Dienstag, 2. März 2010

kreativ, kompetent & bescheiden.

Angeregt durch eine Umfrage des Berufsverbands der Kommunikationsdesigner (BDG) fragte Iwo Randoja am 19.02.2010 in einer Umfrage, wie es denn um das Einkommen des deutschen B2B-Texters steht. Natürlich habe ich teilgenommen, harrte gespannt auf die Ergebnisse - und heute sind sie online:


Die Erkenntnisse müssen sich vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, nicht unbedingt repräsentativ zu sein, aber aussagekräftig sind sie allemal. Der durchschnittliche Texter ist Freiberufler und verdient zwischen 10.000 und 30.000 Euro im Jahr, was dem deutschen Durchschnittsverdienst entspricht. Die ausführlichen Umfrage-Ergebnisse kann man hier nachlesen.

Woran liegt das? Werden Texter schlicht zu schlecht bezahlt? Krisenzeiten? Mangelnde Unternehmerfähigkeiten? Schlechte Positionierung?

Schaue ich mich bei mir und in meinem Umfeld um, kann es kaum an fehlender Motivation und Kompetenz liegen. Die meisten verfügen über ein Hochschulstudium, Agentur- oder anderweitige Berufserfahrung, sind somit mit allen notwendigen Qualifikationen ausgerüstet, die für den Job erforderlich sind. 

Ich frage ich mich, ob es daran liegt, dass die einzelnen Berufe nicht geschützt sind, sich jeder Texter nennen kann, was natürlich vorteilhaft, aber nicht frei von Gefahren ist - schwarze Schafe gibt es in jeder Branche und schreiben kann doch jeder. Eine Schwierigkeit, der sich viele Berufe stellen müssen und die schon mal ernüchtert.

Fakt ist, viele Menschen verstehen nicht unbedingt, warum sie fachliche Leistungen ordentlich bezahlen sollen - schließlich lernen wir alle Deutsch, die Rechtschreibung wird automatisch durch entsprechende Programme geprüft und schreiben kann eben jeder. Mit diesen Problemen haben aber nicht nur Texter, sondern zum Beispiel auch Grafiker zu kämpfen - und denen man fundierte Argumente entgegensetzen kann.

Wie mache ich es?

Um als Texterin - egal, ob als Werbetexterin im Bereich Print oder Web - (materiell) erfolgreich zu sein, kombiniere ich verschiedene Fähigkeiten und Interessen. Viele kleine Dinge, die ineinandergreifen - zu viele, um sie hier ausführlich zu listen, aber die Kernaussage ist ganz klar: 

Ich arbeite zuverlässig, professionell und gut - und bin jeden einzelnen Cent wert.

wortfeilchen

Kommentare:

tinius hat gesagt…

Dein Fazit ist mit Sicherheit zutreffend. Man ergänze noch : fürchterlich nett. :)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Danke! Ich denke, Du kannst meine Skills durchaus einschätzen.

Dazu eine Erkenntnis der letzten Nacht: Nett ist die kleine Schwester von scheiße, ich bin die große ;-))

Heike hat gesagt…

Von den Kunden-Wunschkriterien "schnell", "gut" und "günstig" lassen sich eben nur zwei zugleich erfüllen. Wer schnell und gut ist, kann also nicht billig sein. Oder sollte sich zumindest nicht unter Wert verkaufen ...

tinius hat gesagt…

Jaul, da scheint Dir jemand heftig an den Karren gefahren zu sein ?

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

@tinius: Nöö, das ist schwerlich möglich und anscheinend ein Insider - Gruß in die Schweiz ;-)

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Stimmt, vielleicht sollten wir früher oder später dazu einen Beitrag schreiben?

Die Sache mit dem Troubleshooter, Wochenendarbeiter zum Sondertarif.

Und nie den Merksatz vergessen:
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