Freitag, 30. April 2010

soweit oder so weit.

Eines der Rätsel der deutschen Sprache ist nicht die Verwendung von soweit und so weit, sondern die korrekte Rechtschreibung. Daher folgen nun ein paar Beispiele, die vielleicht helfen.

Soweit schreibt man zusammen, wenn das Wörtchen als Konjunktion (Bindewort) zwischen zwei Satzteilen benutzt wird und man statt soweit auch andere Konjunktionen wie sofern, soviel oder wie benutzen kann:

Soweit man weiß, ist das eben so.
So funktioniert es halt, soweit man weiß.

Bei allen anderen Gelegenheiten schreibt man so weit getrennt:

So weit das Auge sehen kann.
So weit die Füße tragen.
So weit, so gut.
Ich bin noch nicht so weit.
Das geht so weit, dass ...
So weit wie möglich werfen/ausholen.
So weit kommt es noch.

wortfeilchen

Mittwoch, 28. April 2010

taschengeld & urzeitfische = yps



Mein Taschengeld reichte übrigens für die Urzeittierchen und das passende Futter, aber sie zeigten sich nie. Das Wasser entwickelte sich lediglich zu einer ungesund aussehenden und übelriechenden Brühe. Ein Schulfreund behauptete, seine wären zahlreich geschlüpft und äußerst fidel, aber zu sehen bekamen wir sie nie.

wortfeilchen

PS. Danke an Doro für den Fund.

Dienstag, 27. April 2010

Dienstag, 20. April 2010

von höckschen. mit stöckchen.

Im Sinne der Völkerverständigung, zum Beispiel in einem Gespräch, kommt man schon mal von Höckschen auf Stöckchen - man kommt von einem Thema auf ein anderes, verliert das eigentliche Thema aus dem Auge, verläuft sich in Kleinigkeiten oder Details und schweift ab.

Warum sagt man das?

Die eigentliche Wortwahl des Höckschens ist ein Hölzchen oder Hölzlein, von dem man dann auf ein Stöckchen kommt, also von einer Kleinigkeit zu einer anderen und schon hat man den Faden verloren und kommt vom Hundersten ins Tausendste. Weil sich aber von Hölzchen auf Stöckchen schlecht bzw. nicht so schön reimt, wurde daraus die Redewendung von Höckschen auf Stöckchen kommen. Wobei ich es nicht versäumen möchte zu erwähnen, dass man in manchen Regionen auch gerne von Hölzchen auf Stöckchen sagt.

wortfeilchen

Montag, 19. April 2010

regenlaune.

Ja, ich bin ein schlechter Mensch. Ich mag nämlich schlechtes Wetter. Ja, Nebel, Wolken, Wind und Regen. Ist aber nicht immer vorhanden - was macht man da?

Richtig, man holt sich den Regen nach Hause. Und weil Ihr nicht alle twitter kennt und benutzt, finde ich es mehr als angebracht, Euch Regen zu präsentieren:


Ungemein entspannend, daher reinhören!

wortfeilchen

PS. Danke an den weltbesten Rolltreppen*********.

Donnerstag, 15. April 2010

test: prokrastinieren. oder nicht.



You Should Procrastinate






Believe it or not, procrastinating is actually pretty good for you. So go ahead and do it.

You work well under pressure, and deadlines don't bother you. In fact, the less time you have, the better.

If you put off a task, you get it done more efficiently. There's nothing wrong with using procrastination as a way to motivate yourself.

Whether you procrastinate or not, you'll eventually get the job done. The only difference is, if you procrastinate, you might do a better job.


Mittwoch, 14. April 2010

kindheitserinnerungen: eis vonne bude.

Ich bin in der Nähe des Bochumer Stadtparks aufgewachsen. Dort kenne ich jeden Baum, jeden Strauch, jede Abkürzung und jede Eis-Quelle. Ohne eine Straße überqueren zu müssen - was für meine Eltern sehr wichtig war - erreichte ich eine der weltbesten Eisdielen, das Gondola. Ich hatte das Glück, mit der Tochter des Hauses befreundet zu sein und kam so manches Mal in den Genuss einer kostenlosen Kugel Eis. Damals fiel meine Wahl meistens auf Erdbeere oder Vanille.

Aber manchmal überquerten wir zum Entsetzen ihres Vaters, dem stolzen Eismann, einfach den Schulhof des Goethe-Gymnasiums, sprangen über einen Zaun und standen vor unserer Bude. Dort erwartete uns bereits Konny, ein gemütlicher, uns damals uralt erscheinender Mann und seines Zeichens Inhaber der Bude. Geduldig war er, schließlich mussten wir hier für unser Eis bezahlen. Unser Taschengeld war knapp bemessen und das Studium des Langnese-Eiskarte erforderte darum genaues Überlegen.

Praktischerweise habe ich bei electrobeans eine Eiskarte aus dem Jahre 1980 gefunden, was hilft, mein damaliges Dilemma anschaulich zu machen:


An Zonga und Snobby kann ich mich gar nicht erinnern, ich konzentrierte mich stets auf Dolomiti und Brauner Bär. Dolomiti habe ich sicher auch meine bestehende Schwäche für grünen Wackelpudding zu verdanken, während mich Brauner Bär nicht nur durch seine Schokoladenummantelung, sondern besonders durch seinen Karamellkern beeindruckte. Kerr, war dat lecker!

