Sonntag, 30. Dezember 2007

Vorsicht glatt?

Momentan höre ich es wieder überall: So ziemlich jeder Mensch wünscht mir einen guten Rutsch, wobei ich den Ausdruck an sich schon etwas zweifelhaft finde, denn rutschen klingt für mich eher nach Aua. Dabei hat dieser Ausdruck so rein gar nichts mit rutschen oder Schmerzen zu tun.

Er stammt, wie so viele Redensarten und Begriffe, aus dem Jiddischen. A gid rosch, wie es ursprünglich heißt, bedeutet lediglich ein guter Anfang oder Start. Also mehr eine Floskel wie Hals- und Beinbruch und nicht speziell auf unser Neujahr gemünzt. Nebenbei bemerkt stammt der Hals- und Beinbruch wiederum von dem jiddischen Segenswunsch Hasloche un Broche - Glück und Segen.

Der Mensch neigt zu Verballhornungen, vor allem, wenn es um Sprachen geht, die er nicht versteht und so wurde aus dem allgemeinen Wunsch, für uns der gute Rutsch ins neue Jahr. Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana, der Kopf/Anfang des Jahres, findet im September/Oktober statt und Juden begrüßen bzw. wünschen sich schana tova oder a gut yor.

Also wünsche ich für das neue Jahr einfach schana tova und keinen guten Rutsch! Mazal Tov!

wortfeilchen

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Mittendrin!

Wir sind zwischen den Jahren, in einer Zeit, die es im Kalender nicht gibt. Diese Redewendung bezeichnet die Tage - und Nächte - zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar, dem Dreikönigstag.

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, gab es Religionsstreitigkeiten zwischen Protestanten und Katholiken. Klar, die gab und gibt es immer mal wieder, aber in Süddeutschland wurde es heftig, denn seit 153 v.Chr. begann das Jahr offziell am 1. Januar, was aber nicht mit der christlichen Zeitrechnung zusammenpasste, denn hier beginnt das Jahr am 25. Dezember, wenn Jesus geboren ist. Viele Christen begannen das Jahr am 6. Januar, da an diesem Tag Jesus getauft wurde. Also gab es im Endeffekt dreimal einen Jahresbeginn, nämlich am 25. Dezember, am 1. und am 6. Januar. Im 17. Jahrhundert legte der damalige Papst Neujahr auf den 1. Januar, was aber nicht alle Bistümer, Städte und Landkreise mitmachten. So gab es in Süddeutschland etwa 100 Jahre lang unterschiedliche Kalender - je nachdem, ob man sich, wie die Katholiken nach dem Gregorianischen, oder die Protestanten nach dem Julianischen Kalender richtete.
Das ging sogar so weit, dass an der Universität in Tübingen ein Theologieprofessor den Kalender der anderen als Werk des Teufels und des Antichristen beschimpfte.

Betrachtet man es rein historisch und objektiv stimmt das alles nicht, denn Jesus wurde sehr wahrscheinlich im Frühling geboren ...

wortfeilchen

Freitag, 21. Dezember 2007

12 rauhe Nächte im Rad der Zeit

Das christliche Weihnachtsfest gehört laut Historikern eher in der Frühling, denn Jesus wurde garantiert nicht zur Zeit der Wintersonnenwende geboren. Heute ist Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Dieses heidnische Fest heißt Jul und ist um einiges älter, als das christliche Weihnachtsfest.

Der Begriff Jul geht wahrscheinlich auf das Wort Rad zurück und meint damit das Rad der Zeit, das sich nun wieder ein Jahr weitergedreht hat. Jul ist kein Zeitpunkt, sondern ein Zeitraum von 12 Nächten und beginnt in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember. Diese Nächte heißen Rauhnächte und gehören weder zum alten, noch zum neuen Jahr - die Grenzen zwischen den Welten sind verwischt und Wotan zieht mit seinem Totenheer durch die Lüfte, was zwar die Tage wieder länger und die Felder furchtbar macht, aber dennoch so heikel ist, dass man eine Begegnung meidet und lieber zu Hause bleibt.

