Mittwoch, 30. März 2011

zechen. in bochum.

Erstaunlicherweise halten sich die Vorurteile hartnäckig: Im Ruhrgebiet ist es sehr dreckig. Alles ist voller Abgase, Industrie und Zechen. Es gibt kein Grün und wir Ruhrpotteingeborenen leben entweder aufm Pütt, unter Tage, am Schmelzofen oder zumindest auf einer Halde aus Schlacke. Reine Luft ist Luxusware und schwarze Schwaden durchziehen die Luft.

Erstaunlich, weil ich mich nicht an eine arbeitende Zeche erinnern kann, die letzte Bochumer Zeche schloss nämlich bereits 1973. Noch erstaunlicher, weil ich bei meinem letzten Zürichaufenthalt die Feinstaub-, Abgas- und Ozonwerte von Zürich und Bochum miteinander verglich und herausfand, dass jede einzelne der drei Messstellen in Zürich zwei- bis dreimal höhere Werte anzeigte als Bochum. Nebenbei, gemessen wird in Bochum-Riemke, direkt an der Herner Straße, in der Nähe der A40 - und wer Bochum kennt, der weiß - da gibt es reichlich Verkehr und relativ wenig Grün.

Zurück zu den Zechen.

Die Stadt Bochum zeigt seit kurzem auf ihrer Website 59 (ehemalige) Bochumer Zechen in Wort und Bild. Von den meisten der Zechen habe ich noch nie gehört und finde es daher aufregend und informativ auf diesem Weg mehr über Bochums Vergangenheit zu erfahren.

Da wäre eine Zeche, die 1955/56 geschlossen hat und den ungewöhnlichen Namen Fröhliche Morgensonne trägt:


Oder auch die Zeche Sankt Barbara, die bis 1965 in Bochum-Stiepel Kohle förderte:


wortfeilchen

PS: Die Daten und Jahreszahlen der Bochumer Zechen beziehen sich auf die Kohleförderung, nicht auf die Betriebszeit der Zechen.

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