Sonntag, 30. Dezember 2007

Vorsicht glatt?

Momentan höre ich es wieder überall: So ziemlich jeder Mensch wünscht mir einen guten Rutsch, wobei ich den Ausdruck an sich schon etwas zweifelhaft finde, denn rutschen klingt für mich eher nach Aua. Dabei hat dieser Ausdruck so rein gar nichts mit rutschen oder Schmerzen zu tun.

Er stammt, wie so viele Redensarten und Begriffe, aus dem Jiddischen. A gid rosch, wie es ursprünglich heißt, bedeutet lediglich ein guter Anfang oder Start. Also mehr eine Floskel wie Hals- und Beinbruch und nicht speziell auf unser Neujahr gemünzt. Nebenbei bemerkt stammt der Hals- und Beinbruch wiederum von dem jiddischen Segenswunsch Hasloche un Broche - Glück und Segen.

Der Mensch neigt zu Verballhornungen, vor allem, wenn es um Sprachen geht, die er nicht versteht und so wurde aus dem allgemeinen Wunsch, für uns der gute Rutsch ins neue Jahr. Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana, der Kopf/Anfang des Jahres, findet im September/Oktober statt und Juden begrüßen bzw. wünschen sich schana tova oder a gut yor.

Also wünsche ich für das neue Jahr einfach schana tova und keinen guten Rutsch! Mazal Tov!

wortfeilchen

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich mache das mal so, wie ich es für richtig halte, bedanke mich brav für die viele Arbeit, die in diesem sinnvollen und lehrreichem Blog steckt und wünsche Dir von Herzen Gesundheit, Erfolg und ein mit viel Liebe angereichertes 2008.

Tina