszett

Im Zuge der Rechtschreibreform, die man so oder so beurteilen kann, verschwand ein Buchstabe fast komplett aus dem Alltag. Wer weiß, wo es hingehört, für den ist es natürlich nicht verschwunden, aber nun ist es wieder da und zwar in der großen Variante - das scharfe s oder Eszett!

Am 23.06.2008 trat die ISO/IEC-Norm 10646 in Kraft; formal und offiziell gibt es nun in der deutschen Rechtschreibung ein großes Eszett i
n Position 0x1E9C. Bisher wurde das (versale) Eszett durch SS ersetzt, was weiterhin funktioniert, aber zukünftig soll dort das große Eszett stehen und ebenfalls auf Standardtastaturen zu finden sein.

Völlig nachvollziehbar für mich, denn in Zukunft gibt es sicher keine Verwirrungen mehr, ob auf dem Plakat Masse oder Maße steht!

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PS: Und weil die Schweizer damit sicher noch mehr in Bedrängnis kommen, ein lieber Gruß in den Süden und meine allerbesten Geburtstagsglückwünsche für Urs, einen lieben Freund und Schweizer.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Hitzearten

Viele mögen hohe Temperaturen sehr, ich überhaupt nicht.

Aber Grund genug sich einmal zu fragen, woher Begriffe wie Affen- oder Bullenhitze kommen!

So ganz genau weiß das niemand. Es gibt die Theorie, dass es im Affenhaus des Berliner Zoologischen Gartens immer sehr warm war, also eine Affenhitze herrschte und sich der Ausdruck so durchsetzte. Zur Bullenhitze gibt es keine Theorie, aber vielleicht gilt es als Metapher? Bullen können ja sehr hitzige Zeitgenossen sein ...

Beiden gemein ist, dass es sich um Augmentative handelt. Klingt merkwürdig, ist aber ganz einfach: Ein Augmentativ ist das Gegenteil eines Diminutiv. Wer immer fleißig mein Blog liest, sagt nun Aha und weiß, dass ein Diminutiv eine Verkleinerungsform ist, logischerweise ein Augmentativ eine Vergrößerungsform ist.

Übliche Augmentativa sind Worte mit der Vorsilbe Un-; wie zum Beispiel Unzahl, Unmenge, Untier. Bei Zahlen erledigt diese Vergrößerung auch schon mal das Präfix Aber-; wie zum Beispiel Abertausende, Abermillionen.

Augmentativbildungen beschreiben dem Leser bzw. Zuhörer etwas enorm Großes oder steigern das durchschnittliche Substantiv ins Unermessliche, ohne es positiv oder negativ zu werten.

Beispiele sind:

Mordsangst
Affenhitze
Bullenhitze
Bärenhunger
Heidenangst
Affenzahn
Mammutfirma
Höllendurst
Riesenerfolg


wortfeilchen

Dienstag, 1. Juli 2008

O Canada!

Heute ist der kanadische Nationalfeiertag, der Canada Day oder Fête du Canada, denn Kanada wurde am 1. Juli 1867 gegründet. Er wird auch Dominion of Canada genannt, denn an diesem Tag wurde eben das Dominion of Canada gegründet.

Als begeisterte Kanada-Liebhaberin widme ich diesen Tag Kanada und grüße mit der Nationalhymne Richtung Vancouver:



Und hier, was dieses Jahr so alles los ist und auch der Hinweis, dass Kanada bereits seit dem 21. Juni feiert ...

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