Montag, 8. Februar 2010

von herzen. mit schmerzen.

Meine Citylage beinhaltet Vorzüge, besonders die große Auswahl der Dienstleister ist eindeutig einer. Dachte ich, packte meine Schmerzen warm ein und steuerte die nächstbeste Apotheke an.

Eine sehr große Apotheke, die mich aber dennoch warten ließ, wobei ich erwähnen möchte, dass mein schmerzverzerrtes Gesicht sicherlich ebenso Bände sprach, wie meine Unfähigkeit ruhig zu stehen. Nach 30 Minuten des elenden Wartens bat ich mit zitternder Stimme und Schweißperlen der Anstrengung um die Zuteilung nichtverschreibungspflichtiger, adäquater Drogen. Mit einem, wie ich finde, fast hämischen Grinsen erhielt ich die Auskunft, ich könne um 19.30 Uhr noch einmal vorbeischauen. Man war auch nicht bereit, mir die entsprechenden Medikamente zu bringen. 

Seufzend und schwankend verließ ich den Laden, ging über die Straße und versuchte es in der nächsten, ebenfalls neumodisch ausgestatteten Apotheke - der Erfolg war ebenso mäßig wie in der dritten. Meine Verzweiflung stieg potential. 

Entnervt zog ich meinen Joker und lief zur Apotheke meines Vertrauens, die ein wenig weiter entfernt liegt, aber nicht nur durch ein heimeliges Interieur, kompetente und freundliche Mitarbeiter besticht, sondern auch durch weitreichende Kenntnisse und ein ebensolches Angebot an homöopathischen und naturheilkundlichen Wohltaten. 

Hätte ich sofort machen sollen, denn in der Einhorn Apotheke war zwar mein bevorzugtes Schmerzmittel auch nicht vorrätig, aber die sanfte, lächelnde Stimme nahm an meinem Schicksal Anteil, beriet mich und enorm beruhigt konnte ich dem Heil ins Auge blicken. Nebenbei sparte ich auch gleich noch den ein oder anderen Euro. Vielen Dank - und in Zukunft keine Umwege mehr!

wortfeilchen

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