Mittwoch, 23. September 2009

Ruhrpottdeutsch: schäbbich

Jetzt ist es bald wieder so weit, das schäbbige Wetter kommt und weil unser schäbbig irgendwie anders ist, kommt hier eine kleine Würdigung.

Erst einmal spricht man es (meist) schäbbich aus, nicht schäbig, nicht schäbbig (außer siehe unten), sondern schäbbich und dann kann man es auch noch in (fast) allen Lebenslagen nutzen, denn schäbbich ist alles, was nicht schön ist:

  • Jemand ist schäbbich, wenn er sich nicht anständig verhält: Dat find ich abba schäbbich von ihn/Sie/Dir.
  • Usseliges Wetter ist schäbbich, weil es ungemütlich ist: Bei so schäbbigen Wetter jagt man nicht ma den Köter vor die Tür. 
  • Menschen und Dinge sind schäbbich, wenn wir sie als hässlich empfinden. Dafür gibt es dann sogar Substantive, nämlich ne Schäbbige und en Schäbbigen. Oder eben das schäbbige Auto oder die schäbbigen Klüngeln.
     
wortfeilchen

PS: Wobei ich mag ja den Herbst und das schäbbige Wetter.

Kommentare:

tina hat gesagt…

Oh, da seh ich beim Lesen Tana Schanzara vor mir. Die meine Schwester übrigens gern zitiert mit einem herzhaften: "Ich mach dich nich!" (irgendwo aus'm Fernsehen)

Mail kommt, es flutet ... ;-(

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Jau, die Sache mit dem Mögen ist bei uns auch prima belegt. Wat man allet nich mach ... ;-))