Es gab viele Rituale, die über Jahrhunderte völlig normal waren. So löschte man alle Feuer, außer des einen Julfeuers, das gemeinsam bewacht wurde. Die Asche des Julfeuers wurde aufbewahrt und bei Bedarf verstreut, denn sie brachte Glück. Träumen, die man in diesen 12 Nächten hatte, wurde nachgesagt, dass sie entsprechend in den nächsten 12 Monaten wahr werden würden. Bäume, die Symbole des Lebens, wurden mit Früchten oder Nüssen behängt und könnten so die Vorläufer unseres Weihnachtsbaumes sein.

Wenn sich die Menschen in Skandinavien - hier dauerte die Christianisierung sehr lange -
God Jul, Gleðileg Jól oder God Jul wünschen, steht dies zwar für Weihnachten, geht aber zurück auf das heidnische Jul.

wortfeilchen

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Mainz!

... oder 3-2-1-meins!

Na, auch im vorweihnachtlichen Kaufrausch? Das Internet ist eine große Shopping-Mall für Männer und Frauen. Auch wenn derzeit die meisten Internetnutzer Männer sind - Frauen kommen eben langsam, aber gewaltig - holen Frauen langsam auf. Ebay hilft bei der Suche nach Geschenken gerne weiter und hat gerade eine Statistik über seine Nutzer und deren Gewohnheiten veröffentlicht:

Demnach ist der durchschnittliche Bieter vorwiegend männlich, wobei Frauen kaltblütiger sind und gerne kurzfristig bieten - und beim Anteil der gewonnen Auktionen an den Männern vorbeiziehen.

Bei den gebotenenen Objekten bestätigen sich die Klischees, denn Frauen schauen in erster Linie nach Markenkleidung und Schuhen, während Männer Technik wie Notebooks und Handys bevorzugen. Komischerweise bieten Frauen eher auf Gartenzwerge und mehr zwei Drittel der Interessenten für Wasserbetten und Quietscheentchen sind Männer.

Männer bezahlen überwiegend mit ihrer Kreditkarte, Frauen überweisen lieber ganz klassisch.

wortfeilchen

Montag, 17. Dezember 2007

Schwanger, einzig und quadratisch

Es gibt Eigenschaften, die absolut sind. Eine ist es, einmalig zu sein - das nennt sich Absolutadjektiv.

Die Steigerung eines Absolutadjektives ist ein Superlativ - aber Vorsicht! - das geht schon mal schief, denn den einzigsten Freund gibt es genauso wenig, wie das leerste Glas oder die schwangerste Frau. Stummer als stumm kann man nicht sein und quadratischer als quadratisch existiert nicht. Man ist nicht kinderloser und am kinderlosesten funktioniert auch nicht.

Adjektive, die nicht gesteigert werden können, weil mehr einfach nicht geht: einmalig, einzig, fertig, ganz, lauwarm, leer, mündlich, quadratisch, richtig/falsch, schwanger, tot, total, stumm, blind, kinderlos, absolut.

wortfeilchen - einzig, nicht schwanger, aber lebendig.

Freitag, 14. Dezember 2007

Den Letzten beißen die Hunde!

Steht so richtig Ärger ins Haus, ist jemand mit seiner Geduld am Ende oder das Wasser steht schon fast bis zum Hals, sagt man im Pott (und vielleicht anderswo auch): Jetzt ist aber Matthäi am Letzten!

Besonders Kinder hören diesen Satz schon das ein oder andere Mal, wenn dem Umfeld gleich der Geduldsfaden reißt. Jedenfalls ich erinnere mich sehr gut an diese Redewendung.

Aber wer ist überhaupt dieser Matthäi und wieso am Letzten?

The bible tells me so, wie ein Lied der vierziger/fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts so wahr sagt:

Diese Redewendung bezieht sich nämlich auf den Apostel Matthäus, der von Beruf eigentlich Steuereintreiber bzw. Zöllner war. War Matthäi am Letzten hieß dies, dass die Betreffenden bald kein Geld mehr haben werden und dann ist da auch noch der Steuereintreiber, der nämlich damals, wie auch heute noch, teilweise drakonische Strafen verhängen konnte. Wie diese damals genau aussahen, kann ich nicht sagen, aber die Redensart ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und verbreitet. Fakt ist, wenn der Steuereintreiber noch den letzten Rest nahm, war man pleite und andere Wege, das Geld zu entrichten waren angesagt.

Die nächste Möglichkeit bezieht sich auch auf Matthäus, der, bevor er Jesus traf Levi hieß, aber auf eine Stelle in der Bibel. Es sind die letzten Worte von Jesus im Matthäusevangelium, gleichzeitig der Auftrag viele Taufen durchzuführen und den Glauben zu verbreiten und dann noch das Versprechen, immer bei den Aposteln und allen Gläubigen zu sein. Gemeint ist damit die Aussage, dass Matthäus bis zum letzten Tag der Menschheit den Glauben verbreiten würde. Da ich aber die meisten Bibelübersetzungen, besonders die von Luther, als nicht wirklich korrekt kenne, muss ich mal in einer altgriechischen Bibeln blättern, denn diese kommt dem Original am nächsten.

wortfeilchen

PS: Meinem Bruder und einem richtig netten Mann in Hannover alles Liebe zum Geburtstag!

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Blond macht blöd!

Nun ist es raus; es liegt gar nicht an den Frauen und Männer können auch nicht wirklich etwas dafür, denn trifft Mann auf blonde Frau ist es mit seinem Intellekt aus und vorbei - sein Hirn streikt!

Französische Psychologen testeten, was passiert, wenn Mann mit einer Blondine, Brünetten, Schwarzhaarigen und einer Rothaarigen konfrontiert wird. Sie luden Männer zu einem Intelligenztest ein. Bevor es losging, ließen sie die Männer Fotos von Frauen mit unterschiedlichen Haarfarben anschauen. Bei allen Haarfarben gab es keine nennenswerten Reaktionen, aber eine Blondine hatte den Effekt, dass die Herren sehr viel schlechter Aufgaben lösen und sich kaum noch konzentrieren konnten.

Männer reduzieren beim Anblick unbewusst ihre Hirnaktivität, um besser da zu stehen und kompatibler zu erscheinen, denn blonde Weibchen sind einfach selten und jeder Mann will sie haben, mit allen Mitteln - auch wenn das heißt, das Hirn kaltzustellen. Mann geht nach gängigen Vorurteilen vor und die besagen, blonde Frauen sind dumm. Mann rechnet gar nicht damit, dass sein Gegenüber geistreich und klug sein könnte - und fällt daher vielleicht bei manch blonder Frau ganz böse auf die Nase.

Bleibt noch die Frage, wie Frauen auf blonde Männer reagieren?

wortfeilchen

PS: Immerhin kann ich mir nun ein paar Begebenheiten meines Lebens erklären. Ich sollte mich mal mit Sharon Stone austauschen, obwohl die nicht echt blond ist, aber immerhin 10 Punkte mehr beim IQ-Test als ich schaffte.

Montag, 10. Dezember 2007

Unnützes Wissen, die Dritte.

Süß und salzig passt nicht zusammen? Ich meine damit nicht die typisch amerikanische Kombination von Erdnussbutter und Gelee. Schon mal in eine Süßspeise statt Zucker Salz getan und probiert? Schmeckt gar nicht gut, oder?

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt ganz viele Arten von Bananen, die botanisch gesehen eigentlich Beeren sind. Sie enthalten furchtbar viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, Zucker und ordentlich Salz. Wie jetzt? Ja, denn 100 Gramm des durchschnittlichen Bedecktsamers, (na, wer grinst an dieser Stelle?), den wir so gerne essen, enthält sage und schreibe 200 mg Kochsalz.

