Montag, 30. November 2009

verlorene Worte: fürbass

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, gab es so wunderbare Worte wie fürbass. Vor der neuen Rechtschreibung schrieb es sich zwar fürbaß, aber den schönen Klang hat das gar nicht beeindruckt.

Fürbass bedeutet schlicht weiter oder vorwärts und stammt von dem althochdeutschen Wort furbaz sowie dem mittelhochdeutschen vürbaz. Leider benutzen wir es selten oder kennen es nicht einmal, daher bitte ich um die Rettung von fürbass.

Ich schreite derweil mutig fürbass - gehabt Euch wohl, Ihr Holden!

wortfeilchen

Freitag, 27. November 2009

beweisfoto: eigentlich bin ich pippi langstrumpf.



Pippi Langstrumpf war und ist meine Heldin. Wie passend, dass ich der Darstellerin Inger Nilsson nicht nur ähnlich sah und sehe, sondern auch charakterlich reichlich Überschneidungen vorhanden sind. 


PS. Und weil wir Kinder der 70er (oder so) alle ein bisschen Pippi sind, haben Heike und ich ein Stöckchen daraus gemacht: Zeigt her Eure Kinderfotos!

Donnerstag, 26. November 2009

Rezepte: Zimtschnecken

In Schweden gehören sie zu jedem Kaffee, werden in jeder Bäckerei und überall angeboten und gegessen. Auch wenn ich Dänemark oder Norwegen lieber mag, die schwedischen Zimtschnecken sind eine Sünde wert. Kanelbullar heißen sie dort, was übersetzt so viel wie Zimtklopse heißt.

Leider bin ich weit entfernt von Schweden, daher musste ein Rezept für ausgezeichnet leckere Zimtschnecken her. Viele habe ich ausprobiert, aber mit leichten Veränderungen habe ich es gefunden, das perfekte Zimtschnecken-Rezept.

Auf Sweden.se - the official gateway to sweden und meine Rezept-Variation sieht folgendermaßen aus:

Für den Teig:
1 Würfel frische Hefe
120 Gramm Zucker
300 ml warme Milch
1 EL Kardamom, gemahlen
750 Gramm Weizenmehl, Typ 550
120 Gramm zerlassene Butter

Die Milch erwärmen, aber nicht zu heiß werden lassen. Die Hefe darin auflösen und den Rest der Zutaten untermischen und alles kräftig kneten bis ein leicht glänzender Teig entsteht. Den Teig in eine große Schüssel geben, mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Bei mir kommt Hefeteig ins Bett, bzw. unter die Bettdecke.

Füllung:
75 Gramm weiche Butter
100 Gramm Zucker
2 EL Zimt, gemahlen

Den Teig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Füllung bestreichen. Dafür sollte die Butter nicht zu weich sein. Den Teig zu einer langen Rolle rollen, die locker und nicht zu eng werden sollte. Dann von der Rolle Scheiben abschneiden, wobei die Dicke der Scheiben Geschmackssache ist. Die Scheiben in Papierförmchen, die man auch für Muffins nimmt, legen und erneut mit einem Geschirrhandtuch zudeckt auf einem Backblech ca. 60 Minuten gehen lassen.

Zum Bepinseln:
1 Ei
2 EL Wasser
Hagelzucker

Das Ei mit dem Wasser vermischen, die Schnecken damit bepinseln und zum Schluss mit Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Umluft etwa 5 Minuten backen lassen bis sie goldbraun sind.

Zimtschnecken schmecken lauwarm und pur ebenso wie kalt, aufgetoastet oder mit Butter bestrichen.

wortfeilchen

Montag, 23. November 2009

Frank Schätzing & ich: ein offener Brief

Lieber Frank Schätzing,

lange bin ich unentschieden hin und her gewandert, habe lange häsitiert, aber es nutzt nicht, es muss raus. Ich muss mit Dir reden.

Wir teilen die ein oder andere Sache: Du schreibst, ich schreibe. Du veröffentlichst Romane, ich arbeite daran. Du verdienst Dein Geld mit äußerst erfolgreichen Büchern, ich mit ausgefeilten Worten anderer Art. Du warst lange in der Werbung, ich bin dort immer noch und das sehr gerne.

Natürlich gibt es auch Unterschiede: Ich präsentiere mich nicht in Unterwäsche und lasse mich dabei auch noch fotografieren - obwohl Du wirklich ansprechend anzusehen bist - aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Ich kann mit Karneval so gar nichts anfangen, was Dir als Rheinländer befremdlich erscheinen muss. Dein Schreibstil artet schon einmal aus und Du langweilst mich stellenweise. Nimm es mir bitte nicht krumm, aber manchmal schweifst Du etwas ab und lässt Dich seitenweise über Nichtigkeiten aus.

