Montag, 14. Juli 2008

Wo der Frosch die Locken hat: Webseitentexte, die Zweite.

Welche Fehler sollte man bei Webseitentexten vermeiden? Wie macht man es richtig?
  • Schreiben Sie bitte nicht herzlich willkommen, denn diese Floskel findet man auf ca. 80 % aller Internetseiten und - was noch viel schlimmer ist - in den allermeisten Fällen falsch geschrieben. Sehr beliebt ist die Variante: Herzlich Willkommen. Wie wäre es mit einer Einleitung, die nur Sie haben? Laden Sie ein! Locken Sie an!
  • Überfordern Sie Ihre Leser nicht! Zu viele Informationen in vielen langen Sätzen untergebracht mag niemand lesen und vertrauen Sie mir, es wird auch kaum jemand lesen. Bringen Sie es auf den Punkt!
  • Nutzen Sie kurze, knackige Sätze, die weder langweilig, noch eintönig sind, aber zu Ihnen, Ihren Produkten bzw. Dienstleistungen passen und angemessen sind.
  • Bedienen Sie sich kurzer und knackiger Worte! Wahre Wortmonster sind schwer lesbar und noch schwerer zu verstehen. Wen wollen Sie ansprechen und welches Vokabular kennen und nutzen diese Menschen?
  • Sprechen Sie Ihre (potentiellen) Kunden an. Versetzen Sie sich in den Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms! Warum ist er auf meiner Seite? Was sucht er? Was kann ich ihm bieten?
  • Sorgen Sie für eine einheitliche Sprache! Es ist nicht gut, wenn die ganze Firma oder Familie an Ihren Texten schreibt, denn so vermischen sich verschiedene Stilarten, was immer negativ auffällt.
  • Bildhafte Beschreibungen (Metaphern) und Adjektive sind super, aber übertreiben Sie es nicht!
  • Überprüfen Sie Rechtschreibung und Grammatik - bevor Ihre (potentiellen) Kunden Ihre Fehler finden. (Übrigens schreibt sich E-Mail so.)
  • Lesen Sie sich und anderen Ihre Texte laut vor! So können Sie schnell herausfinden, ob alles verständlich und gut klingt.
  • Denken Sie an Suchmaschinen, denn diese können lesen.
  • Formatieren Sie fröhlich! Absätze und Überschriften sorgen für eine klare und übersichtliche Textstruktur und laden zum Verweilen ein.
  • Typographie erleichtert nicht nur den Lesevorgang, Texte sehen insgesamt ordentlicher und übersichtlicher aus. Bedienen Sie sich dabei einer Schriftart, die gut lesbar ist. Nebenbei bemerkt: Blocksatz nutzen nur Menschen, die es nicht besser wissen. Wahre Profis kennen sich mit der Trennung von Worten aus und bevorzugen den linksbündigen Flattersatz.
  • Es ist bekannt, dass noch so schöne Worte verloren gehen, wenn der Kontrast von Schriftfarbe und Hintergrund nicht zusammenpassen. Dunkle Schrift auf hellem Hintergrund hat sich bewährt und ist richtig gut lesbar.
Und wenn Ihnen das alles viel zu viel und dazu auch noch zu kompliziert oder anstrengend ist, können Sie mich auch gleich kontaktieren und ich überarbeite Ihre Texte oder schreibe gleich neue. Es liegt bei Ihnen! Sie haben die Wahl!

wortfeilchen

Kommentare:

Tina hat gesagt…

Das ist prima resümiert! :-)
Auf dass die Webwelt ein wenig schöner und funktionaler werde ...

wortfeilchen hat gesagt…

Danke Dir, aber ich denke durch eine kurze Erklärung wird sich die Webwelt nicht retten lassen. Dafür müsste ich Ewigkeiten leben und arbeiten ;-))

Aber ich habe die Hoffnung vielleicht eine Handvoll bessere Texte im Netz zu lesen - und die stirbt bekanntlich zuletzt ...

Doro hat gesagt…

mir ganz und gar aus dem Herzen gesprochen, als webdesignerin bin ich immer wieder damit konfrontiert.

Danke liebe Barbara nun kann ich auf deinen Artikel verweisen und darüberhinaus sind die Kunden dann auch gleich an richtiger Adressse:-)
cool Danke Doro

wortfeilchen hat gesagt…

Liebe Doro,

zusammen machen wir die Welt halt doch ein bisschen besser ;-)