Dienstag, 23. November 2010

formalien: die bewerbung und die rechtschreibung.

Die Zeiten sind schlecht, Arbeitsplätze rar und unsicher - umso wichtiger ist eine anständige Bewerbung, die nicht nur inhaltlich überzeugt: Eine Bewerbung, das Anschreiben, der Lebenslauf - das sind die Aushängeschilder. Logisch, dass eine Bewerbung auf den ersten Blick einen guten Eindruck beim potentiellen Arbeitgeber hinterlassen soll.

Personalbeauftragte, Human Resources Manager und wie sie alle heißen, die Bewerbungen in die Finger bekommen, sind geübte Leser, daher bemerken sie Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und auch Orthografiefehler meist sehr schnell - und sieben aus. Es ist ein Fakt, dass mangelnde Sorgfalt die Chancen auf einen Job vermindert. Das gilt für klassische Papierbewerbungen und Onlinebewerbungen. Und wenn sich der Bewerber schon bei der Bewerbung keine Mühe gibt, welchen Eindruck hinterlässt das beim zukünftigen Arbeitgeber? Eben.

Die Bild-Zeitung strotzt vor Rechtschreibfehlern, darum ist sie vielleicht nicht unbedingt die beste Quelle für einen Beleg; andererseits vielleicht aber auch gerade, denn wenn hier schon darauf aufmerksam gemacht wird, dass viele Bewerbungen ausgesiebt werden, weil sie zu viele Rechtschreibfehler beinhalten, dann könnte an dem Thema etwas dran sein.


wortfeilchen

PS. Und wer nun meint, ein Textverarbeitungsprogramm hilft, denn die Rechtschreibungprüfung findet alle Fehler, der irrt. Diese Programme finden lediglich grobe Fehler, die Feinheiten bleiben ihnen verborgen: Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und Fehler in der Zeichensetzung finden sie nur bedingt. Ein Computer ist ein Hilfsmittel, aber (leider) nicht mehr und nicht weniger.

Kommentare:

63mg hat gesagt…

Mein derbster Patzer? Ein einfacher Vertipper von zwei nebeneinander liegenden Tasten: "Sehr geehrte Samen und Herren,

;)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Hömma, die Samen sind doch ein ehrwürdiges Volk! ;-))