An sich ist das alles auch egal, schließlich muss ich Deine Bücher weder kaufen noch lesen. Ich muss noch nicht einmal Boulevard-Beiträge über Dich lesen, aber es gibt da ein Problem. Vielleicht sind es auch zwei. Oder es ist vielleicht doch eher ein generelles Problem?

Genug Geplänkel:

Natürlich habe ich Der Schwarm nicht nur gelesen, sondern verschlungen. Fasziniert verfolgte ich die Geschichte, aber nicht unbedingt, weil sie so neu für mich war, denn eigentlich ist es mein Buch und Du hast es geklaut. Wie auch immer Du das angestellt hast.

Wie? Nun wunderst Du Dich, weil ich Dich eines so üblen Verbrechens bezichtige? Eigentlich kannst Du (wahrscheinlich) gar nichts dafür, denn Du warst einfach schneller und ich glaube nicht, dass Du meinen PC angezapft hast. Es ist nämlich so: Als ich in den letzten Zügen meines epochalen Werkes war, kam Der Schwarm in die Buchläden. Natürlich ist mir dies als Bücherfresserin nicht verborgen geblieben, die Handlung aber eben auch nicht. Und da liegt der Hase im Pfeffer: Die Ähnlichkeiten unserer Werke sind frappierend. Natürlich kann ich mein Buch in die Tonne hauen, denn sollte ich es je einem Verlag anbieten, würde lediglich der Vorwurf kommen, ich hätte bei Dir abgekupfert. Richtig dumm gelaufen, oder?

Lautlos ist auch so eine Sache. Kaum schreibe ich wieder ein Buch, dessen Inhalt Du (hoffentlich) nicht kennst, geht das schon wieder los: Du klaust erneut und hast seelenruhig ein Buch mit dem Titel Lautlos veröffentlicht. Und das bereits 2003.

Nein, ich bin nicht paranoid oder verlaufe mich in abstrusen Verschwörungstheorien, aber irgendetwas stimmt da doch nicht! Werde ich abgehört? Kennst Du meine Gedanken? Sind wir durch irgendwelche esoterischen Kanäle miteinander verbunden? Muss ich meine Firewall checken? Wo soll das noch hinführen? Werde ich niemals ein Buch veröffentlichen können, das nicht irgendeine Verbindung zu Dir aufweist?

Eine Erklärung von Dir fände ich angebracht. Ebenso möchte ich in Zukunft bereits vor der Veröffentlichung eines neuen Buches über den Plot informiert werden. Schriftlich reicht. Oder ruf kurz durch. Meine Nummer kennst Du bestimmt.

wortfeilchen

Schäumende Träume.

Es ist nicht neu, ich liebe das Meer, die rauen Gefilde und die nördliche Hemisphäre. Urlaub in der Karibik? Nichts für mich. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit, vielleicht ist einfach eine Sehnsucht, aber ich könnte schon wieder ans Meer. Natürlich nicht an die plätschernde Ostsee oder das liebliche Mittelmeer, die Nordsee ist mein Augenstern. Einfach Ruhe, Wind und Wellen.



Lange und ausgiebig hatten wir es durchspielt: Mein Vater und ich wollten mit einem Containerschiff nach Skandinavien, besser noch nach Island. Wenige Menschen, viel Meer und dazu der Alltag auf einem Containerschiff. Das Schicksal wollte es anders. Das hat leider nicht mehr geklappt, dennoch, der Wunsch ist weiterhin da.

Ich habe mal recherchiert und mehrere Anbieter gefunden:

Frachtschiffreisen begrüßt mich zwar mit meinem Lieblingsfehler und schreibt herzlich willkommen falsch, aber sonst klingt das alles recht gut!

 

Leider wird Island derzeit nicht angeboten und mir fehlen 45 bis 70 Tage für eine Schifffahrt nach Canada, aber eine Woche nach Skandinavien ist für 370,- Euro dabei. Hm, schon mal nicht schlecht.

 

Frachtschiffe nennt keine Preise, bietet aber sehr schöne Reise mit kleinen Frachtschiffen überall dorthin, wo ich es mag.




Aber egal, wo ich auch schaue, weiter nördlich als Norwegen komme ich nicht, dabei liebäugel ich aber doch mit Island, Grönland, der Orkneys, Shetlands oder Färöer. Hm, wahrscheinlich die falsche Jahreszeit. Einfach mal abwarten bis der Frühling kommt ... vielleicht finde ich bis dahin auch jemanden, der mitfährt?

wortfeilchen

Fahnenträger & Kavalleristen.

Donnerstag, 19. November 2009

Herbstsein.

Doro hat so schöne Fotos gemacht, dass ich mich gar nicht entscheiden kann. Daher einfach eine Auswahl inklusive Herbsthund ;-))









Mittwoch, 18. November 2009

verlorene worte: rabauke

Wie oft habe ich dieses Wort gehört?

Jedes Mal, wenn ich wieder mit zerrissener Hose auftauchte oder mich mit meinem sieben Jahre älteren Bruder kloppte. Ich war ein wildes Kind, keine Mauer vor mir sicher, kein Baum zu hoch und gefallen ließ ich mir auch nichts.

Schade, denn eigentlich wurde es immer mit einem Lächeln gesagt und den Rabauken in sich sollte man nie so ganz verlieren. Ein Rabauke zu sein, macht nämlich ganz viel Spaß.

Ein wenig anders sieht es mit der Etymologie des Wortes aus, obwohl das vielleicht Auslegungssache ist:

Ursprünglich stammt der Begriff von dem mittelhochdeutschen Verb riben, was so viel wie brünstig sein, sich begatten oder reiben bedeutet. Im Pott würde man es aktiv wuschig nennen. Daraus entstand das altfranzösische riber, womit jemand gemeint ist, der sich wüst aufführt. Das passende altfranzösische Substantiv ribaud entspricht dem Schurken oder Strolch ebenso, wie der niederländische rabauw. Ende des 19. Jahrhunderts durchlief das Wort Rabauke anscheinend einen Bedeutungswandel: Der Rabauke wurde umgangssprachlich zu einem rüpelhaften, gewalttätigen Jugendlichen.

Dabei war und bin ich immer eine charmante, fröhliche Rabaukin und keine Rüpelin.

wortfeilchen

Dienstag, 17. November 2009

Warum gibt es in Deutschland eigentlich kein Boots?

Boots ist ein englische Drogerie-/Apothekenkette, was englisch schlicht chemist heißt. Da gibt es alles. Alles, was man sich so vorstellen kann. Fast alles, was ich gebrauchen kann. Bereits der Schriftzug, der mich in Form und Farbe an die altbewährte Nivea-Creme erinnert, weckt warme Gefühle in mir. Weil ich viel zu selten in England bin, besuche ich ab und an die Webseite.

Aber die Tage entdeckte ich ein neues Tool, den WebMD inklusive Symptom Checker. Immer gut Rat & Tat zu erhalten, also gleich getestet. Durch mangelnde Bewegung, zu viel arbeiten und sitzen habe ich nämlich ein wenig Rücken. So knapp überm Allerwertesten. Grund genug, den Symptom Checker mal ans Werk zu lassen, der natürlich kein Ersatz zu einem Arztbesuch darstellt.



Da ich lediglich zwischen den Bereichen Rücken und Allerwertestem wählen kann, entscheide ich mich für das Zweite.



Es folgt eine lange Liste von Symptomen. Interessante Auswahl: Blut im Stuhlgang, Blut im Klopapier, gebrochene Knochen, Schwellungen, aber halt, das könnte passen: Pain or discomfort, das klingt doch gut. Darauf folgt ein Fragenkatalog, der die Art des Schmerzes klärt, die Häufigkeit, den Ort und Auftreten des selbigen und viele andere Kleinigkeiten, die wichtig sein könnten. Wobei mich ja bei Frage 4 irritiert, ob Veränderungen während des Geschlechtsverkehrs auftreten. Geht den ja wohl gar nichts an! Unverschämt, so ein WebMD.

 

Die Auswahl der möglichen Erkrankungen, die mich heimsuchen, ist erschreckend. Einerseits, weil ich die Hälfte davon nicht kenne. Andererseits, weil der andere Teil aus Krankheiten wie Analfissuren, Hämorrhiden und Gonorrhö besteht. Irgendwie hat der Doc sich verlaufen. Ich entscheide, es handelt sich um verhärtete Muskelstränge und bekomme gleich noch anschauliche Erläuterungen dazu:

Ist üblich. Kann durch Dehydration, Überarbeitung oder immer gleiche Bewegungen entstehen. Ich könnte eine Aspirin einwerfen, leichtes Stretching oder Gymnastik ausüben, ein heißes Bad nehmen, mich massieren lassen, in die Sauna gehen oder anderweitig Wärme konsumieren. Wenn die Schmerzen nach ein paar Tagen nicht verschwinden, soll ich aber dringend einen echten Arzt aufsuchen. Klingt doch richtig vernünftig!



Dazu bekomme ich gleich eine Liste mit sehr spannenden Beiträgen zum Thema und kenne mich nun sehr gut mit meinem low back strain aus, der wahrscheinlich verantwortlich ist. Hypochonderherz, was willst Du mehr!

wortfeilchen

PS: Wär doch irgendwie albern, wenn zum Beispiel Schlecker so einen Service anbieten würde, oder? ;-)

Montag, 16. November 2009

Weniger ist mehr.

Texterella hat eine Blogparade zum Thema Schönheitsgeheimnisse eröffnet. Eine schöne Idee. Gerne würde ich ihren Tipp, das Kaffeepeeling ausprobieren, allerdings trinke ich keinen Kaffee und muss erst einmal schauen, wo ich den auftreibe.

Grundsätzlich verweigere ich Konsum großflächig, ergo finden sich bei mir sehr wenige Pflegepodukte - sollte man jedenfalls denken. Andersrum wird ein Schuh draus, denn ich besuche zwar sehr selten Parfümerien, Drogerien oder Kosmetikabteilungen diverser Kaufhäuser, aber meine Badregale erinnern in ihrer reichhaltigen Auswahl an die Gemächer von Kleopatra.

Mindestens drei verschiedene Badezusätze und Duschgels finden sich hier, ebenso viele Shampoos und dazu unterschiedlichste Cremes für alle Körperbereiche sowie Peelings, Haut- und Haarpackungen oder -masken, Haarbürsten und Make-up-Utensilien. Von der immensen Sammlung aus Haargummis, Haarspangen und Haarbändern will ich gar nicht erst anfangen. Allerdings erweise ich mich als preisbewusste Einkäuferin, teste mich bevorzugt durch das Sortiment des lokalen Drogeriemarktes und habe für exklusive Markenprodukte meist kaum mehr als ein Wimpernzucken übrig.

Lange Vorrede, auf zu den Tipps:

Um Gesichtshaut, die ein wenig müde, schlaff oder großporig aussieht, zu beleben, nutze ich eine so genannte Eiweiß-Maske. Steifgeschlagenes Eiweiß einfach großzügig auf die gereinigte Gesichtshaut auftragen, dabei den Augenbereich natürlich aussparen, das Ganze einwirken lassen bis ein Spannungsgefühl auftaucht und mit lauwarmen Wasser und/oder dem Reinigungsprodukt der Wahl abwaschen. Man kann das Eiweiß je nach Empfindlichkeit der Gesichtshaut auch mit ein paar Tropfen frischen Zitronensaft aufpeppen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Mein ultimativer Tipp ist allerdings eine sehr preisgünstige Körpercreme namens Wohlfühl Bodylotion von balea.



Sie duftet sehr dezent, zieht sehr schnell ein, das Nachtkerzenöl beruhigt und pflegt jede noch so empfindliche Haut und samtweich ist das Ergebnis.

wortfeilchen

Donnerstag, 12. November 2009

Marktlücke sponsored by Schweinegrippe?

Die Informationsflut über die Schweinegrippe hört nicht auf. Klar, wir sind ja auch mittendrin. Diese Panik muss sich doch irgendwie ausnutzen lassen, um Geld mit der Schweinegrippe zu verdienen. Heute ist mir das erste Nebenprodukt der Schweinegrippe aufgefallen: Touch-Sticks heißen sie, entdeckt bei ausgefallene-ideen.com, einem schicken Blog, das auch Quelle des folgenden Fotos ist.


Sie sehen wie eine Mischung aus Schlüssel und Wärmflasche aus, haben aber wirklich einen Sinn: Sie ermöglichen es Tasten zu drücken, ohne diese zu berühren. Fahrstühle, Bankautomaten, Fahrkartenautomaten und sonstige mit Tasten oder Knöpfen ausgestattete Dinge fallen mir zuerst ein. Stellt sich mir nur die Frage, wie ich Geldscheine und Fahrkarten entnehme?

Anscheinend sind meine Gedanken im Sinne des Erfinders, denn der Titel der Touch-Sticks lautet The hygienic way to push, tap and sign keypads. Mehr Informationen erhalte ich leider nicht. Größe oder Material bleiben mir verborgen, lediglich der Preis wird genannt, 2,99 $, und die Möglichkeit einen Touch-Stick zu bestellen.

Touch-Sticks wurden sicherlich nicht unbedingt pünktlich zur Schweinegrippe erfunden und auf den Markt geworfen, ob sie wirklich vor den Biestern der Schweinegrippe schützen, wage ich zu bezweifeln, aber immerhin sind sie ein kleiner, preiswerter Gimmick.

wortfeilchen

PS: Nöö, ich habe mir keinen bestellt. Auch keinen Mundschutz.

Freitag, 6. November 2009

Werbewoche: Shandy. Meins. Alles.

Ich bin nicht nur Skandinavienfetischistin, sondern durchaus auch anglophil. Ich mag die englische Küche, ich liebe englische Chips der merkwürdigsten Geschmackrichtungen und ich esse sogar gerne Marmite, was ganz viele Mitmenschen so gar nicht verstehen können.

Seit die Briten nicht mehr um die Ecke in die Dortmund stationiert sind, ist etwas schwierig geworden englische Lebensmittel zu beziehen. Aber der Zufall spielt mir schon mal in die Hände, denn im holländischen Urlaub entdeckte ich Shandy. Der anwesende Niederländer reagierte ein wenig irritiert auf mein freudiges Gestammel, aber ich sah Shandy, da war mir alles andere fast egal.



 Quelle Foto

Gut, vielleicht nicht ganz britisch, denn Royal Club ist eine niederländische Firma, aber sei´s drum. Das Zeug schmeckt wunderbar und hat lediglich 0,5 Prozent Alkohol. 

Ich gehe davon, die meisten der werten Leser wissen nicht, was Shandy überhaupt ist?

In Deutschland wird etwas Ähnliches als Radler oder Alster verkauft, trifft es aber nicht ganz, denn Shandy besteht zwar aus Bier und Limonade, aber gerade hier kommt der Unterschied zum Tragen. Traditionell wird Ingwer in Form von Ginger Ale nämlich mit Bier zu Shandy gemischt und in Flaschen oder Dosen verkauft. In England gibt es sehr viele verschiedene Sorten und manche erinnern in Konsistenz und Farbe durchaus an Guiness. Lecker!

wortfeilchen

Donnerstag, 5. November 2009

Mein Lebensretter: Mehrwertsteuerrechner

Wer (wie ich) im Umgang mit Zahlen eine absolute Niete ist und nicht ohne Hilfsmittel auskommt, freut sich besonders über ein Tool, das mir leidige Dinge abnimmt.

Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer auszurechnen ist für mich eine langwierige Angelegenheit, die nicht ohne Taschenrechner abläuft. Meine aufwendige und sicherlich merkwürdig erscheinende Prozedur, die schon so manchen Mitmenschen in hysterische Lachanfälle getrieben hat, erspare ich Euch. Stattdessen zeige ich Euch lieber den Mehrwertsteuerrechner:



Dieses schlichte, einfach zu bedienende Tool ermöglicht es auch in gewissen Dingen unbeholfenen Subjekten wie mir, die fälligen Steuern bequem und schnell zu berechnen.

wortfeilchen

PS: Weitere nützliche Minihelfer findet man hier. Ganz toll, dort auch einen Prozentrechner zu finden - jedenfalls für mich ;-)

Mittwoch, 4. November 2009

Mein Buchtipp: Erdbeerflecken von Mia Bernstein

Berufsbedingt schreibe und lese ich sehr viel, meine Anforderungen an gute Texte, die Geschichten erzählen, gleichzeitig fesseln und dabei auch noch eine ausgefeilte und schöne Sprache nutzen, sind dementsprechend hoch. Werbetexte und Internettexte sind, wenn sie authentisch und gut sind, mit viel Aufwand und Liebe zum Detail ausgestattet.

Ich weiß, wie zeitintensiv es manchmal sein kann, die richtigen Worte zu finden. Und da komme ich zu Mia Bernstein, deren Worte mich berühren. Sie lassen mich lächeln, nickend zustimmen, nachdenken. Sie ziehen mich an, sie stoßen mich ab. Ich erkenne mich wieder. Ich versinke darin.

Mia Bernstein fiel mir zuerst bei Twitter auf. Ihre Tweets erscheinen auf den ersten Blick kurz und schlicht, aber sie setzen sich von der Masse der mehr oder weniger nützlichen und amüsanten Aussagen ab. Schnell folgte ich ihr mit Begeisterung und lernte sie zu schätzen. Ihr Humor, ihre sprachliche Eloquenz und ihre offene Direktheit scheinen nur so aus ihr zu fließen. Gedankenscrabble nennt sie es. Pur passt auch. 

Dann lese ich auch sehr viele Bücher. Es ist ein Fest für mich, wenn ich ein neues Buch in den Händen halte, in eine andere Welt und die Gedanken eines anderen Menschens eintauche. Allein der Geruch eines neuen Buches erzeugt bei mir Gänsehaut und ich lese. Leider stoße ich dabei nicht allzu oft auf ein Buch, das meine Erwartungen erfüllt und meist endet es mit der Aussage: Er/sie hat sich redlich bemüht, aber mehr als ein nettes Buch ist dabei nicht rausgekommen.

Erdbeerflecken. Mia Bernstein hat ein Buch geschrieben. Da ist es. Ich frage mich, wann sie die Zeit dazu hatte - und will es unbedingt lesen. Dann liegt es vor mir. Duftet druckfrisch. Schlicht und reizvoll hat Michaela von Aichberger das Buch gestaltet. Optik und Inhalt passen zusammen, was auch nicht so oft vorkommt.



Ich lese. Nein, eigentlich sauge ich jede einzelne der 14 Geschichten auf. Nicke zustimmend, werde in eigenen Erinnerungen rot, rolle mit den Augen, fühle mich betroffen, ertappt und erkannt. Ich bin mittendrin, dabei sind es nicht einmal meine Geschichten oder meine Worte. Könnten sie aber, denn die Erkenntnisse von Mia Bernstein sind nicht neu, aber sie spricht sie aus: Realistisch, gefühlvoll und in allen Schattierungen. Mia Bernstein hat es drauf, das Spiel mit den Worten, die Akrobratik der Sprache. Das Leben und die damit verbundenen erfreulichen und schmerzhaften Erkenntnisse. Episoden, die vergessen schienen und wieder auftauchen.

Ich schwanke, welche Geschichte mir am besten gefällt. Spiel.Er.Ei. könnte es sein. Vertrauen ebenfalls. Aber eigentlich ist es Schuldig. Hier macht sich Mia Bernstein selbst den Prozess, sie hält Zwiesprache. Rhetorisch geschickt und phantasievoll hadert sie mit sich selbst. Humorvoll prangert sie die Unbilden ihres (und unseres) Lebens - und somit sich selbst - an. Sätze wie dieser sind es, die mich begeistern: Das Leben wollte sich nicht blicken lassen, typisch. Her mit dir, du lausiger Kerl, komm raus, damit wir dich sehen! Die Gestalt des Lebens musste furchterregend aussehen. (Mia Bernstein: Erdbeerflecken. Seite 104) Erkenntnisse, die besser nicht formuliert werden können, finde ich: Das Leben hielt einen zehnminütigen Vortrag, leider nuschelte es, Dolmetscher waren keine im Raum und ich konnte die Antwort nicht verstehen. (Mia Bernstein: Erdbeerflecken. Seite 105) Ich könnte seitenlang zitieren, mache ich aber nicht, das Buch soll schließlich gekauft werden.

Fazit?

Ein Wort kann so viel ausdrücken. Und Mia Bernstein hat das unleugbare Talent das richtige Wort an der richtigen Stelle zu kennen. Sie denkt es, sie sagt es, sie schreibt es. Sie lässt Emotionen frei - und nimmt mich mit. Sie berichtet über sich, ihre Erfahrungen, ihr Leben, aber auf eine Art, die dem Leser Raum für eigene Bilder und Reflektionen lässt. Dann kann nicht jeder. Aber jeder, der es schafft mit wenigen gut platzierten Worten eine solche Atmosphäre aufzubauen und mich nicht loszulassen, kann nur mein Buchtipp sein. Jeder, der mich animiert ein Buch noch einmal zu lesen und wieder andere Facetten zu entdecken, gehört zu mir. Danke Mia Bernstein. Danke Erdbeerflecken.

wortfeilchen

PS: Hier die Formalien, damit jeder von Euch sogleich losläuft und Erdbeerflecken kaufen kann:

Mia Bernstein: Erdbeerflecken
Taschenbuch: 136 Seiten
Verlag: Klare Texte + Bilder; Auflage: 1 (Ende Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3980959953
ISBN-13: 978-3980959957

Oder hier klicken.

Dienstag, 3. November 2009

Werbewoche: Mein Shampoo & meine Spülung - silikonfrei

Weiter geht es mit der Werbewoche und meinen buntgemischten Tipps:

Syoss ist nicht so meine Sache, dennoch will eine Ponymähne gewaschen werden und die Wellen erwarten Pflege. Auch soll man ab und an das Shampoo wechseln, daher begab ich mich auf die Suche nach einem silikonfreien, bezahlbaren Shampoo, das nicht übel riecht, dabei die Zotteln pflegt und diese vor allem leicht kämmbar macht.

Diverse Sortimente unterschiedlicher Drogerien mussten es mit mir (und meinen Haaren) aufnehmen, bis ich endlich eine Pflegeserie fand, die mir gefällt. Und dies ist der ungeschlagene Sieger:



Die Hausmarke Balea der Drogeriekette dm überzeugt mit der Serie Balea Professionell nicht nur durch einen günstigen Preis von um die 1,50 Euro pro Produkt, sondern auch durch die Eigenschaften.

Kein penetranter Parfümgeruch strömt mir entgegen, es schäumt nicht übermäßig, wäscht pflegend und lässt sich leicht auswaschen. Besonders die Ergiebigkeit des Shampoos beeindruckt mich, denn ich habe sehr dicke und recht lange Haare, für die ich üblicherweise sehr viel Shampoo benötige, aber hier brauche ich wirklich wenig Shampoo und Spülung, um optimale Resultate zu erhalten. Die Wellen lassen sich prima kämmen, werden weich und die Haare fallen auch ohne weitere Produkte, wie Festiger oder ähnliche Dinge, sehr schön. Zuerst irritierte mich die Verpackung, aber so eine Tube ist wirklich handlich und praktisch. Zudem kann man sie - im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten - platzsparender entsorgen, was unter Umständen umweltfreundlicher ist.

Die beste Eigenschaft ist die Silikonfreiheit der Produkte, was mir sehr wichtig ist. (Siehe auch hier)



Ich bin keine Chemikerin, dennoch glaube ich einfach mal den Inhaltsangaben und empfehle Balea Professionell Repair Shampoo und Repair Spülung.

wortfeilchen

Montag, 2. November 2009

Xmot, meine Autowerkstatt

In den letzten Monaten haben sich bei mir so einige Tipps gesammelt. Ein guter Grund eine Werbewoche einzuleiten. Den Anfang macht meine Autowerkstatt Xmot, denn mit den Jungs bin ich super zufrieden und glücklich.

Aber fange ich von vorn an: 2006 kaufte ich in einem Autohaus mit Werkstatt meinen kleinen Toyota Yaris. Praktisch, dachte ich, denn dort wird sich um alle Belange gekümmert. Leider war dem nicht so. Termine wurden vom Autohaus vergessen, Aufträge nicht ausgeführt und obwohl ich schriftliche Belege für alles habe, war ich immer die Schuldige. An Arroganz kaum zu überbieten der Laden.

Ich bin selbstständig und keine Frühaufsteherin, da ist es logisch, dass ich gerne einen Termin am späten Nachmittag haben möchte. Das war möglich, allerdings arbeitete dann dort niemand mehr, so dass ich das Auto über Nacht abgeben musste, was einen unnötigen Zeitaufwand für mich ergab und die Kosten waren jedes Mal ziemlich hoch.

Letzten Winter streikte mehrfach die Autobatterie, aber die Werkstatt erachtete es nicht als wichtig mir zu helfen. Ich fand eine freie Werkstatt, nämlich Xmot, die gerne jemanden schickte, der eine Batterie mitbrachte und diese auch noch einbaute. Danke Klaus, Du Retter in der Not! Unnötig zu sagen, dass allein die Kosten für Batterie um 60 Prozent günstiger waren, als die der Autohaus-Werkstatt. Blöd nur, dass wir gleichzeitig feststellten, dass man mir mit dem Auto auch eine Batterie verkauft hat, die hergestellt wurde, als es das Auto noch gar nicht gab: Sie war fünf Jahre älter als das Auto selbst und nicht einmal wartungsfrei.

Ich wollte sowieso wechseln, der TÜV stand dieses Jahr an, also rief ich die Autohaus-Werkstatt an, dass ich meine Reifen abholen wollte. Wir vereinbarten einen Termin, ich fuhr ein letztes Mal hin und man hatte mich zum wiederholten Male vergessen. Den schriftlichen Auftrag legte man mir strahlend vor, meine Reifen waren noch im Lager. Die sollte ich dann noch von der Tür des Lagers 200 Meter zum Auto schleppen und dafür bezahlen. Ich weigerte mich.

Bei Xmot gar kein Problem - und im Vergleich zur Autohaus-Werkstatt eine ganz andere Welt. Niemand schleimt oder will unbedingt etwas verkaufen. Direkt, offen und ehrlich geht es zu. Ich fuhr hin, man wechselte die Reifen fast wie nebenbei, lagerte die anderen fast schon liebevoll ein, schaute noch nach Öl, Kühler etc. und alles war gut. Alexander Keßler schaut nicht auf die Uhr und hat große Dollarzeichen in den Augen, nein, er erklärt mir Dinge, die ich wissen will, grinst dabei freundlich und seine Preise sind absolut zivil. Also, mehr Service, mehr Leistung für weniger Geld.

Dann kam die AU, dachte ich jedenfalls, denn HU hatte das Autohaus ja im Jahr zuvor gemacht. Die Plakette prankte am Nummernschild. Hatten sie aber nicht. Und natürlich war ich die Schuldige. Da halfen auch keine schriftlichen Belege. Logisch, dass die mich nie wiedersehen. Interessant, dass ich mittlerweile einige Bochumer kenne, die mit dem Autohaus und seiner Werkstatt gar nicht zufrieden sind.

