Dienstag, 16. Juni 2009

the person you have called is temporary not available

Bei Gewitter arbeite ich nicht! Eigentlich mache ich bei Gewitter gar nichts. Ich fahre den PC runter. Ich telefoniere nicht. Ich verkrümmel (Absicht, kein Rechtschreibfehler) mich in die dunkelste (und möglichst fensterlose) Ecke, die ich finden kann und warte bebend, dass es vorbei ist. Währenddessen mache ich mir Gedanken, wo der Blitz möglicherweise einschlagen könnte und ob ich auch eine aktuelle Datensicherung habe.
 
Meine Oma väterlicherseits war noch drastischer. Sie zog ihren Mantel und feste Schuhe an, schnappte sich ihr Gebetbuch und verbrachte die Zeit des Gewitters leise betend auf der Toilette. Meine Mutter hält zwar durch, zittert aber und quiekt bei jedem Donner- und Blitzschlag. Antrainiertes oder vererbtes Trauma?
 
wortfeilchen

Kommentare:

doro hat gesagt…

Würde mal sagen vererbt.
Mein Vater brachte mir bei, die Sekunden vom Blitz bis zum Donner zu zählen, in Kilometer umzurechnen und somit zu wissen in welcher Entfernung sich das Ganze abspielt.

Nur wenn's direkt über mir niederprasselt bin ich etwas unruhig.
Ansonsten hat mir die Berechnung, mag sie auch eher einen psychologischen –, als wissenschaftlich begründeten Wert haben, geholfen wenig Angst zu haben.

Gruß Doro

wortfeilchen | barbara piontek hat gesagt…

Stimmt, hat mein Vater auch versucht, wirkt aber bei mir gar nicht, denn je näher das Gewitter kommt, desto größer wird meine Unruhe.

Gibt es ein Training? Existiert doch auf gegen Flugangst und so.