Mittwoch, 1. Juni 2011

fehlerfreie texte - mehr als korrekte rechtschreibung.

Die deutsche Sprache hat es schwer: neue Rechtschreibung, Facebook, Twitter, Tageszeitungen, generell die sogenannten Medien und auch das Internet nutzen eine scheinbar willkürliche Rechtschreibung, gewöhnungsbedürftige Grammatik und Orthografie. Es ist nicht einfach, den Durchblick zu behalten und die Verständlichkeit der Texte bleibt leider auch viel zu oft auf der Strecke. Das wirkt sich wiederum auf die Glaubwürdigkeit aus und lässt auf mangelnde Sorgfalt, Unzuverlässigkeit, unzureichende Qualität oder ein niedriges Bildungsniveau schließen.

Gerade für Unternehmen kann dies zu einen negativem Image führen, denn eigene Aussagen und Texte stellen die Visitenkarte des Unternehmens dar - sie präsentieren ein Bild des Unternehmens, das maßgeblich von den Texten abhängt. 

Die Themen Suchmaschinenoptimierung, Content-Provider und Schreiben kann doch jeder übergehe ich dezent, sie würden den Rahmen dieses Artikels sprengen. Sicherlich gibt es Praktikanten, Mitarbeiter und Familienangehörige, die Texte verfassen können, aber werden diese Texte auch gelesen, sind sie verständlich abgefasst, sinnvoll aufgebaut und entsprechen dabei auch noch den Anforderungen der Kunden und sind zusätzlich korrekt in ihrer Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung? 

Nicht ganz einfach, aber nach Aussage des folgenden Videos ist das alles kein Problem:


Grundsätzlich stimme ich der Aussage des Videos zu, aber eben nicht ganz, denn es entsteht der Eindruck, dass eine Software die Lösung aller Sorgen und Probleme ist. Aber mehr als eine Hilfe, eine Orientierung bietet sie nicht: Einer Software ist es nicht möglich jeden Rechtschreibfehler, jeden Grammatikpatzer und jedes falsche Satzzeichen zu erkennen. Grobe, formale Fehler, die sich in Form von Algorithmen programmieren lassen, findet sie möglicherweise, aber wie sieht es mit der Betonung aus? Wie mit einer inhaltlichen Prüfung? Und was ist mit stilistischen Patzern, die keine Software jemals erkennen wird.

Was das Video nämlich verschweigt, ist die Tatsache, dass sich immer mehr Verlage, Agenturen und Unternehmen das Korrektorat und Lektorat schenken und eben auf solche Programme verlassen. Dabei gilt aber auch immer die Regel: Ein Programm ist nur so gut wie sein Anwender. Denkt mal drüber nach!

wortfeilchen

PS. Es gibt nicht nur den Duden, er ist nicht der Heilige Gral der deutschen Sprache.

PPS. Herzlichen Dank an den wunderbaren @tiniaden. 

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