Und heute anne Bude? Gibt's nicht mehr. Kein Dolomiti, kein Brauner Bär - und dafür bin ich gerade extra die Treppe runter und über die Straße anne Bude. Brauner Bär gibt es, schmeckt aber ganz anders und dazu noch viel weniger und ganz anderes Karamell! Pöh!

wortfeilchen

PS. Vielen Dank für die Inspiration @verlassener.

frauen & taschen & tastaturen.

Üblicherweise erwartet man einen Post wie diesen eher von Tina oder Susi. Aber auch ich kann so was, denn ich bin eine Frau. Ich liebe Taschen, die schlicht, witzig und besonders sind. Und ich bin eine Tastaturmörderin, die alle paar Wochen eine Tastatur um die Ecke bringt.

Eigentlich könnte man diese drei Dinge doch kombinieren und was daraus machen? Kann man:


wortfeilchen

PS. Die Taschen 1 und 2 gibt es hier, 3 und 4 hier

PPS. Übrigens, nur noch 8-mal schlafen, dann.

Donnerstag, 8. April 2010

mach doch einfach.

Manchmal passiert es auch mir: Ich hänge durch, kann mich nur sehr schwer motivieren, bin abgelenkt, prokrastiniere mit Vorliebe - kurz, ich mache alles, aber nicht das, was ich eigentlich sollte. Das nervt. In erster Linie mich, aber auch Netzwerkpartner, Auftraggeber und ich bin mir sicher, es nervt auch Freunde, die alle schon mal eigene Motivationsprobleme haben. Besonders unpassend, wenn gerade richtig viel zu tun ist - was macht man dann?

Ich habe dies und das versucht. Listen erstellt, Prioritäten gesetzt, Pausen gemacht, Strukturen und Disziplin kombiniert, Profis gefragt und sogar ein wenig an mir gezweifelt, aber irgendwie war es nicht richtig, funktionierte nicht. Und ich weiß auch warum: Ich habe mir zu viele Gedanken gemacht, Denkprozesse losgelassen, Lawinen gewälzt, Umwege gemacht.

Denn dann kam meine liebste, beste Freudin Jens ganz pragmatisch mit einem Vorschlag, der mir auf den ersten Blick furchtbar lapidar erschien: Mach doch einfach. Wie jetzt? Einfach Blindflug und los?

Kurz nachgedacht. Und dann bin ich die Vollen gegegangen und habe einfach gemacht. Was hat man schon zu verlieren? Nichts. Und was soll ich sagen? Es klappt. Nicht, weil dieser kleine Satz so bedeutungsschwer ist, sondern weil es einfach so ist. Fast immer weiß man, was man tun muss, wie der Hase läuft und auch, wo der Frosch die Locken hat - man findet nur den Anfang nicht. Wenn man einfach mal macht, finden sich erstaunlicherweise Prioritäten von selbst und die Sache läuft.

Daher macht Euch nicht immer so viele Gedanken - macht doch einfach!

Oder wie Nike einmal sagte: Just do it!

wortfeilchen

PS. Danke Jens!

Montag, 5. April 2010

ergebenheit.

Ergeben ist ein wunderbar vielseitiges Wort; so kann ich mich dem Unvermeidlichen oder dem Feind ergeben bzw. die Waffen strecken, eine Umfrage kann etwas ergeben und ich kann anhänglich, hingebungsvoll, getreulich und loyal, also ergeben sein. Dieses Ergebensein kann man natürlich auch abwertend im Sinne von devot, kriecherisch, unterwürfig oder fußfällig benutzen, was mir nicht liegt. 

Diese, meine Ergebenheit hat sehr schöne Wurzeln, die ursprünglich aus dem Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen stammen, aber im 16., 17. und 18. Jahrhundert Bedeutungsveränderungen erfuhren. 

Synonyme für ergeben sind: Sich hingeben, überlassen oder in Treue zugetan oder auch sich gern schenkend, großzügig hingeben, sich verschenken und auch sich ganz und gar widmen.

Soll noch mal jemand wagen zu sagen, meine treue Ergebenheit wäre negativ besetzt!

Ergebene Grüße
wortfeilchen

PS: Treuergeben kann man übrigens getrennt oder zusammen schreiben.

Freitag, 2. April 2010

oamos: inspiration, spaß & nutzen.

Plötzlich war sie da, die so genannte Meta-Inspiration Engine namens Oamos. So ganz klar war mir nicht, was das soll und welchen Nutzen ich dort finden könnte - schließlich lässt die Oberfläche nicht unbedingt vermuten, was passieren wird und wie soll mich eine Suchmaschine inspirieren?


Auch die Seite About empfinde ich nicht sonderlich informativ, wenn auch nett gemacht: 


Ein wenig unschlüssig gab ich Wortfeilchen ein - und ward entzückt ob der visuellen Fundstücke und Herrlichkeiten!


Oamos kann aber weit mehr als spielerisch und beeindruckend Suchmaschinenergebnisse präsentieren - auch gefundene Töne und Sounds werden eingespielt. Die genauen Auswahlmöglichkeiten können unter Details spezifiziert werden.

Ein kleiner Nachteil ist es schon, dass nach drei fazinierenden Minuten der Spaß beendet ist und eine Anmeldung ansteht.

Dennoch eine mehr als gelungene Idee, die ich garantiert beruflich ausprobieren werde!

wortfeilchen