Dienstag, 17. Februar 2009

Indische Angebote

Ich habe mich daran gewöhnt, dass 2009 anscheinend das Jahr der lustigen und vor allem vermehrten Anrufe ist. Immer neue Anbieter rufen an und preisen ihre Leistungen. Ich kann nicht sagen, ob die weltweite Wirtschaftskrise, die bei mir noch nicht angekommen ist, der Grund oder Verursacher ist, aber sie rufen an - und das häufig.
 
Gerade war es besonders prickelnd. Das Telefon klingelt, ich melde mich ordnungsgemäß und freundlich. Eine männliche Stimme in reinstem Britisch mit einem durchschimmernden Dialekt spricht mich an und stellt sich vor. Ein Unternehmen aus Indien - den Namen habe ich vergessen - das Software entwickelt, sucht neue Kooperationspartner und Kontakte in Deutschland.
 
Schön, sage ich, schalte um und erkläre ihm kurz - in meinem besten Englisch - was ich mache, und warum er trotz seines liebenswürdigen Auftretens und seiner gewählten Ausdrucksweise, bei mir ganz falsch ist.
 
Er ist pfiffig und erklärt mir, dass wir doch beide im Bereich SEO arbeiten und sie meine Leistungen bieten. Kurz lache ich auf, denn meine Kunden mögen deutsche Texte und überhaupt Suchmaschinenverbesserungen in Form von Texten und nicht als Software, Programmierung, etc.
 
Nun habe ich ihn doch verwirrt. Ich schiebe nach, dass er seine Kontakte besser in Form von SEO-Agenturen mit technischem Hintergrund, statt bei einer Texterin und Lektorin suchen sollte.
 
Das leuchtet ihm dann aber doch ein und formvollendet entschuldigt und verabschiedet er sich.
 
Fazit:
Stecken Indien und die IT-Branche in der Krise?
Ich mag britisches Englisch mit indischen Klängen sehr.
Plötzlich habe ich Hunger auf indisches Essen.
 
wortfeilchen

Keine Kommentare: