Dienstag, 31. Mai 2011

fundstück: virtueller frustabbau.

Es ist egal, ob man den Computer privat oder beruflich nutzt, irgendwann erwischt es jeden: Ein Progamm hängt sich auf oder stürzt ab, ein Update sorgt für Chaos oder die Konfiguration wurde verändert. Im besten Fall hilft ein Neustart weiter, im schlimmsten sind Mühe und Arbeit von Stunden dahin - ein frustrierendes Erlebnis.

Wohin mit der Wut - ohne die Hardware langfristig zu schädigen?
Chip online stellt eine Reihe von verschiedenen Tools vor, die möglicherweise eine adäquate Lösung für jeden Geschmack bieten:


Ein kaputter Monitor als Wallpaper ist eine Möglichkeit:


Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber immerhin eine Ablenkung in Form von Busenschubsen mit Frontal Assault:


Oder den Ärger doch lieber durch sinnloses, aber durchaus amüsantes Draufhauen:


Chip hat 20 Tools ausgesucht, stellt diese vor und bietet sie gleich als als Download an. Damit die Sache mit der Frust zumindest virtuell gelöst werden kann.

wortfeilchen

Mittwoch, 25. Mai 2011

angeprangert: geplante obsoleszenz.

Es begann mit der Massenproduktion, erlebte einen unglaublichen Aufschwung während des Wirtschaftswachstums der 1950er Jahre - und machte aus uns eine Konsumgesellschaft mit Wegwegmentalität: die geplante Obsoleszenz.

Unter geplanter Obsoleszenz versteht man die Manipulation der Lebensdauer von Produkten, um so den Kauf von neuen Produkten zu beschleunigen und das Wachstum der Wirtschaft zu fördern. Schwachstellen werden eingebaut oder minderwertige Materialien benutzt, woraufhin ein Schaden oder Fehler beim Produkt auftritt - es muss ersetzt werden. Mehr Konsum ergibt mehr Wirtschaftswachstum. 

Das Prinzip funktioniert mit fast allen Produkten: Drucker, die man nicht reparieren soll, auch wenn man kann, und stattdessen lieber einen neuen Drucker kaufen soll. Handys, deren Lebensdauer vom Hersteller begrenzt wird, damit wir alle paar Monate ein neues kaufen. Kleidung, die nach ein paar Waschgängen ausfärbt, ausleiert und durchscheuert.

Die Folgen der geplanten Obsoleszenz sind weitreichend und negativ: wachsende Müllberge, geringe Nachhaltigkeit, wenig bis keine Umweltverträglichkeit, Verschwendung von Rohstoffen, hohe Logistikkosten, Verhinderung von Innovationen und nicht zuletzt eine ethisch nicht vertretbare Manipulationen von Verbrauchern und soziale Konsequenzen für viele Menschen. 

Mehr wissenswerte Informationen bietet dieser aufschlussreiche arte-Film:


Die Lösung? Bewusstsein, Reflektion und Wachstumsrücknahme.

Ein gutes Beispiel ist manomama:

manomama stellt ökosoziale Kleidung her und verkauft sie auch. Ökosozial ist hier keine Marketingstrategie, sondern bedeutet die Nutzung von komplett ökologischen Materialien; das heißt jeder Faden, jeder Knopf und auch das pflanzlich gegerbte Leder stammen aus einem lokalen Umkreis von 250 Kilometer rund um den Standort Augsburg.

Schnittmuster, Farben - alle für Nutzer relevanten Maßgaben sind nicht einer Bekleidungsnorm unterworfen, sie richten sich nach dem Wünschen und Bedürfnissen der künftigen Träger.

manomama tut aber noch mehr: Weben und Spinnen - traditionelle Handwerke, die in Deutschland fast als schon ausgestorben galten, werden durch manomama wiederentdeckt, gefördert und genutzt. Produziert wird ebenfalls vor Ort in Deutschland - zu überdurchschnittlichen Löhnen. Und nicht zuletzt sind Produkte von manomana von ihrer Zusammensetzung bis zur Preisgestaltung transparent.

manomama wendet keine geplante Obsoleszenz an: Die Kleidung ist so konzipiert, dass sie möglichlichst lange hält - und wenn ein Shirt, eine Hose oder ein Kleid doch mal entsorgt werden muss, kann dies umweltverträglich und nachhaltig über den Komposthaufen geschehen. Ein Kreislauf, der funktioniert.

wortfeilchen

Dienstag, 24. Mai 2011

test: was mein geburtsdatum bedeutet.

You Are a Brain






You excel at anything difficult or high tech.

In other words, you're a total (brilliant) geek.

It's difficult for you to find people worth time with.

Which is probably why you'll take over the world with your evil robots!

Your strength: Your unfailing logic

Your weakness: Loving machines more than people

Your power color: Tan

Your power symbol: Pi

Your power month: July




Was sagt mir das Ergebnis?

Eben, nicht viel. Ich bin ganz toll, was ich auch ohne Test weiß. Und ich habe ein Geburtsdatum.

Wenn das nun nicht eine gelungene Überleitung ist: Alles Liebe zum Geburtstag, mein Fleischfresser.

wortfeilchen

Montag, 23. Mai 2011

fundstück: kunstverlagerung in der schweiz.

Die Schweiz hat es nicht aber auch nicht leicht. Sie ist ein sehr kleines Land mit zu viel Geld - und zahlreichen Sorgen.

Woher die vielen Franken und Rappen der Schweiz kommen, darüber hülle ich den höflichen Mantel des Schweigens. Darüber redet man nicht. Basta.

Die unzähligen Sorgen des kleinen Staates stürzen unerwartet von außen auf die Schweiz. Und das macht ganz vielen Eidgenossen ganz viele Sorgen und bereitet schlaflose Nächte. Denn die Fremden wollen vielleicht die heile Wohlstandwelt der Schweizer ausbeuten, zerstören und unterwandern. Immerhin wollen die Ausländer dort arbeiten, leben und wohnen. Die brauchen dann Platz, was nicht geht, weil die Schweiz doch so klein ist. Und dann sprechen sie nicht einmal den lokalen Dialekt und wie soll man sie dann verstehen? Und sie nehmen den Schweizern die Jobs weg; und das macht man auch nicht.

Aus diesem Grund ist das Thema Ausschaffung (das heißt auf deutsch Abschiebung) enorm wichtig, heiß diskutiert und beschäftigt ganz viele Schweizer. Schließlich muss man aufpassen.

Und weil die Schweiz eine direkte Demokratie ihr Eigen nennt, ist jeder Schweizer quasi sein kleiner eigener Souverän und hat ganz viel sagen. Darum wird in der Schweiz auch jede Kleinigkeit von den Souveränen entschieden und bestimmt. Es gehen zwar nicht alle wählen, aber man könnte, das reicht wohl.

Das war das Vorspiel, denn der Rest der Welt weiß gar nicht viel über die Schweiz und interessiert sich nicht einmal. Aber um die Initiative Kunstverlagerung zu verstehen, war das Geplänkel wichtig. Denn die Aktion Kunstverlagerung hat ein weiteres Problem der Schweiz entdeckt.


Die Interessengemeinschaft Kunstverlagerung hat nämlich bemerkt, dass in der Schweiz Bund, Kantone und Gemeinden jedes Jahr unendlich viele Subventionen, Fördergelder und Preisgelder an sogenannte Kunstprojekte, Kulturschaffende und Kulturinstitutionen verschenken. Sogenannt, weil nach Meinung der Initiatoren dabei keine Kunst, sondern Blödsinn rauskommt, der unnötig Geld und Platz verschwendet. Dagegen kann und muss man was tun:


wortfeilchen

PS. Weil ich Euch und besonders meine lieben Schweizer Leser kenne: Das ist Ironie. Wobei jedem Scherz auch immer ein Körnchen Wahrheit innewohnt.

Samstag, 21. Mai 2011

fundstück: heute ist weltuntergang.

So, ab heute gibt es Weltuntergang. Ganz genau, zwischen dem 21.05. und dem 21.10.2011 geht die Welt unter und die christliche Endzeit-Gaudi (LEO-Übersetzung von rapture) läuft. Wollte ich sicherheitshalber nur mal anmerken.


wortfeilchen

Freitag, 20. Mai 2011

verlorene worte: malheur.

Manchmal ist ein wenig antiquiertes Chichi schön. Das Wort Malheur gehört dazu, aber wer benutzt es heute noch?

Das Malheur bezeichnet ein kleines Missgeschick, ein Unglück, einen Fehlgriff, eine Panne, eine Ungeschicklichkeit, ein Versehen, einen Fauxpas oder Lapsus, einen Ausrutscher, Schnitzer oder vielleicht auch ein Fettnäpfen sowie einfach eine Unpässlichkeit des Alltags. Der Duden meint, es sei Umgangssprache - eine Ansicht, die ich nicht teile.

Ignorant wie ich sein kann, greife ich auf meine längst zurückliegenden Französischkenntnisse zurück und übersetze Malheur als schlechte Stunde, was natürlich so nicht richtig ist, aber meine Eselsbrücke zum Antonym Bonheur (= Glück) darstellt.

Malheur ist ein Fremdwort, das im 18. Jahrhundert aus dem Französischen entlehnt wurde. Das französische Wörtlein heur (altfranzösisch eür) bezeichnet einen glücklichen Zufall und geht wiederum auf das vulgärlateinische Wort agurium zurück. Dies bedeutet Vorzeichen oder Wahrzeichen und setzt sich mit dem Bestimmungswort mal zu Malheur zusammen. Französisch mal geht übrigens auf lateinisch malus zurück, was so viel wie schlecht oder übel bedeutet.

Zum Aussterben des Malheurs zitiere ich Napoleon:
Malheur à qui en saurait la cause.

wortfeilchen

PS. Malade, malträtieren, maliziös, Malaria, maledeien und eines meiner absoluten Lieblingswörter vermaledeien sind übrigens mit dem oben erwähnten mal verwandt.

Donnerstag, 19. Mai 2011

dringend: wohnung in hamburg gesucht. kiez bevorzugt.

Wer Hamburg kennt, weiß natürlich: Es ist schwierig eine bezahlbare und ordentliche Wohnung in Hamburg zu finden - aber unmöglich ist es nicht.

Ich bin mir ganz sicher, da draußen, nördlich von mir, in Hamburg, dem Tor zur Welt, in den Stadtteilen um den Hamburger Kiez, also in St.Pauli, auf der Schanze, in Eimsbüttel, Altona, Ottensen oder im Karoviertel gibt es eine freie Wohnung.

Da findet sich ein Vermieter, eine Wohnungsgesellschaft, der/die einer werdenden und sehr liebreizenden Mutter, einem freundlichen Vater und einer bald schlüpfenden Erdnuss ein Dach über dem Kopf bietet. Jemand, der es nicht verantworten kann, dass die drei demnächst wie Maria, Josef und Erdnuss unter der Brücke hausen und im Rinnstein duschen.

Die Mietwohnung in Hamburg sollte mindestens 3 Zimmer haben, etwa 60 qm² haben und bis 900 Euro warm kosten. Courtage, Provision oder Besetzungscouch kommen übrigens nicht in Frage.


Und nun meldet Ihr Euch ganz schnell bei mir oder direkt bei garantiert dankbaren Mietern.

wortfeilchen

PS. Meiner liebsten und besten Freundin Jens, die zufällig auch in Hamburg lebt, wohnt und arbeitet, wünsche ich alles Liebe zum Geburtstag!

aus dem alltag einer deutsch-schweizerisch-deutschen beziehung: jupe.

Jupe.
Was?
Jupe.
Hä?
Jupe.
Ja, ich habe Dich verstanden, aber was soll das sein?
Du kennst Jupe nicht?
Nein, was auch immer es sein mag, ich habe es noch nie gehört.
Jupe halt.
 
Die Auflösung:



wortfeilchen

Mittwoch, 18. Mai 2011

lokales: einkaufen in bochum. oder schuster gesucht.

Einkaufen in der Innenstadt von Bochum ist mitunter recht mühsam. Zumindest wenn es sich um Einkäufe des täglichen Bedarfs handelt. Ganze zwei Supermärkte stehen zur Auswahl, kein Kaufhaus, kein Discounter, dafür aber unzählige Ein-Euro-Shops, Billig-(Chemie)-Bäcker und Handy-Shops.

Vielleicht sehe ich es auch falsch, denn ich denke, so eine Innenstadt sollte über Einkaufsstätten für den täglichen Einkauf verfügen - für An- und Einwohner. Ja, in Bochum sollte sich was tun - und damit meine ich keine Einkaufsmeilen, die Besucher und Touristen beglücken.

Einen Schuster in der Bochumer Innenstadt zu finden, der dieses Handwerk nicht nur gelernt hat, sondern auch kompetent ausübt - nein, das ist ebenfalls gar nicht so einfach. Lediglich anlernte Kräfte in Express-Notfall-Flickschustereien sind aufzutreiben. 

Da stand ich nun mit meinem lädierten Koffer, schlenderte von der Flickschusterei zum Pseudoschuhmacher und rätselte über Schuhreparaturen und meine nächste Reise. Und dann fand ich ihn: einen echten Schuster. Einen, der Schuhe und Taschen repariert und dazu noch patent ist. Er fackelte nicht lange, besah sich das Malheur und handelte. Heureka!

Und weil es bestimmt vielen anderen Bochumerinnen und Bochumer genau so geht, präsentiere ich heute Werbung für einen Schuster in Bochum:
 
Die Schuhbar 
Brückstraße 24
44787 Bochum

Telefon: 0234 32 46 789

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet und samstags von 10 bis 14 Uhr.

wortfeilchen

Dienstag, 17. Mai 2011

100 deutsche, sehr oft genutzte wörter.

Quelle: http://de.bab.la/woerterbuch/

Die Basis dieser Grafik sind eine Millionen Klicks auf die deutsche Aussprache in den bab.la Wörterbüchern - das Ergebnis die 100 meistgehörten deutschen Wörter, die deutschlernende Menschen hören.

Die ersten 10 lauten:
  • Ich liebe Dich.
  • Hallo
  • Scheiße
  • Guten Tag!
  • Danke
  • Ich
  • Arschloch
  • Liebe 
  • Tschüss
  • Ficken
Ein recht rudimentärer und eher umgangssprachlicher Wortschatz, den wir da so tagtäglich nutzen. Sicher nicht unbedingt repräsentativ - ich gehe davon aus, es haben sich sicher einige Spaßvögel an der fröhlichen Klickerei beteiligt, dennoch interessant ist diese Spielerei allemal. Denn diese 100 Wörter machen nur 10 Prozent aller angehörten Wörter und Ausdrücke aus - was mich froh stimmt, denn wir nutzen dann auch weniger vulgäre und umgangssprachliche Wörter und Worte.

Die Anglizismen-Verpöner, Denglisch-Anprangerer und (oftmals selbsternannten) Sprachbewahrer wird es freuen - immerhin finden sich keine fremdsprachigen Wörter.

wortfeilchen

PS. Welche Wörter fehlen nach Eurer Einschätzung?

PPS. Den dezenten Hinweis auf den mittelalterlichen Ursprung des Wortes ficken kann ich mir nicht verkneifen. Es bedeutet schlicht reiben und zeigt schön den Bedeutungswandel seit dem Mittelhochdeutschen. Ähnlich verhält es sich mit Scheiße, danke und hallo.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Dienstag, 10. Mai 2011

ausgestorbene berufe.

Auf der Suche nach einem Schuster in der Bochumer Innenstadt fiel mir auf, wie wenige Schuster und Schuhmacher es noch gibt. Warum? Sind Schuhe Wegwerfware und die Reparatur lohnt sich nicht mehr? Will den Beruf niemand mehr ausüben?

Ich habe einen Schuster gefunden. Einen richtigen und nicht so einen angelernten, der in so einem Shop jobbt. Aber auf dem Heimweg dachte ich über aussterbende und bereits verlorene Berufe nach:

Der Rubrikator fällt mir spontan ein; dazu viele Berufe des Druckerhandwerks. Oder der Klüngelskerl, der im Ruhrgebiet seine Runden drehte und als Schrotthändler alle möglichen Metalle einsammelte. Den Gasriecher gibt es auch nicht mehr, dafür gibt es moderne Messgeräte. Einen Eismann habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen - gibt es den noch? Den Milchmann kenne ich auch nur aus England oder Erzählungen meiner Eltern. Einen Tankwart wünsche ich mir ab und an ebenfalls. Stellmacher, Kesselflicker, Seiler sind auch so Berufe, die wohl ausgestorben sind.

Nicht nur ich stelle mir diese Frage, auf Spiegel online gibt es eine Rubrik, wo genau solche Gedanken von Lesern gesammelt werden. 26 prallgefüllte Seiten kann man durchstöbern und findet wunderbare Details aus vergangenen Zeiten:


Was fällt Euch zum Thema Ausgestorbene Berufe ein?

wortfeilchen

Montag, 9. Mai 2011

kulinarische verwirrungen in zürich.

Nein, es ist für mich nicht immer ganz einfach in der Deutschschweiz. Rein sprachlich tue ich mich schwer - zu viele Ausdrücke und Begriffe variieren auf den ersten Blick auf recht unbekannte Weise. Dabei kommen mir meine Althochdeutsch- und Mittelhochdeutschkenntnisse wirklich zupass, denn unter uns, ganz viele Wörter entstammen dem Mittelalter.

Ein Beispiel: Heute las ich Rindshuftgeschnetzeltes - ein gebräuchlicher Ausdruck, der dem deutschen Wort Rinderhüfte entspricht. Ein Blick ins etymologische Lexikon brachte Aufklärung, denn was wir Hüfte nennen, heißt erst seit dem Mittelhochdeutschen genau so; das Althochdeutsche kannte lediglich den Plural hufti - und in der Deutschschweiz blieb es dabei: Man spricht althergebrachtes Deutsch.

Auch das Dessert ist nicht unbedingt sächlich, wie man hier sieht:


Es nimmt mich nicht einmal Wunder, denn auch der sogenannte Deppenapostroph ist in Zürich vertreten:


Ich habe allerdings noch nicht rausgefunden, welches Tier dieses Schnitzel hervorbringt:


wortfeilchen

PS. Um die Identität des Anbieters zu schützen bzw. ihn nicht bloßzustellen, verschweige ich die Quelle der Screenshots.

Freitag, 6. Mai 2011

samenbomben im dortmunder westend.

Hübsch anzusehen und dazu ökologisch absolut empfehlenswert sind sie, die wilden Blumen, die an unerwarteten Stellen und auf öffentlichen Grünflächen in Großstädten nach und nach erblühen - und nicht in Reih und Glied vom städtischen Grünflächenamt gepflanzt wurden. Guerilla Gardening heißt diese heimliche Begrünung.

Ursprünglich als aufmüpfige und oftmals politische Protestaktion in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in New York begonnen, findet dieses urbane Gärtnern auch in Deutschland immer mehr Freunde.

Was es genau Guerilla Gardening ist, wie es funktioniert, was eine Samenbombe ist und vor allem, was die lokale Stadtverwaltung dazu sagt, haben das Dortmunder Dreamteam Holger Steffens und Werner Ahlke vor Ort getestet:


wortfeilchen

Mittwoch, 4. Mai 2011

gedanken und meinungen über deutschland von auswärts.

Das Goethe-Institut war die letzten zwei Monate richtig fleißig - und hat sich in Europa umgehört: Wie ist der Blick auf Deutschland? Wer sind Deutschlands bedeutendste Persönlichkeiten, welche die wichtigsten Erfindungen, die schönsten Musikstücke? Was gefällt besonders gut an Deutschland, was überhaupt nicht?

13.000 Menschen aus 18 europäischen Ländern sind dem Ruf der Umfrage gefolgt, die Ergebnisse stehen hier parat:


Johann Wolfgang Goethe führt die Liste der bedeutendsten Deutschen mit 17 Prozent an, es folgen Angela Merkel und Albert Einstein mit 15 Prozent. Der Faust von Goethe ist das bekannteste Buch, Das Leben der anderen der beste deutsche Film und der Buchdruck die wichtigste Erfindung.



Natürlich wurde auch gefragt, was an und in Deutschland so gar nicht gefällt - auf Platz 1 findet sich mit 11 Prozent die deutsche Küche, was mich doch erstaunt. Die kompletten Gesamtergebnisse sind hier nachlesbar.

Und dann finden sich noch Auszüge, die unter Originelle Antworten zu finden sind:


Sicherlich sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, denn wer nimmt an einer solchen Studie teil? Richtig, wer Sympathie für Deutschland hegt, oder Gegenteiliges. Der Blick von außen zeigt uns Einwohnern manch vergessenes, liebenswertes Detail und Menschen aus aller Welt vielleicht auch neue Einblicke. Böse Kritik habe ich wenig gefunden, oder gab es gar keine?

wortfeilchen

Montag, 2. Mai 2011

für mehr lakonisches.

Unverhältnismäßig ausführliche Schwafeleien kann jeder. Kurz, knapp und voller Aussagekraft nicht. Besonders das oftmals viel zu ausführliche Geschwafel der Werbung gefällt mir gar nicht. Die hemmungslose Verschwendung von mehr oder weniger passenden Worten macht einfach keinen Spaß. Ellenlange Sätze, die mich seitenweise erschlagen, ermüden. Kommen Wörter dann noch übertrieben werbisch rüber, gefällt mir das noch viel weniger. 

Vielleicht ist das der Grund, warum ich twitter mag. 140 Zeichen stehen zur Verfügung. Kein Buchstabe mehr, um eine Aussage zu kreieren. Das schult und befreit von übermäßigen Worthülsen und Füllwörtern. 

Das ist lakonisch. Oder kurz, einfach, treffend und ohne Erläuterungen. Man kann es auch knackig und ohne Chichi nennen. Oder kurz und bündig. Und effizient. Werbetexte müssen nicht langweilig, unglaubwürdig und dazu erschöpfend langatmig sein.
 
Ich habe Lust auf viel mehr Lakonisches. Im Alltag. Im Beruf. Und überhaupt.

wortfeilchen

PS. Lakonie oder Lakonik ist übrigens das passende Substantiv zum Adjektiv.

PPS. Ja, ich möchte weniger schlechte Werbung lesen.