Freitag, 12. März 2010

zappenduster.

In der Stadt kommt es eher selten vor, da leuchten die Straßenlaternen durch die Nacht, Werbeschilder ebenso - so richtig dunkel ist es nie. Aber ich kenne die tiefschwarze Dunkelheit, in der man kaum mehr die Hand vor den Augen sieht; zum Beispiel aus zahlreichen Urlauben in der nordischen Hemisphäre. Da ist es stockduster, stockdunkel oder stockfinster. Aber woher kommen diese Ausdrücke?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren und das düstere Mittelalter stattfand, hießen Gefängnisse Stockhäuser. Diesen Ausdruck kennt der Duden bereits nicht mehr, wahrscheinlich ist der Ausdruck Stockhaus ein verlorenes Wort. So ein Stockhaus bestand aus kleinen, fensterlosen Zellen, in denen es sehr sehr dunkel, halt stockdunkel war. Darum verglich man, wenn man etwas sehr Dunkles beschreiben wollten, diese Dunkelheit mit der in einem Stockhaus. Seitdem gibt es ebenfalls den Begriff Stockdunkelheit. Im Laufe der Zeit machten sie unsere Adjektive stockfinster, stockdunkel und stockduster selbstständig und gingen ohne Rückfragen in unseren Sprachgebrauch über. 

wortfeilchen

PS. Fragt sich jetzt nur, woher zappenduster kommt.

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