Freitag, 14. Januar 2011

holger steffens trampt mit öffentlichen verkehrsmitteln durchs ruhrgebiet. eine bilanz.

Er hat es wieder geschafft! Der Journalist und Autor Holger Steffens ist mit dem Bochumer Fotografen tobalo erfolgreich von Dortmund nach Duisburg getrampt - mit öffentlichen Verkehrsmitteln und per Kurzstrecke, also immer nur 3 Haltestellen am Stück - und das Ganze ohne ein Cent oder Euro in der Tasche.

Um die vielen Fahrkarten bezahlen zu können, hat er viele Dinge getan: Zapfsäulen geputzt, Apotheken gefegt, Hunde ausgeführt, Streusalz geschleppt, Kopierpapier gestapelt, Leihfahrräder geputzt, Läden gefegt, Getränkeschränke aufgefüllt oder auch einen Pferdestallt von Spinnweben befreit. Manchmal warfen mehrere Menschen zusammen, damit sich Holger Steffens ein Kurzstreckenticket kaufen konnte, manchmal kauften sie ihm direkt eines. 

Die Menschen im Revier, im Ruhrgebiet sind eben doch besonders. Vielleicht erscheinen sie wortkarg und großmäulig, direkt und rau, aber dabei auch immer hilfsbereit, solidarisch und für eine bekloppte Idee sind sie allemal zu haben. Ein großer Dank an meine Heimat! Und Glückwunsch an Herrn Steffens.

Eingeplant war ein Tag, es wurden zwei. Schaut man sich die Statistik an, wird klar warum!
  • Die Strecke Dortmund - Duisburg führt durch vier verschiedene Hoheitsgebiete unterschiedlicher Verkehrsbetriebe.
  • Eine Gesamtzahl der zurückgelegten Kilometer lässt sich nur schätzen; es dürften mehr als 100 Kilometer sein.
  • Insgesamt haben die beiden für 35 Kurzstrecken zwei volle Tagen benötigt. Einige wenige Haltestationen sind sie gelaufen.
  • Dabei waren: Eine Hochbahn und fünf Busse, der Rest teilt sich sich in U-Bahn und Straßenbahn auf.
  • Fehlerquote: Überraschend gering. Lediglich ein Viertel der angesprochenen Menschen unterwegs konnten oder wollten das Projekt nicht unterstützen. 
Hier ein paar Impressionen vom tapferen Wegbegleiter tobalo | Crístobal Márquez:  













wortfeilchen

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