Sonntag, 20. Februar 2011

ruhrdeutsch: fitsch.

Wir haben doch alle kein Geld zu verschenken - Schnäppchen sind angesagt. So ungefähr liest es sich, wenn Sonderpreise und Angebote locken. Anders im Ruhrgebiet, denn wenn man hier etwas besonders preiswert ersteht und günstig kaufen kann, machen wir einen Fitsch - und freuen uns. Schließlich haben wir nichts zu verschenken.

Der Duden kennt keinen Fitsch. Auf Suchmaschinen braucht man nicht zu hoffen, eine Erklärung findet sich nur an einer Stelle, auf der Seite Ruhrgebietssprache.de. Dort heißt es:

Fitsch preiswerter Kauf; "en Fitsch machen" - feilschen nach dem neuen Rabattgesetz; etwas günstig und unter Preis bekommen; ("Wie die mich gez inne Karstadt sonne Pulle Milden Emil für 19,80 verticken wollten, hab ich die wat über dat neue Rabattgesetz verklickert und mit drei Pullen für 60 Märker en satten Fitsch gemacht.") (Quelle)

Schade, denn Fitsch ist ein schönes Wort.

wortfeilchen

Kommentare:

63mg hat gesagt…

äh, drei Pullen für 19,80 wären aber 59,40 statt 60 - den satten Fitsch hat dann wohl eher Karstadt gemacht ;)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Siehste, Du kannst mit Zahlen umgehen, mir ist das nicht einmal aufgefallen :-)