Donnerstag, 30. August 2007

ss oder ß?

Privat und auch beruflich werde ich immer wieder gefragt, wann ss und wann ß genutzt wird. Der Versuch, die "neue" Rechtschreibung in unsere Köpfe zu bekommen, ging voll daneben. Da aber seit bald vier Wochen eben diese Rechtschreibung Pflicht ist, hier ein kleine Anleitung, wo ss und ß hinkommen:

Nach einem kurzen Vokal steht ss: Schloss, Fass, Fluss, Missverständnis, Pass, nass, Russland und eben auch dass, denn daß gibt es gar nicht mehr.

Einem langen Vokal folgt grundsätzlich ein ß: groß, weiß, Floß, Spaß, Grüße, schließlich, Fuß, gießen, fließen.

Hinter Diphthongen (Doppellauten) wie au, äu, eu und ei kommt auch ss, denn diese gelten als lange Vokale und werden ebenso behandelt: scheußlich, außer, reißen, draußen, Schweiß.

Ausnahme ist lediglich die Versalienschreibung, denn, wenn alles groß geschrieben wird, gibt es nur das doppelte s und kein ß. Der Joghurt, als Markenname groß geschrieben, heißt also: DER GROSSE BAUER!

wortfeilchen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ß ist immer ein doppeltes s. Zwei s, die miteinander verbunden sind zu einer Ligatur.

Und zur Theorie der kurzen Vokale:

Pfossten
Lisste
Wass?

Klaus (mit einem)
_

wortfeilchen hat gesagt…

Profi-Kümmelspalter :-))))

Barbara, ohne s und ß