Damit ist die Banane der König unter den salzhaltigen Obstsorten. 100 Gramm Beeren enthalten gerade mal 25 mg Kochsalz. Bei Steinobst sind es schon 100 mg.

Empfohlen werden für Erwachsene maximal sechs Gramm Salz pro Tag, fünf Gramm für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren und drei Gramm für Kinder zwischen vier und sechs Jahren.

Also das nächste Mal, wenn wir eine Banane essen, einfach mal dran denken, wie viel Salz da drin ist.

wortfeilchen

Freitag, 7. Dezember 2007

Was für ein Gemüse!

Möhren, Paprika, Gurken und wie sie alle heißen, sind für uns selbstverständlich Gemüse, aber schon mal drüber nachgedacht, warum es überhaupt Gemüse heißt?

Wieder einmal damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, hatte man meist nur eine Feuerstelle mit offenem Feuer und darüber nur einen Topf. Man lebte äußerst effizient und warf alles Grünzeug in einen Topf und kochte es, bis es ganz weich und eher ein Brei war. Mittelhochdeutsch gemüese ist ebenso wie gemose, mûs und müslî eine Form von muos, was Mus bzw. Brei und eben auch unser Gemüse bedeutet. Das musähnliche, eher pampige Grünzeug wurde zu unserem Gemüse.

In Skandinavien kennt man das Wort Gemüse nicht, dort gibt es grüne Sachen oder eben Grünzeug, in Norwegen z.B. Grøntsaker.

wortfeilchen

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Sie sind wieder da!

Seit vielen Jahren jeden Winter das gleiche Spiel: Sie stehen rum, watscheln umher, brüten und ziehen kleine Federbüschel groß. Wer? Eselpinguine in der Antarktis!

Und jedes Jahr bin ich wieder fasziniert, verfolge stundenlang Naturbeobachtungen und bin einfach nur begeistert, weil ich dabei nicht frieren muss und die Pinguine nicht störe. Außerdem ist die Aussicht einfach nur phänomenal.

Wo in der Antarktis?
Auf einer Halbinsel bzw. neben einer Insel der chilenischen Base General Bernado O'Higgins in der Antarktis. Dort gibt es eine deutsche Forschungsstation, hier mehr Informationen und viele Bilder über das Leben und den Alltag dort.

Und dann gibt es Martin Grund, dem ich wirklich danke, denn er kam 2003 auf die geniale Idee Webcams zur Pinguin-Beobachtung zu installieren und stellte das ganze Projekt nur durch Spenden auf die Beine. 2004 ging es los und die Kameras gingen online - seitdem schaue ich ihnen oft zu. Ein Pinguin hatte es mir besonders angetan, ich nannte ihn Erwin. Erwin ist besonders intelligent, witzig und flirtet sehr. Er fand eine Freundin und vermehrte sich, ich war wirklich stolz auf ihn. Mal schauen, ob er auch dieses Jahr wieder dabei ist!

Und wo sieht man nun die Pinguine? Na ganz einfach hier!

wortfeilchen

Dienstag, 4. Dezember 2007

Ich bin heilig!

Heute ist mein Namenstag, naja, eigentlich gehört er allen weiblichen Wesen, die Barbara heißen, aber ich kenne außer mir keine, also ist es allein meiner.

Ich kenne die heilige Barbara, passend zum Ruhrgebiet, als Schutzpatronin der Bergleute. Aber sie ist noch mehr: Sie ist eine der vierzehn Nothelfer und Schutzheilige/Patronin des Bergbaus, der Türme, Festungsbauten und der Artillerie; der Bergleute, Geologen, Architekten, Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Bauern, Metzger, Köche, Glöckner, Glockengießer, Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher, Artilleristen und Waffenschmiede; der Mädchen, Gefangenen, Sterbenden; für eine gute Todesstunde; gegen Gewitter, Feuersgefahren, Fieber, Pest und jähen Tod.. Weiterhin ist sie eine der saligen Frauen, die man auch als Kinder- und Schicksalsfrauen kennt, und stellt die göttliche Muttertrinität dar - eine Menge Jobs für eine Frau.