Xmot hat schon viele Geschichten gehört, aber meine fanden selbst sie erstaunlich. Vor kurzem war ich wieder da. Ich rief am Tag vorher an, fragte ob ich kommen kann. Alexander sagte mir lediglich, ich solle bis 17 Uhr vorbeikommen. Keine genaue Zeitangabe nötig, Xmot ist flexibel. Schnell und zuverlässig wurde alles erledigt, meine Reifen lagen bereits in der aufgeräumten Werkstatt. Alles, was ich wissen will, wurde mir freundlich erklärt. Günstige Preise, die zum Wiederkommen einladen, gehören sowieso dazu.

Was soll ich sagen? Xmot überzeugt mich immer wieder, denn Alexander Keßler und sein Team sind freundlich, zuverlässig und machen ihren Job ausgezeichnet. Für mich sind Flexibilität und Service besonders wichtig, denn ich möchte eine Werkstatt haben, auf die ich mich verlassen kann. Ich will aber nicht das Gefühl haben, eine anonyme Milchkuh zu sein und nur, weil ich wenig Ahnung von Autos habe und eine Frau bin, bin ich gleich doof.

  • Xmot gibt es unter Leitung von Alexander Keßler seit Januar 2005.
  • Termine zwischen 8 und 17 Uhr oder nach Vereinbarung. Einfach anrufen!
  • Nicht nur übliche Serviceleistungen wie Wartungen und Reparaturen (zum Beispiel TÜV, Reifenwechsel und Inspektion) werden durchgeführt, sondern jegliche Umbauten oder mögliche Tunings, die einem einfallen, werden fachgerecht angeboten und durchgeführt. 
  • Xmot liegt im Gewerbepark Präsident und ist von der A40 ebenso optimal und schnell erreichbar wie von der Innenstadt. 


Natürlich gibt es auch die entsprechenden Webseiten, die zwar nicht von mir sind, aber einen Blick lohnen: Xmot und Car Cosmetix.

    wortfeilchen

    Sonntag, 1. November 2009

    Sinn & Unsinn der Energiesparlampe

    Es passiert diese Woche: Ein Tönchen auf dem Örtchen, das ich so dort noch nie hörte. Ein lautes Knallen ward es und die Glühlampe (E27, 100 Watt) zersprang in der dazugehörigen Lampe in verschiedene Einzelteile.

    Macht nix, wird man denken. Aber macht wohl was, denn die entsprechende Badlampe verfügt über ein schützendes Gehäuse im Industriedesign. Dieses ist einer Kellerlampe nicht unähnlich und verfügt daher lediglich über ein begrenztes Raumangebot für eine Glühlampe. Bisher ward es kein Problem, aber nun sind die passenden Birnen, die nicht Birnen heißen, ja verboten. Aber ich habe noch keine Energiesparlampe gefunden, die in die Lampe passt. Jedenfalls nicht, wenn ich die Lampe noch schließen möchte; was sich empfiehlt, dass mein Bad eine so genannte Nasszelle ist. Weiterhin dimme ich die Lampe gerne zum entspannenden Bad im Bad. Geht aber mit einer Energiesparlampe auch nicht.

    Und was ist überhaupt, wenn mir so eine Energiesparlampe in viele kleine Teile zerspringt? Schnell panikartig aus der Badewanne springen (und die Chancen möglicher Knochenbrüche und ähnliche unangenehme Dinge in Kauf nehmen), großzügig lüften (und mir dabei nackig und nass eine Lungenentzündung holen), Handschuhe oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen stets bereithalten, die Scherben in eine verschließbare Plastiktüte legen und dann entsorgen.

    Ich bin mal durch meine heiligen Hallen gewandelt und habe geschaut, wie viele Lampen zumindest komisch aussehen werden bzw. in ihrer derzeitigen Verwendungsart gar nicht mehr benutzt werden können. Das Ergebnis ist niederschmetternd und bedeutet, ich muss mich entweder auf die Suche nach besonderen Energiesparlampen begeben oder 90 Prozent meiner Lampen austauschen. Sorry, aber ich finde, die Sache stinkt!

    Was bringt es, wenn ich Energiesparlampen kaufe, die erheblich teurer als die üblichen sind, dabei nicht optimal passen oder doof aussehen und dann ganz viele neue Lampen kaufen muss, deren Produktion dem Klima sicherlich nicht hilft. Und mal unter uns: Wo geht denn die ganze Energie hin, die wir durch Energiesparlampen so einsparen? Die wird doch sicherlich verkauft.

    Könnte mir bitte jemand den praktischen Sinn von Energiesparlampen erläutern? Oder bin mit meinen Gedanken alleine?

    wortfeilchen