Freitag, 14. September 2007

Reich´ mir doch mal das Wasser!

Ist jemand im Vergleich zu einem Anderen nicht so gut, kann er ihm das Wasser nicht reichen, aber wieso?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, also im Mittelalter, gab es noch kein Besteck. Man aß mit den Fingern, wer ein bisschen reicher war, besaß schon mal ein Messer, manchmal auch einen Löffel, Gabeln waren unbekannt. Nunja, Mistgabeln und ähnliches war schon bekannt.

Damals wurde auch nicht so wirklich auf Kalorien geachtet, ergo tropfte das Fett nur so von den Fingern und der Adel verlangte nach Säuberung selbiger. Daher reichten Diener immer wieder kleine Schälchen mit Wasser, in denen sich die Herrschaften ihre Finger säubern konnten.

Selbst bei dieser niedrigen Tätigkeit gab es Unterschiede in der Hierachie, denn nicht jeder beliebige Diener durfte den Damen und Herren das Wasser reichen. Manche standen so tief in dieser Ordnung, dass sie den Herrschaften nicht einmal das Wasser reichen durften. Und schon sind wir beim der uns bekannten Redewendung gelandet.

Der Engländer kennt eine ähnliche Redewendung, dort ist jemand not fit to hold a candle to someone. Im Ruhrpott drückt man sich nicht so fein aus und sagt einfach: Du bist zu doof, um ein Loch in den Schnee zu pissen.

wortfeilchen

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