Historisch gesichert ist sie zwar nicht, aber von der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrerin anerkannt.

Die Legende
Barbara von Nikomedien lebte Ende des 3. Jahrhunderts in Kleinasien. Ihr Vater war ein König oder zumindest ziemlich reich. Sie war sehr schön und klug und bei den Männern begehrt, wies aber alle Aspiranten zurück. Sie machte Bekanntschaft mit dem Christentum und nahm auch den christlichen Glauben an. Ihr Vater Dioscuros sperrte Barbara, um sie vor Männern und anderen Dingen wie dem Christentum, zu schützen, in einen Turm, wo sie sich öffentlich zu ihrem Glauben bekannte, was ihren Vater dazu brachte zu versuchen sie mit Gewalt vom Christentum zu bekehren. Keine Chance. Sie ließ als Zeichen der Dreifaltigkeit sogar ein drittes Fenster in den Turm bauen und ließ sich taufen. Zu viel für den Vater, er wollte sie umbringen. Sie floh durch eine Felsspalte, die sich plötzlich vor ihr öffnete. Ein Hirte verriet sie und wurde als Strafe in einen Stein, seine Schafe in Heuschrecken verwandelt. Der Vater fand Barbara, verprügelte sie und brachte sie zum Statthalter Marcianus, der sie zum Tod verurteilte. Sie wurde schwer misshandelt, aber Christus erschien ihr und heilte ihre Wunden. Der Statthalter ließ sie mit Keulen schlagen, schnitt ihr die Brüste ab und folterte sie auch noch mit brennenden Fackeln. Barbara betete. Ein Engel erschien, aber der Vater köpfte Barbara mit dem Schwert, wurde von einem Blitz getroffen und verbrannte. Seitdem steht Barbara als ein Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit.

Barbara-Bräuche
Am heutigen Barbara-Tag schneidet man Zweige von einem Obstbaum, vorzugsweise einem Kirschbaum und stellt ihn in lauwarmes Wasser. Meist blüht dieser Zweig dann Weihnachten. Kirschzweige müssen es aber nicht sein, es funktioniert eigentlich mit allen früh blühenden Gehölzen wie Winterjasmin, Zaubernuss, Kornellkirsche, Zierkirsche, japanische Quitte, Goldregen, Ginster, Zierjohannisbeere, Schlehe, Zierpflaume, Mandelbäumen, Forsythie, Weide und Hasel. Manchmal klappt es sogar mit Flieder- oder Apfelbaumzweigen.

Barbara-Bauernregeln
Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht.
Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee.
St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee.
Barbara im weißen Kleid, verkündet gute Sommerzeit.
Zweige schneiden zu St. Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da.

wortfeilchen mit gar nicht so unpassendem Namen

Samstag, 1. Dezember 2007

Monatsnamen - Dezember

Der Dezember ist der zwölfte und letzte Monat des Jahres. Sein Name stammt von der römischen Zahl 10 (= decem), er hat 31 Tage, Weihnachten liegt an und er endet mit Silvester.

Wie schon im Artikel November beschrieben, war er ursprünglich der zehnte Monat des Jahres.

Die germanische Bezeichung für den Dezember ist Julmond, wobei Jul die Wintersonnenwende meint. Jul, das Fest der Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder ganz langsam länger werden, ist viel älter als das christliche Weihnachtsfest - auch wenn heute Jul in Skandinvien mit Weihnachten gleichgesetzt wird. Jul ist an sich kein Zeitpunkt, sondern der Zeitraum von 12 Nächten und beginnt in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember. Natürlich konnte im Zuge der Christianisierung kein heidnischer Name einen Monat benennen und so wurde aus Julmond der Dezember.

Im Dezember haben wir den kürzesten Tag des Jahres, während auf der Südhalbkugel zeitgleich der längste Tag ist.

Besonders hübsch finde ich die kaschubische Bezeichnung für Dezember: gòdnik - der Weihnachtsmonat.

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